Testurteil: "85%"
Test: Einzeltest: Pentax Q mit Q-Lens 5-15 mm F2.8-4.5 [Foto: MediaNord]
Zitat: Pro: + Metallstativgewinde in optischer Achse, Speicherkarte und Akku bleiben im Zugriff
+ Kompaktes, gut verarbeitetes Gehäuse
+ Einfache Bedienbarkeit von ernsthaften und Spaßfunktionen gut vereint
+ Hoch aufspringener Blitz vermeidet rote Augen, zusätzlicher Systemblitzschuh
Contra: - Starke Rauschunterdrückung sorgt für detailarme Bilder oberhalb von ISO 400
- Nur zwei Objektive für ernsthafte Fotografie im Programm
- An Anbetracht der Gesamtleistung zu hoher Preis, auch für die Objektive
- Bildqualität letztlich "nur" auf Kompaktkameraniveau
Insgesamt hinterlässt die Pentax Q einen gespaltenen Eindruck. Für einen ambitionierten Preis erhält man eine hochwertig verarbeitete Kamera. Die Objektive vermitteln jedoch ein Spielzeugfeeling – und das gilt nicht nur für die Toy-Lenses. Die Kamera ist klein, entsprechend schwer tut man sich mit dem Handling, am praktikablen Bedienkonzept jedoch lässt sich kaum etwas aussetzen. Sowohl Spielernaturen finden mit allerlei Gimmicks und Filtern ihren Spaß an der Kamera wie auch Fotoamateure mit ernsthaften Fotografieabsichten. Manuell steuerbare Einstellungen und Belichtung, ND-Filter im Objektiv, HDR-Aufnahmefunktion, Intervallaufnahmen sogar im Videomodus und nicht zuletzt die FullHD-Videoauflösung inklusive Stereoton lassen kaum Wünsche übrig, zumal man die wichtigen Einstellung per Knopfdruck erreicht. Problematisch hingegen zeigt sich die Bildqualität. Sie ist nicht auf gehobenem Systemkameraniveau, sondern eher auf dem von Mittelklasse-Kompaktkameras. Das Rauschen hält sich zwar in Grenzen, aber dessen Unterdrückung frisst bei höheren Empfindlichkeiten zu viele Details. Auch Pentax kocht nur mit Wasser und so kann das letztlich nicht verwundern. Gerade auch in Anbetracht des geringen Objektivangebots überwiegt letztlich der Charakter eines teuren Gadgets, dennoch kann man bei guten Lichtverhältnissen brauchbare Fotos aufnehmen – wie mit jeder anderen Kompaktkamera auch.