Laut BITKOM werden in diesem Jahr mit Spiel-Hardware, -Software und -Diensten insgesamt 2,5 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 3,7 Prozent. Dieser erklärt sich vor allem durch die geringen Preise, die mit den neuen Spieleplattformen erzielt werden. Apps für Smartphones und Tablet-PCs sowie die sogenannten Social Games auf Facebook und Co. machen dem Spielemarkt derzeit deutlich zu schaffen. Sie kosten nämlich weit aus weniger als Vollversionen auf CD oder DVD. 41 Prozent der befragten Gamer gaben sogar an, ausschließlich kostenlose Angebote zu nutzen.
Das meiste Geld fließt dennoch in klassische Computerspiele. Fans digitaler Spiele geben im Durchschnitt 18 Euro pro Monat für Unterhaltungssoftware aus. Für Apps werden dagegen im Schnitt 2,20 Euro investiert. „Gaming-Apps und Social Games haben einen enormen Preisdruck ausgelöst“, sagt Haupter. „Aber: Noch nie war das Angebot an Games größer, noch nie haben so viele Menschen gespielt.“
Während im Jahr 2008 noch 28 Prozent der Deutschen Video-Games spielten, sind es in diesem Jahr bereits 35 Prozent. Auch für Frauen und ältere Personen wird die digitale Unterhaltung zunehmend attraktiver. 2008 spielten 22 Prozent der Frauen, heute sind es 28 Prozent. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es derzeit 38 Prozent (2008: 27 Prozent). „Die Zeiten, in denen nur junge Männer gespielt haben, sind endgültig vorbei“, so Haupter weiter.
Die BITKOM-Umfrage zeigt auch, dass Schwarzkopien zu einem Randphänomen werden. Lediglich zwei Prozent der befragten Gamer geben an, regelmäßig illegale Kopien von Spiele-Software anzufertigen. Weitere sieben Prozent tun dies hin und wieder. Sechs Prozent wollten hierzu keine Angaben machen. Die meisten (82 Prozent) nutzen Original-Spiele oder schließen Abos bei Online-Spieleplattformen ab.
Zur Methodik: Im Auftrag des BITKOM befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 500 Gamer ab 14 Jahren. Für die Angaben zum Anteil der Spieler an der Bevölkerung wurden deutschlandweit knapp 1.000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren befragt. Die Daten sind repräsentativ.
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