Königshausen u. Neumann Die DEFA-Kurzfilmreihe ›Das Stacheltier‹
Vorhang auf! ›Das Stacheltier‹ ist eine satirische Kurzfilmreihe der DEFA, die ab 1953 im Vorprogramm der DDR-Kinos gezeigt wird. Die kritisch-satirischen Filme etablieren sich rasch in der Medienlandschaft, werden jedoch von der SED gezielt als Mittel der Agitation eingesetzt. Deshalb sind die Rolle von Satire in der Stacheltier-Reihe sowie die gesellschaftliche Funktion dieser Filme von zentralem Interesse für das Verständnis der DDR-Mediengeschichte der 1950er- und 1960er-Jahre. Ausgehend von den Inhalten und Inszenierungsstrategien der Folgen werden die zentralen Diskurse und die Möglichkeiten massenmedialer Kritik im repressiven Mediensystem der sozialistischen Diktatur dargelegt. Im Spannungsfeld zwischen literatur- und filmtheoretischen Anforderungen an Satire, Prüfung und Zensur der Filme durch die SED-Organe sowie der Verhandlung gesellschaftspolitischer Prozesse besetzen diese satirischen Kurzfilme eine signifikante Position in der Geschichte der DEFA. In diesem Buch wird erstmals eine umfassende Aufarbeitung dieser Reihe aus filmanalytischer, mentalitäts- und institutionsgeschichtlicher Perspektive vorgenommen.
Alive Ag Der Untertan (DEFA Filmjuwelen) A1072823056
Immer noch erschreckend aktuell - Heinrich Manns Abrechnung mit dem wilhelminischen Untertanengeist: Diederich Heßling, Fabrikantensohn aus einer deutschen Kleinstadt, erkennt, dass man der Macht dienen muss, wenn man selbst Macht ausüben will. Nach oben buckeln und nach unten treten, wird von nun an seine Lebensmaxime: als Korpsstudent in Berlin und als Erbe der väterlichen Papierfabrik. Höhepunkt seines Lebens ist die Einweihung eines Kaiserdenkmals, bei der er, ordengeschmückt, die Festansprache hält - bis die Unwetter der Geschichte über Deutschland hereinbrechen.
Die goldene Gans (Filmjuwelen / DEFA-Märchen) A1068862102
Klaus, der einzig Fleißige unter drei Brüdern, bekommt von einer alten Reisigsammlerin, der gegenüber er sich hilfsbereit gezeigt hat, eine goldene Gans geschenkt. An ihren Federn bleiben alle Neugierigen, Neidischen und Habgierigen kleben, und so folgt Klaus und seiner Gans bald ein ganzer Zug Menschen, der einer in Schwermut verfallenen Prinzessin (und den Zuschauern) ein herzhaftes Lachen entlockt. Presse: - "Einprägsame, kindgerechte Lieder und das muntere Spiel der Hauptdarsteller garantieren ein weitgehend ungetrübtes Vergnügen" - (Lexikon des internationalen Films) - "Tolle Darsteller, eine eingängige Titelmusik und neue erzählerische Ideen sorgen für bestes Märchenfilm Kino." - (maerchen im film.de) - "Es gibt viele nette Einfälle und die jungen Zuschauer folgen bei der Premiere mit großem Interesse und Anteilnahme dem Handlungsablauf." - (Berliner Zeitung)
Icestorm Entertainment Fahrschule - DEFA A1001444295
Der überzeugte Fußgänger Herr Steinköhler kommt unverhofft in den Besitz zweier Wartburgs. Weil weder er noch seine Frau Gisela einen Führerschein besitzen, melden sich beide unabhängig voneinander zur Fahrschule an. Pressezitate: - »Gut gespielte Komödie, die durch ironische Schlaglichter auf den Alltag in der DDR Interesse verdient.« - ((Lexikon des internationalen Films) - »Die Dialoge verdichten sich zu entlarvenden, treffsicheren Pointen, die wie Sektkorken knallen.« - ((Eulenspiegel)
Alive Ag Ein Menschenschicksal (Filmjuwelen / DEFA) A1077554462
s/w Das Regiedebüt von Sergeij Fjodorowitsch Bondartschuk, dessen vierteilige Tolstoi-Verfilmung "Krieg und Frieden" zu den berühmtesten Werken der sowjetischen Filmkunst zählt: Als der Krieg ausbricht, muss auch der Zimmermann Andrej Sokolow Abschied von seiner Familie nehmen. Er wird verwundet, gerät in deutsche Gefangenschaft, erlebt und erduldet Furchtbares, doch er bleibt standhaft. Er wird in ein Konzentrationslager verschleppt und hat schon den Tod vor Augen, aber er kann fliehen und sogar einen hohen faschistischen Offizier mit Geheimpapieren entführen. Seine Frau und die beiden Töchter sind bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen, der Sohn fällt am letzten Kriegstag an der Front. Sokolow nimmt einen Waisenjungen bei sich auf und gibt seinem Leben einen neuen Inhalt.
Man schreibt das Jahr 1821. Der verarmte und von seiner Geliebten verlassene Ex-Offizier Philippe Bridau kennt nur eine Leidenschaft: das Geld. Auf unehrenhafte Weise hat er sich bereits ein Vermögen ergaunert. Jetzt will er auch an den Reichtum seines Onkels Rouget heran, wozu ihm jedes Mittel recht ist. Wer Bridau bei der Verfolgung seines Zieles im Wege steht, den beseitigt er skrupellos - allen voran Rouget. Bridau heiratet dessen Erbin Flore, entledigt sich ihrer wieder und hat es schon auf das Geld einer anderen Dame abgesehen. Doch dann wendet sich das Blatt dramatisch ...