Johann Wolfgang Goethe: Prometheus. Dramatisches Fragment Entstanden 1773, Erstdruck in: Werke, Ausgabe letzter Hand, Stuttgart (Cotta) 1830. Uraufführung am 14.4.1774 in Berlin. Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz, Hamburg: Christian Wegener, 1948 ff. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Peter Paul Rubens, Der gefesselte Prometheus, 1611. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
PROMETHEUS.EXE - Die Schwärme: Der stille Krieg TECHNO-THRILLER • BAND 2 • FORTSETZUNG (PROMETHEUS.EXE - autonom agierende KI, die Gefahr, die man nicht sieht, Band 2) B0GX1Q4KW9
PROMETHEUS.EXE - Die Schwärme: Der stille Krieg TECHNO-THRILLER • BAND 2 • FORTSETZUNG (PROMETHEUS.EXE - autonom agierende KI, die Gefahr, die man nicht sieht, Band 2)
Prometheus ist eine der wenigen Gestalten der abendländischen Mythologie, der noch bis in unsere Gegenwart ein letzter, aber vitaler Rest an existentieller Bedeutsamkeit geblieben ist. Prometheus ist kein Typenbegriff, Prometheus »war der erste Mensch!« (O. Mainzer). Dieses Ungöttliche, die menschliche Allzuvielfalt ist es, die schon antike Mythopoeten und frühchristliche Mythoklasten beeinflußte. Prometheus war weder als souverän einfältiger Heidengott zu desavouieren noch als Heilsvorläufer soteriologisch zu vereinnahmen. Er ist, Griechisch gesprochen: poly- (vielgestaltig), nur eins im Widersprüchlichen. Dabei bleiben Ursprung und Ende, Komplexität und Elemente des Mythos strukturell offen. So stellt einzig die methodische Beschränkung auf ein historisch und kulturell begrenztes Tableau von Versionen die Möglichkeit in Aussicht, das eine Prometheus-Bild nachzuzeichnen. Auf diese Weise repräsentiert Prometheus eine Projektionsfigur, die in ihrer Erscheinung flexibel konturiert ist. Oder anders gesagt, jeder Prometheus ist ein Signifikat, das durch die Signifikanten eines historischen Kräftefeldes mitgeprägt bzw. erzeugt wird. Deshalb wurden über die einschlägigen Quellen zur Figur des Prometheus hinaus auch kunsttheoretische und ideengeschichtliche Texte in die Untersuchung miteinbezogen. Kunstheoretische, um eine Vorstellung von den Ansprüchen und Anleihen für die bildkünstlerische Gestalt des Menschen und seines spezifischen Charaktergewebes zu gewinnen; ideengeschichtliche, um einen Rahmen symbolischer bzw. signifikanter Merkmale abzustecken, innerhalb dessen sich in den abendländischen Denk- und Vorstellungssystemen der Umgang mit dem menschlichen Körper bewegte.
Prometheus ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Die Prometheussage gehört zu den bekanntesten Stoffen der Weltliteratur. Prometheus gehört dem Göttergeschlecht der Titanen an. Wie alle Wesen ist er der Herrschaft des Göttervaters Zeus unterworfen. Bei einem Tieropfer greift er zu einer List, um Zeus zu täuschen; er überlässt ihm nur die wertlosen Teile des Opfertiers und behält das genießbare Fleisch für die Menschen, da sie seine Schützlinge sind. Zur Strafe dafür verweigert der erzürnte Zeus den Sterblichen den Besitz des Feuers. Darauf entwendet Prometheus den Göttern das Feuer und bringt es den Menschen. Deswegen wird er auf Befehl des Göttervaters gefesselt und in der Einöde des Kaukasusgebirges festgeschmiedet.