Test: Einzeltest: AM3-Barebone - Shuttle SA76R4
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Shuttles SA76R4 setzt als einziger AMD-basierter Barebone im Portfolio auf die letzte Prozessorengeneration. Hinzu kommt, dass der AMD-760G-Chipsatz auch nur Mittelklasse ist. Und doch kann das Shuttle-Modell durchaus überzeugen, vor allem in Hinsicht auf das Verhältnis von Preis und Leistung ist es einen Blick wert.
In CPU-Benchmarks liegt das SA76R4 in direkter Schlagdistanz zu unserer Vergleichsbasis, der Unterschied bewegt sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich, wobei die Reihenfolge auch variiert – in der Gesamtheit also Gleichstand. Damit zeigt sich, dass sich die Chipsätze eher in den Features denn der Leistung unterscheiden.
Obwohl die integrierte Grafikeinheit in Form der Radeon HD 3000 von einer geringen Speicherbandbreite ausgebremst wird, dürften das die meisten Anwender nicht sonderlich bemerken. Bei Multimedia-Anwendungen könnte der Unterschied aufgrund einer fehlenden UVD-Einheit auffallen und Spieler greifen sowieso zu einer zusätzlichen Grafikkarte. In diesem Punkt hat Shuttle auch das Layout gegenüber dem letzten AMD-basierten Barebone überarbeitet, sodass auch Dual-Slot-Modelle möglich werden. Bei der Konnektivität ist der SA76R4 teils auf dem neuesten Stand der Technik und unterstützt auch USB 3.0. Die Geschwindigkeit ist aber eher mittelmäßig einzuordnen und platziert sich zwischen unseren beiden Vergleichsprodukten in diesem Fall. Uns fehlt nur ein HDMI-Ausgang, der neben den Bildinformationen auch den dazugehörigen Ton überträgt und ein zusätzliches Kabel wegfallen lassen würde.
Das Gehäuse des SA76R4 bietet die altbekannte Verarbeitungsqualität. Der Aluminium-Deckel sorgt für einen höherwertigen Eindruck. Die Front muss zugunsten eines besseren Preis-Leistungsverhältnisses auf Aluminium verzichten und kann trotzdem überzeugen. Durch die Verwendung einer großflächigen Plexiglas-Scheibe umgeht man staubanfällige Hochglanzflächen, wie sie momentan gerne zum Einsatz kommen und bietet eine Gestaltungsmöglichkeit, durch die sich Shuttle-Barebones immer wieder herausstellten. Hinter der Scheibe lässt sich ein Foto platzieren.
Leider bietet die Front keinen Zugang zu einem USB-3.0-Anschluss, was wir neben der Vibrationsanfälligkeit des Deckels als kleine Makel anführen können.
Die I.C.E.-Kühleinheit bietet ausreichende Reserven zur Kühlung der CPU. Nur der Lüfter dürfte vielen Anwendern Sorgen bereiten. Neben der Drehzahlregelung bietet das Modell einen Temperaturfühler, um die Gehäuseinnentemperatur zu beachten. Durch leichte Schwankungen ändert sich die Drehzahl ständig und damit auch der Schallpegel, was für ein unruhiges Laufverhalten führen kann.
Das Netzteil des Shuttle SA76R4 verfügt über keine 80Plus-Zertifizierung. Bei niedriger Auslastung fällt der Wirkungsgrad, erreicht in der Spitze aber fast das Niveau unserer Referenz in Form des Xilence XP250.SFX.