Sehr gute kompakte Kamera
Ich besitze die DP 2 seit fast 2 Jahren. Habe was die Bildqualiät anbelangt auch noch keine bessere gehabt oder von einer kompakten gehört, die dieser das Wasser reichen kann. Als ich dann die ersten Fotos auf dem Monitor meines PC´s betrachtet hatte, war ich mehr als begeistert. Farbtiefe und Brillianz waren einfach nur super! Für jemanden, der eine Kompakte mit super Ergebnissen haben möchte ist mit dieser Kamera einfach bestens bedient. Kann diese Kamera wirklich jedem empfehlen.
Nach einer längeren analogen und DSLR-Phase, war ich neulich wieder auf der Suche nach einer kompakten, immer dabei Kamera. Ein Kumpel schlug die Sigma DP2 vor. Er meinte sie wäre nicht die schnellste, würde aber in allen anderen Bereichen überzeugen. Und wie er Recht hatte. Der Autofokus dieser Kamera ist tatsächlich einer der gemütlichen Art, die Shot-to-shot-Zeiten könnten auch kürzer, und die generelle Geschwindigkeit höher sein, aber man oh man, liefert der (im Vergleich zu anderen Knipsen) große Sensor erstaunliche Ergebnisse. Als ich die Fotos vom ersten Ausflug auf dem PC begutachtete, konnte ich meinen Augen kaum glauben. Von vorherigen Erfahrungen mit Kompaktkameras ausgehend, war ich schon darauf gefasst Bilder voll mit Rauschen, übertriebenen Farben und mickrigem Dynamikumfang auf dem Monitor vorzufinden. Weit gefehlt, denn was ich sah erinnerte mich an hochwertige Filme (Ektar/Reala 100, Portra 160…) und eine gute, sich langsam ihrem Ende nähernde, Zeit. Mit der DP2 musste ich mich nicht länger mit dem Entwickeln und Scannen herumplagen, um das gleiche Resultat zu erzielen. Bei niedrigen Empfindlichkeiten (iso50-400) sehen die Fotos so aus, als würde man aus dem Fenster schauen. Die Abbildungsleistung des Objektivs ist ein Traum, die 2.8er blende erlaubt es einem Motive freizustellen - ein weiteres Feature, das man bei anderen Kompakten vergeblich sucht. Die Bedienung der Kamera ist am Anfang etwas ungewohnt, doch nach ein paar Tagen läuft alles wie geschmiert. Insbesondere das Rädchen für den manuellen Fokus finde ich sehr praktisch. Ab und zu packt mich die Lust nach Straßenfotografie, und dann stelle ich, gutes Wetter vorausgesetzt, die Belichtung auf „sunny 16“ und den Fokus auf 3-5 Meter um. Das Ergebnis sind Aufnahmen ohne Verzögerung, als würde man mit einer alten Leica fotografieren. Die Anzeigen verschwinden, man überlegt nicht länger, sondern fühlt und schießt. Genau wie es sein sollte.
Diese Kamera ist nicht für jeden. Ich würde keinem blutigen Anfänger zu ihr raten, denn er wäre hoffnungslos von den kreativen Möglichkeiten, den Optionen, und dem Fehlen von einem Zoom-Objektiv überfordert. In den Händen eines Kenners, jedoch, stellt diese Kamera so manche Spiegelreflex in den Schatten. Für alte Meister und die die es werden wollen, ist die DP2 sehr empfehlenswert.
Ich besitze die DP2 seit Januar dieses Jahres als Zweitkamera neben meiner Nikon D 300. Erstmals eingesetzt habe ich sie beim Langlauf. Die Kamera ist vergleichsweise leicht, der Akku bei niedrigen Temperaturen aber schnell leer. Wer den Akku schonen will, kann sich optional den kleinen aber brillanten Sucher als Zubehör kaufen. (sehr gut aber nicht ganz billig) Die Bilder sind hervorragend, vor allem bei niedrigen ISO zahlen. (auf dem Niveau einer kleinen Spiegelreflexkamera) Der Autofokus war anfangs nicht sonderlich schnell. Dieses Problem konnte ich aber durch ein Softwareupdate verbessern. Die Verarbeitung der Kamera ist gut, könnte aber noch besser sein. (vor allem das Display, einige Tasten) Die Bedienung der Kamera ist recht einfach, im Dunkeln kann man die Entfernung mit einem kleinen Einstellrad manuell vornehmen. (klasse!) Die DP2 besitzt lediglich eine Festbrennweite von umgerechnet 40 mm und das mit Blende 2,8 recht Lichtstark, ohne Vignetierung und ohne nennenswerten Verzeichnungen. Mit der optischen Leistung bin ich sehr zufrieden. Die DP2 verfügt zudem über einen Blitzschuh, an dem ich meinen alten Mecablitz 30 im manuellen Betrieb gut einsetzen kann.
Zusammenfassen kann ich sagen, dass die DP2 eine Sonderstellung unter den digitalen Kameras einnimmt. Sie ist leicht, hat aber einen großen Sensor, der in Kombination mit der Festbrennweite zur guten Bildqualität beiträgt.
Nachtrag zu meiner ersten Rezession
Habe heute erstmals Bilder im RAW-Format mit der Software Sigma Photo Pro 4 bearbeitet und in der höchsten JPEG-Qualität bzw. TIF abgespeichert. Die Fotos sind um einiges besser als die reinen JPEG-Dateien und zeigen die hohe Qualität der Optik. Werde deshalb nur noch im RAW-Format fotografieren. Die Kamera ist ein Traum, ich bin von der Dynamik, Schärfe und Farbbrillanz der Bilder begeistert.
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