Aufgrund vieler von Verfall oder Aufgabe bedrohter Kirchen wird immer wieder nach zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten auch von Dorfkirchen gefragt. Christine Siegl zeigt anhand von vier Fallbeispielen nutzungserweiterter Dorfkirchen aus peripheren ländlichen Räumen in Brandenburg und Württemberg wesentliche Erkenntnisse zu entsprechenden Prozessen, sowie ihren Akteuren, Chancen und Grenzen auf. Mit der theologischen Leitkategorie der Gastfreiheit gelingt es, Nutzungserweiterungsprozesse nicht allein als Notbehelf im Umgang mit problematischem Gebäudebestand, sondern als besonders konnotiertes kirchliches Handeln zu verstehen. Dorfkirchen, die für kulturelle, pädagogische, touristische oder kommunale Anliegen mitgenutzt werden, stehen dabei für eine Haltung, die nicht zwischen verschiedenen Graden der Kirchenmitgliedschaft und -bindung wertet, sondern unabhängig davon Kontakt auch zu Gästen und Fremden sucht, ohne diese zu vereinnahmen. Nutzungserweiterungen stellen damit ein Beispiel für kirchliches Handeln dar, das mit den Bedingungen, unter denen sich Kirche in der Gegenwart wiederfindet, konstruktiv umzugehen vermag.
In Pretzschendorf im Osterzgebirge, einem typischen Waldhufendorf, wurde 1732–1734 eine neue Dorfkirche erbaut, da in der alten Kirche kaum ein Drittel der Gemeindeglieder Platz fand. Den Entwurf zum Neubau lieferte der aus Freiberg stammende Landbauschreiber Johann Christian Simon (1687–1760). Die Kirche unterscheidet sich deutlich von den Dorfkirchen der Umgebung, indem die streng symmetrische Gliederung des Baukörpers ins Auge fällt und der Gesamtkonzeption eines Quersaales mit den vollständig in einer Achse ausgerichteten liturgischen Orten entspricht.
In Pretzschendorf im Osterzgebirge, einem typischen Waldhufendorf, wurde 1732–1734 eine neue Dorfkirche erbaut, da in der alten Kirche kaum ein Drittel der Gemeindeglieder Platz fand. Den Entwurf zum Neubau lieferte der aus Freiberg stammende Landbauschreiber Johann Christian Simon (1687–1760). Die Kirche unterscheidet sich deutlich von den Dorfkirchen der Umgebung, indem die streng symmetrische Gliederung des Baukörpers ins Auge fällt und der Gesamtkonzeption eines Quersaales mit den vollständig in einer Achse ausgerichteten liturgischen Orten entspricht.
Aufgrund vieler von Verfall oder Aufgabe bedrohter Kirchen wird immer wieder nach zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten auch von Dorfkirchen gefragt. Christine Siegl zeigt anhand von vier Fallbeispielen nutzungserweiterter Dorfkirchen aus peripheren ländlichen Räumen in Brandenburg und Württemberg wesentliche Erkenntnisse zu entsprechenden Prozessen, sowie ihren Akteuren, Chancen und Grenzen auf. Mit der theologischen Leitkategorie der Gastfreiheit gelingt es, Nutzungserweiterungsprozesse nicht allein als Notbehelf im Umgang mit problematischem Gebäudebestand, sondern als besonders konnotiertes kirchliches Handeln zu verstehen. Dorfkirchen, die für kulturelle, pädagogische, touristische oder kommunale Anliegen mitgenutzt werden, stehen dabei für eine Haltung, die nicht zwischen verschiedenen Graden der Kirchenmitgliedschaft und -bindung wertet, sondern unabhängig davon Kontakt auch zu Gästen und Fremden sucht, ohne diese zu vereinnahmen. Nutzungserweiterungen stellen damit ein Beispiel für kirchliches Handeln dar, das mit den Bedingungen, unter denen sich Kirche in der Gegenwart wiederfindet, konstruktiv umzugehen vermag.
CALVENDO Puzzle Landkirche gegen Abend | 2000 Teile Lege-Größe 90x67cm Foto-Puzzle für glückliche Stunden
Nordwesteuropäische Landschaft einer alten Dorfkirche am Abend, mit Fluss, in einem Gemälde. Idyllische und verzauberte Atmosphäre einer typisch ländlichen Abendkulisse mit wunderschönen Bäumen und Natur.
CALVENDO Puzzle Landkirche gegen Abend | 1000 Teile Lege-Größe 64x48cm Foto-Puzzle für glückliche Stunden
Nordwesteuropäische Landschaft einer alten Dorfkirche am Abend, mit Fluss, in einem Gemälde. Idyllische und verzauberte Atmosphäre einer typisch ländlichen Abendkulisse mit wunderschönen Bäumen und Natur.
CALVENDO Puzzle CALVENDO Puzzle Landkirche gegen Abend, 1000 Teile Lege-Größe 64x48cm, 1000 Puzzleteile
Nordwesteuropäische Landschaft einer alten Dorfkirche am Abend, mit Fluss, in einem Gemälde. Idyllische und verzauberte Atmosphäre einer typisch ländlichen Abendkulisse mit wunderschönen Bäumen und Natur.
Die Dorfkirche in Fördergersdorf gehört zu den wenigen Dorfkirchen Sachsens, die innen wie außen noch wesentliche Teile ihrer mittelalterlichen Gestalt und Ausstattung bewahrt haben. Bemerkenswert sind die Ausmalungen aus der Zeit um 1400, die trotz ihrer nur teilweisen Freilegung einen intensiven Eindruck von der Wandmalerei des späten Mittelalters geben, sowie der spätgotische Schnitzaltar. Aus dem Gemeindebezirk wurde im 16. Jahrhundert die Kleinstadt Tharandt herausgelöst. Die Tharandter erhielten eine eigene Kirche an einem prominenten Standort. Ihre Ausstattung verweist auf die Geschichte Tharandts bis ins 20. Jahrhundert.
Schnell & Steiner Tharandt und Fördergersdorf A1073052017
Die Dorfkirche in Fördergersdorf gehört zu den wenigen Dorfkirchen Sachsens, die innen wie außen noch wesentliche Teile ihrer mittelalterlichen Gestalt und Ausstattung bewahrt haben. Bemerkenswert sind die Ausmalungen aus der Zeit um 1400, die trotz ihrer nur teilweisen Freilegung einen intensiven Eindruck von der Wandmalerei des späten Mittelalters geben, sowie der spätgotische Schnitzaltar. Aus dem Gemeindebezirk wurde im 16. Jahrhundert die Kleinstadt Tharandt herausgelöst. Die Tharandter erhielten eine eigene Kirche an einem prominenten Standort. Ihre Ausstattung verweist auf die Geschichte Tharandts bis ins 20. Jahrhundert.
Die Geschichte der Hohner Kirche zeigt exemplarisch die Emanzipation einer vermeintlichen Dorfkirche von der Kaiserzeit bis hin zu einer eigenverantwortlichen Kirche in der Weimarer Republik, die sich nicht scheut soziale, kulturelle und religiöse Herausforderungen lösungsorientiert anzugehen.