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Mohr Siebeck Joseph Schumpeters Theorie gesellschaftlicher Entwicklung A1032464754
Joseph Schumpeter, österreichischer Ökonom und Politiker, stellte sich zeitlebens dem Problem, die wirtschaftliche Entwicklung des Kapitalismus zu erklären. In seinem Spätwerk ging er auch auf gesellschaftspolitische Implikationen ein. Namentlich durch das schon in der amerikanischen Emigration während des Zweiten Weltkrieges erschienene berühmte Werk Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie wirkte Schumpeter weit in die Politikwissenschaft und die Soziologie hinein, dort früh auch besonders auf die Finanzsoziologie. Daneben sind seine Beiträge zur Demokratie und zum Sozialismus nach wie vor interessant und aktuell. Was leisten seine Analysen zum besseren Verständnis und zur Gestaltung marktwirtschaftlicher Gesellschaften? Mit Beiträgen von:Thomas Apolte, Klaus Beckmann, Markus Beckmann, Harald Bluhm, Thomas Döring, Gerhard Engel, Oliver Falck, Stefan Hielscher, Martin Leschke, Andrea Maurer, Nils Otter, Ingo Pies, Walter Reese-Schäfer, Dirk Sauerland, Gary Schaal, Richard Sturn, Reinhard Zintl
Mohr Siebeck John Maynard Keynes' Gesellschaftstheorie A1034664140
John Maynard Keynes veröffentlicht Ende 1930 sein fünftes Buch A Treatise on Money und Anfang des Jahres 1936 die berühmte General Theory of Employment, Interest, and Money. Mit diesen Werken erschüttert er die gängige neoklassische Wirtschaftstheorie in ihren Fundamenten. Bis heute streiten die Ökonomen über die Keynessche Makroökonomik und die Rolle des Staates bei der Bekämpfung von Krisen. Die hier versammelten Beiträge diskutieren das Gesamtwerk dieses großen Denkers - auch vor dem Hintergrund aktueller Probleme: Was leisten seine Konzepte zum besseren Verständnis der Funktionsweise und zur besseren Gestaltung moderner Gesellschaften? Mit Beiträgen von: Thomas Apolte, Klaus Beckmann, Markus Beckmann, Harald Bluhm, Eduard Braun, Thomas Döring, Gerhard Engel, Mathias Erlei, Stefan Hielscher, Julia Koehn, Martin Leschke, Andrea Maurer, Nils Otter, Ingo Pies, Birger P. Priddat, Walter Reese-Schäfer, Dirk Sauerland, Philipp Sischka, Richard Sturn
Mohr Siebeck John Maynard Keynes' Gesellschaftstheorie
John Maynard Keynes veröffentlicht Ende 1930 sein fünftes Buch A Treatise on Money und Anfang des Jahres 1936 die berühmte General Theory of Employment, Interest, and Money. Mit diesen Werken erschüttert er die gängige neoklassische Wirtschaftstheorie in ihren Fundamenten. Bis heute streiten die Ökonomen über die Keynessche Makroökonomik und die Rolle des Staates bei der Bekämpfung von Krisen. Die hier versammelten Beiträge diskutieren das Gesamtwerk dieses großen Denkers - auch vor dem Hintergrund aktueller Probleme: Was leisten seine Konzepte zum besseren Verständnis der Funktionsweise und zur besseren Gestaltung moderner Gesellschaften? Mit Beiträgen von: Thomas Apolte, Klaus Beckmann, Markus Beckmann, Harald Bluhm, Eduard Braun, Thomas Döring, Gerhard Engel, Mathias Erlei, Stefan Hielscher, Julia Koehn, Martin Leschke, Andrea Maurer, Nils Otter, Ingo Pies, Birger P. Priddat, Walter Reese-Schäfer, Dirk Sauerland, Philipp Sischka, Richard Sturn
Georg Jensen - Edles Wohndesign aus Dänemark Edler Schmuck, hochwertige Uhren, außergewöhnliche Wohn- und Haushaltsartikel: Das 1904 in Kopenhagen gegründete Unternehmen des Silberschmieds Georg Jensen präsentiert elegante, handgearbeitete Produkte namhafter Designer - von ästhetisch geschwungenen Karaffen bis hin zu stilvollen Wanduhren. Klare und formschöne Linien, glänzende Oberflächen sowie eine verspielte Sinnlichkeit stehen für eine lebendige Kombination aus Jugendstil und modernen Trends. Mit weltweit über 100 Showrooms ist Georg Jensen eine der führenden Designmarken Skandinaviens. Unter Leitung von Jørgen Jensen, dem Sohn des Firmengründers, ist sie offizieller Lieferant des dänischen Königshauses. Cobra Collection by Constantin Wortmann Constantin Wortmann hat Design in München studiert, gefolgt von einem Praktikum und mehreren Freelance-Designprojekten für Ingo Maurer. 1998 hat er zusammen mit Benjamin Hopf das Designstudio Bu?ro fu?r Form gegründet. Zahlreiche internationale Auszeichnungen und Ausstellungen bestätigen den Erfolg des Studios, das sich vorrangig mit Innenraumgestaltung, Industriedesign, Möbeldesign und Lichtgestaltung beschäftigt. Die Cobra Collection wirkt sehr klassisch und gleichzeitig aufgrund des beeindruckend schwingenden Körpers sehr originell. Jedes Stück streckt sich empor und scheint die Erdanziehungskraft zu überwinden. Ein Designobjekt der Cobra Collection hat mit seiner Namensvetterin viel gemeinsam: Es ist imposant, voluminös und eindrucksvoll. Die Form wurde auch durch die Vorstellung von schmelzendem Wachs angeregt: Die Krümmung ist so organisch, dass es scheint, als würde ein Objekt schmelzen. Cobra Kerzenhalter Groß 2er Set von Georg Jensen Großartige Kurven setzen Cobra in Bewegung. Dieser silberne Kerzenhalter ist klassisch, edel und originell zugleich: Die dynamische Spiralform und die glänzende Edelstahloberfläche geben der Gestalt etwas sehr Sinnliches,
Georg Jensen - Edles Wohndesign aus Dänemark Edler Schmuck, hochwertige Uhren, außergewöhnliche Wohn- und Haushaltsartikel: Das 1904 in Kopenhagen gegründete Unternehmen des Silberschmieds Georg Jensen präsentiert elegante, handgearbeitete Produkte namhafter Designer - von ästhetisch geschwungenen Karaffen bis hin zu stilvollen Wanduhren. Klare und formschöne Linien, glänzende Oberflächen sowie eine verspielte Sinnlichkeit stehen für eine lebendige Kombination aus Jugendstil und modernen Trends. Mit weltweit über 100 Showrooms ist Georg Jensen eine der führenden Designmarken Skandinaviens. Unter Leitung von Jørgen Jensen, dem Sohn des Firmengründers, ist sie offizieller Lieferant des dänischen Königshauses. Cobra Collection by Constantin Wortmann Constantin Wortmann hat Design in München studiert, gefolgt von einem Praktikum und mehreren Freelance-Designprojekten für Ingo Maurer. Seine Cobra Collection wirkt sehr klassisch und aufgrund des beeindruckend schwingenden Körpers sehr originell. Jedes Stück streckt sich empor und scheint die Erdanziehungskraft zu überwinden. Ein Designobjekt der Cobra Collection hat mit seiner Namensvetterin viel gemeinsam: Es ist imposant, voluminös und eindrucksvoll. Die Form wurde auch durch die Vorstellung von schmelzendem Wachs angeregt: Die Krümmung ist so organisch, dass es scheint, als würde ein Objekt schmelzen. Cobra Obstschale von Georg Jensen Die auffälligen organischen Form der Cobra Obstschale verleiht jeder Tischdekoration einen dynamischen Touch. Der Eindruck von Bewegung und die Verbindung von Design und Funktion sind nach wie vor präsent. Der elegante, silberne Schimmer macht dieses Stücke zu einer augenfälligen Ergänzung für jede Tischdekoration. Mit einem Durchmesser von 24 cm ist die Schale perfekt dazu geeignet, Obst oder Brot zu servieren. Sie besteht aus hochglanzpoliertem Edelstahl und kann in der Spülmaschine gereinigt werden.
Georg Jensen Salz- / Pfefferstreuer Cobra, 2er Set
Georg Jensen - Edles Wohndesign aus Dänemark Edler Schmuck, hochwertige Uhren, außergewöhnliche Wohn- und Haushaltsartikel: Das 1904 in Kopenhagen gegründete Unternehmen des Silberschmieds Georg Jensen präsentiert elegante, handgearbeitete Produkte namhafter Designer - von ästhetisch geschwungenen Karaffen bis hin zu stilvollen Wanduhren. Klare und formschöne Linien, glänzende Oberflächen sowie eine verspielte Sinnlichkeit stehen für eine lebendige Kombination aus Jugendstil und modernen Trends. Mit weltweit über 100 Showrooms ist Georg Jensen eine der führenden Designmarken Skandinaviens. Unter Leitung von Jørgen Jensen, dem Sohn des Firmengründers, ist sie offizieller Lieferant des dänischen Königshauses. Cobra Collection by Constantin Wortmann Constantin Wortmann hat Design in München studiert, gefolgt von einem Praktikum und mehreren Freelance-Designprojekten für Ingo Maurer. Seine Cobra Collection wirkt sehr klassisch und aufgrund des beeindruckend schwingenden Körpers sehr originell. Jedes Stück streckt sich empor und scheint die Erdanziehungskraft zu überwinden. Ein Designobjekt der Cobra Collection hat mit seiner Namensvetterin viel gemeinsam: Es ist imposant, voluminös und eindrucksvoll. Die Form wurde auch durch die Vorstellung von schmelzendem Wachs angeregt: Die Krümmung ist so organisch, dass es scheint, als würde ein Objekt schmelzen. Cobra Salz- und Pfefferstreuer 2er Set von Georg Jensen Die auffällige, organische Form der Cobra Salz- und Pfefferstreuer verleiht jeder Tischdekoration einen dynamischen Touch. Der Eindruck von Bewegung und die Verbindung von Design und Funktion sind nach wie vor präsent. Der elegante, silberne Schimmer macht diese Stücke zu einer augenfälligen Ergänzung für jede Tischdekoration. Salz- und Pfefferstreuer sind jeweils 10,3 cm hoch und haben einen Durchmesser von 4,5 cm.
DER KÜNSTLER MARKUS LÜPERTZ Von Chris Gerbing Seit rund 60 Jahren ist der in Karlsruhe, Berlin und in Italien lebende Künstler Markus Lüpertz als solcher erfolgreich tätig. Begann er seine Karriere als Maler, so erweiterte er sein Schaffen sukzessive um die Dreidimensionale. In Lüpertz‘ OEuvre ist das Arbeiten in Ton seit den 1980er Jahren, seitdem er Eduardo Chillida und über ihn in Grasse dem Keramiker Hans Spinner begegnete, eine Konstante. Lüpertz‘ künstlerisches Arbeiten unterscheidet sich insofern von den Zeitströmungen der ersten Nachkriegszeit, in der der Künstler seine Handschrift fand, als er zu einem Zeitpunkt, an dem die Gegenständlichkeit verpönt war, bereits gegenständlich arbeitete. Die Figuration setzte er dazu ein, neue Motive und Motivbereiche für die zeitgenössische Kunst zu erschließen und hielt damit die Diskussion über ihr Wesen und ihren Charakter lebendig. Zugleich diente ihm die Malerei als Prozess der Selbstfindung, bei dem figürliche Elemente zu abstrakten Zeichen wurden – ein Aspekt, den er dann auch auf die Plastik übertrug. Dadurch gelangen ihm Neuinterpretationen historischer Persönlichkeiten und mythologischer Figuren gleichermaßen, er schuf sich einen eigenen Kosmos, der sich an der Geschichte abarbeitet, diese als Hintergrundfolie verwendet, um eigene Interpretationen und Neuschöpfungen entstehen zu lassen. Es ist ein „collageartiger; frischer und unverfrorener Umgang mit historischen Versatzstücken“1; wenngleich er immer den Eindruck erweckt, als kämpfe er mit den historischen Vorlagen und künstlerischen Vorgängern. Sein plastisch-bildnerisches Arbeiten ist in diesem Zusammenhang als Ergebnis einer malerischen Auseinandersetzung mit einem Thema zu verstehen, das in den dreidimensionalen Raum entlassen wird, dort den Gesetzmäßigkeiten des Gegenständlichen folgt und dabei eine ganz eigene Ästhetik entwickelt, bei der es Lüpertz vor allem darum geht, die archaischen Momente herauszukristallisieren, sie zu ironisieren und zu hinterfragen – und damit vor allem die menschlichen Darstellungen seit der Antike auf ihre Gegenwartstauglichkeit abzuprüfen. Entsprechend verschiebt Lüpertz, seinen eigenen Aussagen folgend, mit seinen Skulpturen die Grenzen der Malerei.2 Dies lässt sich insbesondere an seinem Einsatz von Farbe an seinen Plastiken nachvollziehen, denn gerade die Traditionslinien, die ihm die Materialität vorgibt, sind ihm ein Anliegen. So ist die Fassung von Bronze seit der Antike belegt. Die insgesamt 14 Großkeramiken, die Markus Lüpertz für die Karlsruher U-Bahn zwischen 2019 und 2022 anfertigte, sind in diesem Zusammenhang nicht nur Alterswerk und eine fulminante Kulmination seines bisherigen künstlerischen Schaffens. Sie sprengen die Dimensionen des Keramischen durch ihre schiere Größe und Gewicht: Jedes Wandbild besteht aus zehn Platten à 100 x 80 cm, insgesamt also 140 Keramikplatten mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen bei einer Dicke von sieben Zentimetern. Darauf kam noch ein bis zu 30 cm dicker Reliefaufbau. Das Material Ton ist für Karlsruhe mit seiner Majolika-Tradition absolut passend, auch wenn 13 der Wandbilder nicht in der ansässigen Majolika Manufaktur, sondern in Zell am Hamersbach gefertigt wurden. Damit setzen sich die Keramiken deutlich von der nüchtern-kühlen Architektur des Münchener Architekturbüros Allmann Sattler Wappner ab, das 2004 den Wettbewerb für den Ausbau der U-Bahnhöfe zusammen mit dem Lichtkünstler Ingo Maurer gewonnen hatte. Mit ihren Referenzen an die Antike, dem zitathaften Einsatz von mythologischen und historischen Themen können sie als Bildergeschichten im Überformat bezeichnet werden, bei denen Lüpertz en passant ein Thema aktualisiert, weil er es abtrennt vom historischen Bodensatz der dargestellten Figuren. So greift sich Lüpertz historische, mythologische und biblische Versatzstücke und konstruiert damit in der Karlsruher U-Bahn eine gänzlich eigene Schöpfung als Parallelschöpfung seines Künstleruniversums. Damit gelingt Markus Lüpertz, der 1941
Kühlen, B Markus Lüpertz - GENESIS Das Projekt A1068504227
DER KÜNSTLER MARKUS LÜPERTZ Von Chris Gerbing Seit rund 60 Jahren ist der in Karlsruhe, Berlin und in Italien lebende Künstler Markus Lüpertz als solcher erfolgreich tätig. Begann er seine Karriere als Maler, so erweiterte er sein Schaffen sukzessive um die Dreidimensionale. In Lüpertz‘ OEuvre ist das Arbeiten in Ton seit den 1980er Jahren, seitdem er Eduardo Chillida und über ihn in Grasse dem Keramiker Hans Spinner begegnete, eine Konstante. Lüpertz‘ künstlerisches Arbeiten unterscheidet sich insofern von den Zeitströmungen der ersten Nachkriegszeit, in der der Künstler seine Handschrift fand, als er zu einem Zeitpunkt, an dem die Gegenständlichkeit verpönt war, bereits gegenständlich arbeitete. Die Figuration setzte er dazu ein, neue Motive und Motivbereiche für die zeitgenössische Kunst zu erschließen und hielt damit die Diskussion über ihr Wesen und ihren Charakter lebendig. Zugleich diente ihm die Malerei als Prozess der Selbstfindung, bei dem figürliche Elemente zu abstrakten Zeichen wurden – ein Aspekt, den er dann auch auf die Plastik übertrug. Dadurch gelangen ihm Neuinterpretationen historischer Persönlichkeiten und mythologischer Figuren gleichermaßen, er schuf sich einen eigenen Kosmos, der sich an der Geschichte abarbeitet, diese als Hintergrundfolie verwendet, um eigene Interpretationen und Neuschöpfungen entstehen zu lassen. Es ist ein „collageartiger; frischer und unverfrorener Umgang mit historischen Versatzstücken“1; wenngleich er immer den Eindruck erweckt, als kämpfe er mit den historischen Vorlagen und künstlerischen Vorgängern. Sein plastisch-bildnerisches Arbeiten ist in diesem Zusammenhang als Ergebnis einer malerischen Auseinandersetzung mit einem Thema zu verstehen, das in den dreidimensionalen Raum entlassen wird, dort den Gesetzmäßigkeiten des Gegenständlichen folgt und dabei eine ganz eigene Ästhetik entwickelt, bei der es Lüpertz vor allem darum geht, die archaischen Momente herauszukristallisieren, sie zu ironisieren und zu hinterfragen – und damit vor allem die menschlichen Darstellungen seit der Antike auf ihre Gegenwartstauglichkeit abzuprüfen. Entsprechend verschiebt Lüpertz, seinen eigenen Aussagen folgend, mit seinen Skulpturen die Grenzen der Malerei.2 Dies lässt sich insbesondere an seinem Einsatz von Farbe an seinen Plastiken nachvollziehen, denn gerade die Traditionslinien, die ihm die Materialität vorgibt, sind ihm ein Anliegen. So ist die Fassung von Bronze seit der Antike belegt. Die insgesamt 14 Großkeramiken, die Markus Lüpertz für die Karlsruher U-Bahn zwischen 2019 und 2022 anfertigte, sind in diesem Zusammenhang nicht nur Alterswerk und eine fulminante Kulmination seines bisherigen künstlerischen Schaffens. Sie sprengen die Dimensionen des Keramischen durch ihre schiere Größe und Gewicht: Jedes Wandbild besteht aus zehn Platten à 100 x 80 cm, insgesamt also 140 Keramikplatten mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen bei einer Dicke von sieben Zentimetern. Darauf kam noch ein bis zu 30 cm dicker Reliefaufbau. Das Material Ton ist für Karlsruhe mit seiner Majolika-Tradition absolut passend, auch wenn 13 der Wandbilder nicht in der ansässigen Majolika Manufaktur, sondern in Zell am Hamersbach gefertigt wurden. Damit setzen sich die Keramiken deutlich von der nüchtern-kühlen Architektur des Münchener Architekturbüros Allmann Sattler Wappner ab, das 2004 den Wettbewerb für den Ausbau der U-Bahnhöfe zusammen mit dem Lichtkünstler Ingo Maurer gewonnen hatte. Mit ihren Referenzen an die Antike, dem zitathaften Einsatz von mythologischen und historischen Themen können sie als Bildergeschichten im Überformat bezeichnet werden, bei denen Lüpertz en passant ein Thema aktualisiert, weil er es abtrennt vom historischen Bodensatz der dargestellten Figuren. So greift sich Lüpertz historische, mythologische und biblische Versatzstücke und konstruiert damit in der Karlsruher U-Bahn eine gänzlich eigene Schöpfung als Parallelschöpfung seines Künstleruniversums. Damit gelingt Markus Lüpertz, der 1941
Band I Das Projekt DER KÜNSTLER MARKUS LÜPERTZ Von Chris Gerbing Seit rund 60 Jahren ist der in Karlsruhe, Berlin und in Italien lebende Künstler Markus Lüpertz als solcher erfolgreich tätig. Begann er seine Karriere als Maler, so erweiterte er sein Schaffen sukzessive um die Dreidimensionale. In Lüpertz‘ OEuvre ist das Arbeiten in Ton seit den 1980er Jahren, seitdem er Eduardo Chillida und über ihn in Grasse dem Keramiker Hans Spinner begegnete, eine Konstante. Lüpertz‘ künstlerisches Arbeiten unterscheidet sich insofern von den Zeitströmungen der ersten Nachkriegszeit, in der der Künstler seine Handschrift fand, als er zu einem Zeitpunkt, an dem die Gegenständlichkeit verpönt war, bereits gegenständlich arbeitete. Die Figuration setzte er dazu ein, neue Motive und Motivbereiche für die zeitgenössische Kunst zu erschließen und hielt damit die Diskussion über ihr Wesen und ihren Charakter lebendig. Zugleich diente ihm die Malerei als Prozess der Selbstfindung, bei dem figürliche Elemente zu abstrakten Zeichen wurden – ein Aspekt, den er dann auch auf die Plastik übertrug. Dadurch gelangen ihm Neuinterpretationen historischer Persönlichkeiten und mythologischer Figuren gleichermaßen, er schuf sich einen eigenen Kosmos, der sich an der Geschichte abarbeitet, diese als Hintergrundfolie verwendet, um eigene Interpretationen und Neuschöpfungen entstehen zu lassen. Es ist ein „collageartiger; frischer und unverfrorener Umgang mit historischen Versatzstücken“1; wenngleich er immer den Eindruck erweckt, als kämpfe er mit den historischen Vorlagen und künstlerischen Vorgängern. Sein plastisch-bildnerisches Arbeiten ist in diesem Zusammenhang als Ergebnis einer malerischen Auseinandersetzung mit einem Thema zu verstehen, das in den dreidimensionalen Raum entlassen wird, dort den Gesetzmäßigkeiten des Gegenständlichen folgt und dabei eine ganz eigene Ästhetik entwickelt, bei der es Lüpertz vor allem darum geht, die archaischen Momente herauszukristallisieren, sie zu ironisieren und zu hinterfragen – und damit vor allem die menschlichen Darstellungen seit der Antike auf ihre Gegenwartstauglichkeit abzuprüfen. Entsprechend verschiebt Lüpertz, seinen eigenen Aussagen folgend, mit seinen Skulpturen die Grenzen der Malerei.2 Dies lässt sich insbesondere an seinem Einsatz von Farbe an seinen Plastiken nachvollziehen, denn gerade die Traditionslinien, die ihm die Materialität vorgibt, sind ihm ein Anliegen. So ist die Fassung von Bronze seit der Antike belegt. Die insgesamt 14 Großkeramiken, die Markus Lüpertz für die Karlsruher U-Bahn zwischen 2019 und 2022 anfertigte, sind in diesem Zusammenhang nicht nur Alterswerk und eine fulminante Kulmination seines bisherigen künstlerischen Schaffens. Sie sprengen die Dimensionen des Keramischen durch ihre schiere Größe und Gewicht: Jedes Wandbild besteht aus zehn Platten à 100 x 80 cm, insgesamt also 140 Keramikplatten mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen bei einer Dicke von sieben Zentimetern. Darauf kam noch ein bis zu 30 cm dicker Reliefaufbau. Das Material Ton ist für Karlsruhe mit seiner Majolika-Tradition absolut passend, auch wenn 13 der Wandbilder nicht in der ansässigen Majolika Manufaktur, sondern in Zell am Hamersbach gefertigt wurden. Damit setzen sich die Keramiken deutlich von der nüchtern-kühlen Architektur des Münchener Architekturbüros Allmann Sattler Wappner ab, das 2004 den Wettbewerb für den Ausbau der U-Bahnhöfe zusammen mit dem Lichtkünstler Ingo Maurer gewonnen hatte. Mit ihren Referenzen an die Antike, dem zitathaften Einsatz von mythologischen und historischen Themen können sie als Bildergeschichten im Überformat bezeichnet werden, bei denen Lüpertz en passant ein Thema aktualisiert, weil er es abtrennt vom historischen Bodensatz der dargestellten Figuren. So greift sich Lüpertz historische, mythologische und biblische Versatzstücke und konstruiert damit in der Karlsruher U-Bahn eine gänzlich eigene Schöpfung als Parallelschöpfung seines Künstleruniversums. Damit gelingt Marku
Band I Das Projekt DER KÜNSTLER MARKUS LÜPERTZ Von Chris Gerbing Seit rund 60 Jahren ist der in Karlsruhe, Berlin und in Italien lebende Künstler Markus Lüpertz als solcher erfolgreich tätig. Begann er seine Karriere als Maler, so erweiterte er sein Schaffen sukzessive um die Dreidimensionale. In Lüpertz‘ OEuvre ist das Arbeiten in Ton seit den 1980er Jahren, seitdem er Eduardo Chillida und über ihn in Grasse dem Keramiker Hans Spinner begegnete, eine Konstante. Lüpertz‘ künstlerisches Arbeiten unterscheidet sich insofern von den Zeitströmungen der ersten Nachkriegszeit, in der der Künstler seine Handschrift fand, als er zu einem Zeitpunkt, an dem die Gegenständlichkeit verpönt war, bereits gegenständlich arbeitete. Die Figuration setzte er dazu ein, neue Motive und Motivbereiche für die zeitgenössische Kunst zu erschließen und hielt damit die Diskussion über ihr Wesen und ihren Charakter lebendig. Zugleich diente ihm die Malerei als Prozess der Selbstfindung, bei dem figürliche Elemente zu abstrakten Zeichen wurden – ein Aspekt, den er dann auch auf die Plastik übertrug. Dadurch gelangen ihm Neuinterpretationen historischer Persönlichkeiten und mythologischer Figuren gleichermaßen, er schuf sich einen eigenen Kosmos, der sich an der Geschichte abarbeitet, diese als Hintergrundfolie verwendet, um eigene Interpretationen und Neuschöpfungen entstehen zu lassen. Es ist ein „collageartiger; frischer und unverfrorener Umgang mit historischen Versatzstücken“1; wenngleich er immer den Eindruck erweckt, als kämpfe er mit den historischen Vorlagen und künstlerischen Vorgängern. Sein plastisch-bildnerisches Arbeiten ist in diesem Zusammenhang als Ergebnis einer malerischen Auseinandersetzung mit einem Thema zu verstehen, das in den dreidimensionalen Raum entlassen wird, dort den Gesetzmäßigkeiten des Gegenständlichen folgt und dabei eine ganz eigene Ästhetik entwickelt, bei der es Lüpertz vor allem darum geht, die archaischen Momente herauszukristallisieren, sie zu ironisieren und zu hinterfragen – und damit vor allem die menschlichen Darstellungen seit der Antike auf ihre Gegenwartstauglichkeit abzuprüfen. Entsprechend verschiebt Lüpertz, seinen eigenen Aussagen folgend, mit seinen Skulpturen die Grenzen der Malerei.2 Dies lässt sich insbesondere an seinem Einsatz von Farbe an seinen Plastiken nachvollziehen, denn gerade die Traditionslinien, die ihm die Materialität vorgibt, sind ihm ein Anliegen. So ist die Fassung von Bronze seit der Antike belegt. Die insgesamt 14 Großkeramiken, die Markus Lüpertz für die Karlsruher U-Bahn zwischen 2019 und 2022 anfertigte, sind in diesem Zusammenhang nicht nur Alterswerk und eine fulminante Kulmination seines bisherigen künstlerischen Schaffens. Sie sprengen die Dimensionen des Keramischen durch ihre schiere Größe und Gewicht: Jedes Wandbild besteht aus zehn Platten à 100 x 80 cm, insgesamt also 140 Keramikplatten mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen bei einer Dicke von sieben Zentimetern. Darauf kam noch ein bis zu 30 cm dicker Reliefaufbau. Das Material Ton ist für Karlsruhe mit seiner Majolika-Tradition absolut passend, auch wenn 13 der Wandbilder nicht in der ansässigen Majolika Manufaktur, sondern in Zell am Hamersbach gefertigt wurden. Damit setzen sich die Keramiken deutlich von der nüchtern-kühlen Architektur des Münchener Architekturbüros Allmann Sattler Wappner ab, das 2004 den Wettbewerb für den Ausbau der U-Bahnhöfe zusammen mit dem Lichtkünstler Ingo Maurer gewonnen hatte. Mit ihren Referenzen an die Antike, dem zitathaften Einsatz von mythologischen und historischen Themen können sie als Bildergeschichten im Überformat bezeichnet werden, bei denen Lüpertz en passant ein Thema aktualisiert, weil er es abtrennt vom historischen Bodensatz der dargestellten Figuren. So greift sich Lüpertz historische, mythologische und biblische Versatzstücke und konstruiert damit in der Karlsruher U-Bahn eine gänzlich eigene Schöpfung als Parallelschöpfung seines Künstleruniversums. Damit gelingt Marku