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Kampa Verlag Angels Flight A1063605450
Mitten in der Nacht an den Schauplatz eines Verbrechens gerufen zu werden, das ist Harry Bosch gewohnt. Doch als der Detective erfährt, wer das Opfer ist, weiß er: Das hier ist kein Routineeinsatz. Howard Elias liegt erschossen in der berühmten Standseilbahn von L. A.: Angels Flight. Der schwarze Staranwalt und Bürgerrechtler führte seit Jahren einen Kreuzzug gegen das LAPD, überhäufte Beamte mit Klagen wegen Amtsmissbrauchs, Polizeigewalt und Rassismus. Harry Bosch ahnt, dass er den Mörder in den eigenen Reihen suchen muss. Die Führung des LAPD würde die ganze Sache am liebsten unter den Teppich kehren, aber der Druck der schwarzen Community von L. A. wird immer größer, die Presse wittert einen Skandal. Harry Bosch, der bei seinen Ermittlungen unter ständiger Beobachtung steht, muss schnell sein - vor allem aber darf er keinen Fehler machen.
OKTOPUS bei Kampa Das Schloss der Erinnerungen A1063602229
Ein Schlösschen im Südwesten Frankreichs, mit Blick auf die Pyrenäen. Lange war es im Besitz angesehener Familien, doch als Jean Durand, der letzte Schlossherr, stirbt, verfällt das Anwesen zusehends. Jeans Witwe, Madame Germaine, ist gezwungen zu verkaufen, an ein Münchner Ehepaar, das das Schloss saniert und zu einer Tagungsstätte mit Chambres d'hôtes ausbaut. Germaine, die die neunzig längst überschritten hat, erhält lebenslanges Wohnrecht, umsorgt von den neuen Besitzern und dem Personal, das die alten Gemäuer im Sommer mit Leben erfüllt, an dem Germaine aber nicht teilnimmt. Seit Jahren schon verlässt sie ihr Zimmer nicht mehr. Morgens hört sie Radio Vatican, abends schaut sie sich Western mit John Wayne an. Die übrige Zeit verbringt sie damit, auf den Tod zu warten, ihren verschwommenen Erinnerungen nachzuspüren und sich die Frage zu stellen, welchen Sinn ihr Leben besaß - und noch besitzt. Bis zwei junge Frauen und ein im Schloss Station machender Schriftsteller sie aus der Reserve locken. Wird der Tod noch eine Weile warten müssen?
Massimo Capaul hat seiner Ziehtochter Lisa versprochen, mit ihr Ski zu fahren. Und was man einer Sechsjährigen verspricht, muss man halten! An der Talstation der Furtschellas-Bahn in Sils Maria herrscht gähnende Leere: Das Wetter ist umgeschlagen. Auf der Piste sehen Capaul und Lisa kaum mehr die eigenen Skispitzen. Doch ehe Capaul einen Rückzieher machen kann, ist Lisa schon hinter der ersten Bergkuppe verschwunden, und ihm bleibt nichts anderes übrig, als ihr mit zittrigen Knien hinterherzurutschen. Es kommt, wie es kommen muss: Die Sicht wird immer schlechter, Capaul und Lisa verirren sich. Zum Glück entdecken sie nur wenig später eine abgelegene Hütte, in der sie auf besseres Wetter warten. Es gibt Wolldecken der Schweizer Armee, einen Vorrat an Kerzen und Holz. So weit, so idyllisch. Bis Lisa anfängt, neben der Hütte eine Höhle zu graben - und eine Hand findet. Capaul will sich gar nicht ausmalen, was der Schnee noch alles verborgen hält! Schließlich hat er während seiner kurzen Karriere als Polizist im Oberengadin nicht nur einmal sein außergewöhnliches Talent unter Beweis gestellt, in ungelöste Mordfälle zu geraten …
Bauer Jones vernachlässigt seine Tiere, sperrt sie ein und misshandelt sie. Als der Säufer eines Abends wieder einmal das Füttern vergisst, ruft die Tierschar, angestachelt von den Freiheitsträumen des alten Ebers Old Major, die Rebellion aus. Unter Anleitung der Schweine Napoleon und Schneeball – angelehnt an Josef Stalin und Leo Trotzki – jagen sie gemeinsam den Farmer vom Hof. Sie stellen Gesetze auf, die alle Tiere gleichstellen und ein friedliches Zusammenleben garantieren sollen. Paradiesische Zustände auf dem Bauernhof! Bis die zwei Schweine die Regeln zu ihren Gunsten verbiegen, die Macht an sich reißen und aus den einst Unterdrückten neue Gewaltherrscher werden. Denn: »Alle Tiere sind gleich, aber einige sind gleicher als andere.«
Seit er zwei Jahre zuvor vom LAPD zwangspensioniert wurde, arbeitet Harry Bosch als Freiwilliger für das unterfinanzierte San Fernando Police Department im Los Angeles County. In einer zum Büro umfunktionierten Zelle voller Aktenberge löst er ungeklärte Fälle. Als in einer Apotheke zwei Mitarbeiter, Vater und Sohn, erschossen werden, wird Bosch an den Tatort gerufen. Alles deutet auf einen Rachemord hin. Bosch und seine Kollegin Bella Lourdes nehmen die Ermittlungen auf - und stoßen auf eine Pill Mill, eine Klinik, die illegale Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente verkauft. Zur selben Zeit wird beim LAPD ein alter Fall neu aufgerollt. Der verurteilte Mörder Preston Borders, der seit dreißig Jahren in der Todeszelle sitzt, erhebt schwere Vorwürfe: Bosch soll bei seinen Ermittlungen Beweise gegen ihn gefälscht haben. Für Bosch beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Ihm bleiben neun Tage bis zur Anhörung, und er muss neue Beweise finden - um seinen Ruf zu schützen und einen Mörder hinter Gittern zu halten.
Seine Fälle löst er von der Rückbank seines Wagens, was ihm den Spitznamen »Lincoln Lawyer« eingebracht hat. Wer ihn chauffiert? Mandanten, die sich die Anwaltskosten nicht leisten können. Jetzt steht Michael Haller vor dem spektakulärsten Fall seiner Karriere: Nach dem kaltblütigen Mord an seinem Kollegen Jerry Vincent wird Haller dessen hochkarätiger Klientenstamm übertragen. Der Verdacht liegt nahe, dass der Mörder unter Vincents Mandanten zu finden ist. Ist auch Haller in Gefahr? Der hat keine Zeit, sich Sorgen zu machen. Vincents letzter Fall fordert seine Aufmerksamkeit: Der Hollywood-Mogul Walter Elliot ist des Mordes an seiner Ehefrau und deren Geliebten angeklagt. Je näher Haller der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr. Und dann verschwindet er …
Nach einer Suspendierung wegen diverser Fehlentscheidungen ist Armand Gamache zurück bei der Sûreté du Québec, allerdings nicht als Chief Superintendent, sondern nur als Chief Inspector der Mordkommission - womit er und Schwiegersohn Jean-Guy Beauvoir jetzt gleichgestellt sind. Die Luft ist zum Zerreißen gespannt an Gamaches erstem Arbeitstag, in den sozialen Medien fällt man über ihn her, und sein neuer Fall hat es in sich: Eine junge schwangere Frau ist verschwunden, womöglich gar ermordet worden. Verdächtigt wird ihr Ehemann, der ihr gegenüber schon mehrmals handgreiflich geworden ist. Als wäre das nicht genug, spielt die Natur in diesem April verrückt: Der Sankt-Lorenz-Strom droht über die Ufer zu treten, und auch der Pegel des Flüsschens Bella Bella in Three Pines steigt und steigt. Schließlich wird der Notstand ausgerufen. Und dann wird am Bella Bella die Leiche einer Frau gefunden …
Armand Gamache, Leiter der Mordkommission der Sûreté du Québec, reist mit seiner Frau Reine-Marie nach Paris, um ihre hochschwangere Tochter zu besuchen. Die Gamaches genießen ihren Urlaub - bis Armands Patenonkel Stephen Horowitz nach einem gemeinsamen Abendessen angefahren und schwer verletzt wird. Alle anderen haben gerade den Lichterglanz des Eiffelturms bewundert, nur Gamache hat gesehen: Das war kein Unfall. Hilfesuchend wendet er sich an Claude Dussault, den Polizeipräfekten von Paris. Kurz darauf machen Gamache und Reine-Marie eine grausame Entdeckung in Stephens Wohnung. Welche Geheimnisse hütet der alte Herr? Und welchen Gefahren ist er tatsächlich ausgesetzt? Gamache kommen immer mehr Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit der Pariser Polizei, und er beschließt, mit der Hilfe von Beauvoir auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell geraten sie in ein Netz aus Lügen. Um die Wahrheit herauszufinden, muss Gamache entscheiden, wem er trauen kann: seinen Freunden, seinen Kollegen, seinem Instinkt oder seiner eigenen Vergangenheit?
Der Alltag kehrt zurück nach Three Pines. Das idyllische Dorf in den kanadischen Wäldern hat die Pandemie weitgehend unbeschadet überstanden. Olivier und Gabri dürfen das Bistro wieder öffnen, und Myrna schließt die Tür zum Buchladen auf. Spuren haben die vergangenen Monate trotzdem hinterlassen: Einer Professorin aus British Columbia ist es gelungen, mit ihren Theorien die Öffentlichkeit zu spalten. Chief Inspector Armand Gamache von der Sûreté du Québec beobachtet die aufgeheizte Stimmung mit Sorge. Als Professor Abigail Robinson einen Vortrag an der nahe gelegenen Université de l'Estrie halten will, soll ausgerechnet er für die Sicherheit vor Ort sorgen. Am liebsten würde er die Veranstaltung absagen lassen, doch entgegen seinen Bedenken findet sie statt. Mit fatalen Folgen. Unterdessen weilt hoher Besuch in Three Pines: die sudanesische Anwärterin auf den Friedensnobelpreis, Haniya Daoud. Doch so haben sich die Dorfbewohner eine Freiheitskämpferin nicht vorgestellt: Die »Heldin des Sudans« benimmt sich unwirsch und bissiger noch als Three Pines’ schrullige Dichterin Ruth Zardo. Dann wird im Wald hinter der Auberge mitten in der Nacht Professor Robinsons Assistentin erschlagen - und etliche der Dorfbewohner könnten es gewesen sein.
In einem Haus mitten in Lemberg leben vier Frauen, die einander ebenso lieben, wie sie sich hassen. Sie einen ihren Freiheitsdrang, ihre Aufsässigkeit - und ihre unglücklichen Lieben. Bis zu dem Tag, der alles verändert: Marianna wird auf offener Straße erschossen. Vom Fenster aus beobachtet ihre Tochter, wie sich der Trauerzug zu einer Demonstration auswächst. Marianna war nicht nur eine gefeierte Sängerin, sondern auch Aktivistin im Kampf für eine unabhängige Ukraine. Unter demselben Fenster steht Jahre später ein Mann, der Mariannas Tochter ihre Heimatstadt näherbringt - und die viel zu früh verstorbene Mutter. Vor dem Hintergrund der bewegten Geschichte Lembergs erzählt Zanna Sloniowska von Müttern und Töchtern, von privaten und gesellschaftlichen Revolten, dem unbedingten Glauben an Freiheit, Emanzipation und an die Liebe.
Was macht die Liebe mit uns? Und was machen wir mit uns selbst, im Namen der Liebe – oder aus Mangel daran? Deborah Levys Protagonistinnen und Protagonisten bewegen sich zwischen London, Wien und Rom, Barcelona und Prag. Weltenbummler, die, fragt man sie nach ihrer Herkunft, ins Grübeln kommen. Ihre Geheimnisse hüten sie gut: Die stehen irgendwo zwischen den Zeilen. Ein durch eine Deformation der Wirbelsäule entstellter Werbetexter begibt sich auf die Suche nach Schönheit; eine Frau verliert am Flughafen ihr Gepäck, was aber nicht der einzige Verlust bleiben wird; ein Mann droht an seiner eigenen Empathie zu zerbrechen. Zehn mit messerscharfem Humor präzise erzählte Geschichten über Einsamkeit und Zugehörigkeit, über Gewalt und Zärtlichkeit, über das Groteske und die Schönheit, über Liebe und Verrat, über Identität und Heimat.
OKTOPUS bei Kampa Die Farben von Paris A1079004416
Rodney Rosenfeld ist Kunsthistoriker an einer nordamerikanischen Universität und hat sich dem französischen Impressionismus verschrieben. Vor allem fasziniert ihn Berthe Morisot, die vielleicht bedeutendste Malerin des 19. Jahrhunderts. Ein Stipendium bringt Rosenfeld nach Paris, wo er sich eigentlich mit Morisots Aquarellen beschäftigen soll, doch mehr und mehr in den Bann ihrer Biographie gerät. Wer war diese Frau, die entgegen der Skepsis ihrer Eltern an ihrer Berufung als Künstlerin festhielt? Die sich lange scheute, eine Ehe einzugehen, sich in ihren Kollegen Édouard Manet verliebte und schließlich dessen Bruder heiratete? Rainer Moritz erzählt einfühlsam von Berthe Morisots ungewöhnlichem Leben. Er lässt sie selbst zu Wort kommen, als sie 1895 mit Mitte fünfzig den nahenden Tod spürt, sich noch einmal an die entscheidenden Zäsuren ihres Lebens erinnert und sich letztlich entschließt, ihr großes Geheimnis endlich zu enthüllen.
René Maugras, vierundfünfzig, Herausgeber einer Pariser Zeitung, wacht nach einem Schlaganfall im Krankenhaus Bicêtre auf. Er, dessen Kapital die Worte waren, ist des Sprechens nicht mehr mächtig; halbseitig gelähmt, ist er gefangen in einer anderen Welt. Doch seine Fähigkeit zu denken ist unbeeinträchtigt. Langsam kämpft er sich ins Leben zurück, während seine Umgebung ihn weiter für besinnungslos hält. Maugras belauscht die Gespräche an seinem Bett, lässt sein Leben Revue passieren, seine Errungenschaften und Lebenslügen, die Erfolge und Misserfolge - als Verleger, als Ehemann, als Mensch. Die Glocken von Bicêtre sticht unter den vielen Meisterwerken Simenons hervor, durch den Verzicht auf jegliche Spannungselemente und durch die Tatsache, dass Simenon nicht wie üblich elf Tage für die Niederschrift brauchte, sondern ganze zweiundzwanzig.
Anlässlich ihres 35. Hochzeitstages wollte Chief Inspector Armand Gamache von der Sûreté du Québec mit seiner Frau Reine-Marie ein paar ruhige Tage in dem fast schon überirdisch schönen Manoir Bellechasse verbringen, einem Hotel am See inmitten der kanadischen Wildnis. Doch dann reisen die zerstrittenen Finneys an, um zu Ehren des kürzlich verstorbenen Familienpatriarchen eine Statue zu errichten, die allerdings nach der Zeremonie umkippt und eine der Töchter unter sich begräbt. Der Drahtzieher hinter dem Anschlag muss im abgelegenen Manoir Bellechasse wohnen. Gamache blickt hinter die Kulissen des Hotels und beginnt Fragen zu stellen. Nicht alle Angestellten haben eine weiße Weste, und auch den Mitgliedern der Familie Finney mangelt es nicht an Motiven: Das tote Familienoberhaupt hatte einige dunkle Geheimnisse, und zwischen den Hinterbliebenen herrschen Eifersucht und Neid.
Burda, ein schmucker Leutnant der k.-u.-k. Armee, tadellos in seinen Manieren, ehrenhaft in seinem Charakter, hat nur eine Schwäche: Er ist eitel und himmelt Frauen an, die unerreichbar für ihn sind. Als er der blutjungen Prinzessin Fanny verfällt, findet er immer wieder neue Indizien dafür, dass die Prinzessin seine Gefühle erwidert. Ein Wahn, der sein Ansehen, seine Karriere, schließlich sein Leben selbst gefährdet. Am Ende bleibt nur ein vertrockneter Veilchenstrauß im Kehricht.Mit Leutnant Burda ist eine der ergreifendsten Novellen der österreichischen Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts neu zu entdecken. Schon zeigen sich Risse im Gefüge des Habsburger Reichs, das in einem letzten halb verzweifelten, halb lächerlichen Aufbäumen von seinem Untergang kündet, dem sich wenig später auch Autoren wie Arthur Schnitzler und Joseph Roth widmen sollten.
Um vier Uhr morgens erscheint die Stripteasetänzerin Arlette vom Nachtclub Picratt's volltrunken auf dem Kommissariat in Montmartre. Sie hat im Club ein Gespräch belauscht: Eine Gräfin soll ermordet werden, mehr weiß sie nicht. Um neun Uhr zieht Arlette am Quai des Orfèvres ihre Aussage zurück. Um elf Uhr wird sie erdrosselt aufgefunden. Wenig später ist auch die morphiumsüchtige Gräfin Farnheim tot. Um den Mörder zu finden, muss Maigret die Schattenseiten von Paris ergründen. Maigrets 36. Fall spielt an der Place Pigalle und in Montmartre.
Jamaica Kincaids erster Garten war ein kleines Rechteck vor ihrem Haus in Vermont. Unter den erstaunten Blicken ihrer Nachbarn pflanzte sie dort alles, was ihr gefiel. In Mein Garten(Buch) geht sie ihrer Leidenschaft für das Gärtnern, ihren Vorlieben und den Quellen ihrer Inspiration auf den Grund, sinniert über Samenkataloge, legendäre Gärtnerinnen wie Gertrude Jekyll, berühmte Gärten wie den Monets in Giverny, englische Gartenkunst und die Farbe Gelb. Das Ergebnis ist ein sehr persönliches, mit leichter Hand geschriebenes, kluges Buch über den Garten, die darin wachsenden Pflanzen und diejenigen, die sich ihrer annehmen.
Colonel Ward, dreifach geschiedener englischer Milliardär, liegt tot in der Badewanne seiner Suite im Pariser Hôtel George V. Blutergüsse an seinen Schultern deuten auf einen Mord hin. Als Maigret den Fall übernimmt, findet er sich plötzlich in höchst illustren Kreisen wieder: Schauspieler und Schriftsteller geben sich im George V die Klinke in die Hand. Maigret fühlt sich mehr als unwohl. Und dann muss er auch noch der Geliebten des Colonels hinterherreisen, einer gewissen Comtesse Paverini, die nach ihrem Selbstmordversuch in der Mordnacht, fluchtartig aus Paris verschwunden ist.
Kampa Verlag Maigret und die Bohnenstange A1058314291
Die ehemalige Prostituierte Ernestine Jussiaume, wegen ihrer langen, dürren Gliedmaßen »die Bohnenstange« genannt, wendet sich aus Sorge um ihren Ehemann, auch bekannt als »der Trauerkloß«, an Kommissar Maigret. Der Tresorknacker hat bei einem nächtlichen Einsatz im Arbeitszimmer des Zahnarztes Guillaume Serre die Leiche einer Frau entdeckt. Aus Angst, mit dem Mord in Verbindung gebracht zu werden, ist er außer Landes geflohen. Seltsam nur, dass Maigret bisher kein Einbruch, geschweige denn ein Leichenfund gemeldet wurde.
Die Tagung der Vereinigung Hominis et Tigris findet in diesem Jahr in der altehrwürdigen Bibliothek in der Città Alta von Bergamo statt. Kriminalistisch Interessierte aus ganz Europa kommen zusammen, unter ihnen auch Commissario Marco Pellegrini von der Polizia di Stato in Como. Doch noch vor dem ersten Vortrag wird klar, dass die Konferenz nicht wie geplant stattfinden kann. Der Archivar der Bibliothek, Bertoldo Novarese, ein schmächtiger Mann mit Brille und grauen Locken, wurde mitten in der Nacht erschlagen. Ausgerechnet mit einem Folianten! Niemand hatte zu dieser Uhrzeit Zutritt zur Bibliothek - außer den Konferenzteilnehmenden, die im Lesesaal zu einer nächtlichen Gesprächsrunde zusammengekommen waren. Zwar wurde der Archivar von vielen für seine Pedanterie belächelt, aber ein Mordmotiv gibt das nicht her. Oder sind die Schätze, die Novarese hütete, kostbarer, als die meisten meinen? Pellegrini übernimmt den Fall und muss in den eigenen Reihen ermitteln. Auch privat kommt er nicht zur Ruhe: Franca ist ihm noch eine Antwort schuldig, und die wird sein ganzes Leben verändern.