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Wallstein Rasender Stillstand in der Zwischenkriegszeit, Fachbücher von Jonas Frick
In der Moderne schliessen sich Beschleunigung und Stillstand nicht aus, sondern müssen in ihrer gegenseitigen Komplementarität gedacht werden. Modernisierungsprozesse bringen vielfältige Beschleunigungserfahrungen mit sich. So ist die Zwischenkriegszeit geprägt durch das Aufkommen der Schicht der Angestellten, ihrer Kultur und dem rasenden Leben in den Grossstädten sowie von industriellen Rationalisierungsbestrebungen, Zuständen gefühlter Entfremdung und ökonomischen Rezessionen. Mit Blick auf die darin stattfindenden Erfahrungen zeigt sich, dass dort, wo sich Ereignisse beschleunigen oder eine technologische Dynamik entfacht wird, immer auch Momente der Stauung, der Überhitzung oder der Zerstörung lauern. Anhand solcher Phänomene lässt sich beobachten, wie sich die beiden Zustände, der der Beschleunigung und der des Stillstands, nicht etwa ausschliessen, sondern in ihrer sich gegenseitig beeinflussenden Komplementarität gedacht werden müssen. Das Ergebnis ist das nur scheinbar paradoxe Phänomen des rasenden Stillstandes, das sich in Reportagen über das Berliner Sechstagerennen, Kafkas Romanen und Kurzgeschichten, Bernhard Kellermanns Tunnel-Roman, der Angestelltenliteratur von Gabriele Tergit oder Martin Kessel und vielen weiteren Texten offenbart.
Frank & Timme Ansichten einer Revolution A1078182191
Wie antwortet die Literatur auf einen Umbruch wie die Novemberrevolution 1918/19? Und wie unterscheiden sich erste literarische Reaktionen von solchen, die teils Jahre später entstanden sind? Günter Rinke untersucht dreizehn Romane teils vergessener Autorinnen und Autoren, die die Ereignisse als Augenzeugen erlebt haben: Albert Daudistel, Alfred Döblin, Max Glass, Ernst Glaeser, Marie Amélie von Godin, Georg Hermann, Sophie Hoechstetter, Bernhard Kellermann, Peter Martin Lampel, Theodor Plievier, Ludwig Renn, Ehm Welk und Hermynia Zur Mühlen. Sie alle bearbeiten ein Geschehen, das sich auch in Geschichtsbüchern nachlesen lässt. Literaturspezifisch bieten sie allerdings ihre je eigenen Ansichten dazu. Die Struktur des Zusammenbruchs einer alten Ordnung und des Beginns von etwas Neuem ist bis heute aktuell. Und so lohnt auch ein Blick auf die literarischen Befunde: Skepsis gegenüber der Möglichkeit des Erfolgs, Ablehnung zeitgenössisch diskutierter politischer Konzepte und die Tendenz zur Verlegung des Handlungsraums vom Politischen ins Private.
Psychosozial Organisationsentwicklung als Kunst, Fachbücher von Gerhard Fatzer, Anne Fanenbruck
Im Zeitalter von Digitalisierung, Globalisierung und Künstlicher Intelligenz sind vorurteilsfreie Führung und Kulturentwicklung von essenzieller Bedeutung. Edgar H. Schein, der 2023 verstorben ist, stand für diese Art bescheidener, vorurteilsloser Führung, für das sogenannte humble leadership. Ed Schein übertrug die Theorien von Carl Rogers in den Kontext von Organisationen und Teams und ist berühmt für seine Kulturansätze sowie für die Grundlagen von Prozessberatung und Führung. Die Autorinnen und Autoren aus dem Umfeld des Trias Instituts zeigen wichtige Grundlagen von Veränderungsarbeit, Führung und Kulturentwicklung in Organisationen auf. Mit ihren Texten würdigen sie das Werk Ed Scheins, der die Kunst der Organisationsentwicklung wie kein Zweiter beherrschte und prägte. Mit Beiträgen von Sylvia Böcker, Ana Campos, Hans Peter Erni, Anne Fanenbruck, Gerhard Fatzer, Margret Fischer, Michael Giesecke, Peter A. Gloor, Barbara Kellermann, Tibor Koromzay, Ivana Leiseder, Matthias Ohler, Kornelia Rappe-Giesecke, Michael Rautenberg, Claus Otto Scharmer, Edgar H. Schein, Peter Schein, Daniel C. Schmid, Sabina Schoefer und Johannes Terhalle.
Psychosozial Organisationsentwicklung als Kunst A1070461923
Im Zeitalter von Digitalisierung, Globalisierung und Künstlicher Intelligenz sind vorurteilsfreie Führung und Kulturentwicklung von essenzieller Bedeutung. Edgar H. Schein, der 2023 verstorben ist, stand für diese Art bescheidener, vorurteilsloser Führung, für das sogenannte »Humble Leadership«. Ed Schein übertrug die Theorien von Carl Rogers in den Kontext von Organisationen und Teams und ist berühmt für seine Kulturansätze und für die Grundlagen von Prozessberatung und Führung. Die Autor*innen aus dem Umfeld des Trias Instituts zeigen wichtige Grundlagen von Veränderungsarbeit, Führung und Kulturentwicklung in Organisationen auf. Mit ihren Texten würdigen Sie das Werk Ed Scheins, der die Kunst der Organisationsentwicklung wie kein Zweiter beherrschte und prägte. Mit Beiträgen von Sylvia Böcker, Ana Campos, Hans Peter Erni, Anne Fanenbruck, Gerhard Fatzer, Margret Fischer, Michael Giesecke, Peter A. Gloor, Barbara Kellermann, Tibor Koromzay, Ivana Leiseder, Matthias Ohler, Kornelia Rappe-Giesecke, Michael Rautenberg, Claus Otto Scharmer, Edgar H. Schein, Peter Schein, Daniel C. Schmid, Sabina Schoefer und Johannes Terhalle
Im Zeitalter von Digitalisierung, Globalisierung und Künstlicher Intelligenz sind vorurteilsfreie Führung und Kulturentwicklung von essenzieller Bedeutung. Edgar H. Schein, der 2023 verstorben ist, stand für diese Art bescheidener, vorurteilsloser Führung, für das sogenannte »Humble Leadership«. Ed Schein übertrug die Theorien von Carl Rogers in den Kontext von Organisationen und Teams und ist berühmt für seine Kulturansätze und für die Grundlagen von Prozessberatung und Führung. Die Autor*innen aus dem Umfeld des Trias Instituts zeigen wichtige Grundlagen von Veränderungsarbeit, Führung und Kulturentwicklung in Organisationen auf. Mit ihren Texten würdigen Sie das Werk Ed Scheins, der die Kunst der Organisationsentwicklung wie kein Zweiter beherrschte und prägte. Mit Beiträgen von Sylvia Böcker, Ana Campos, Hans Peter Erni, Anne Fanenbruck, Gerhard Fatzer, Margret Fischer, Michael Giesecke, Peter A. Gloor, Barbara Kellermann, Tibor Koromzay, Ivana Leiseder, Matthias Ohler, Kornelia Rappe-Giesecke, Michael Rautenberg, Claus Otto Scharmer, Edgar H. Schein, Peter Schein, Daniel C. Schmid, Sabina Schoefer und Johannes Terhalle
„Du bist zu emotional“ – dieses Feedback war der Auslöser für Magdalena Rogl, sich intensiv mit Emotionalität auseinanderzusetzen . Enttäuschung nach nicht erreichten Zielen, Freude, wenn ein Projekt erfolgreich beendet wurde –; wie geht man damit um? Wie kann man Gefühle nutzen, statt sie zu verdrängen? Die „Botschafterin für Emotionen“ (stern) beweist, dass uns Selbstmitgefühl erfolgreicher macht als Selbstdisziplin und zeigt, wie wir den inneren Kritiker zum konstruktiven Ratgeber wandeln können. Denn zu den eigenen Gefühlen zu stehen, ist keine Schwäche, sondern eine Stärke – vor allem im Job. Magdalena Rogl gelingt eine kleine Kulturrevolution: Denn Gefühle haben nicht nur Platz in der Arbeitswelt, sondern sind ein unverzichtbarer Kompass, um sich und andere besser zu verstehen. – Düzen Tekkal Mit ihrem großartigen Buch stellt Magdalena Rogl klar: Arbeit, Wirtschaft, Leben - das war nie eine kalte, gefühllose Angelegenheit. Es geht besser mit Gefühl. Lesen! – Wolf Lotter Empathie ist für Magdalena Rogl eine Herzensangelegenheit. Damit ist sie ein Vorbild, an dem sich viele ein Beispiel nehmen sollten. Denn echte Empathie ist professionell. – Georgine Kellermann In einer Welt der Orientierungslosigkeit ist dieses Buch der Leuchtturm, der uns hilft, die Wellen des Lebens zu schwimmen. – Ali Mahjodi
Frölich und Kaufmann Mann ohne Pflichten - Roman 7061897
Er wähnt sich als Mann ohne Pflichten. Peter Meander, ein Mittfünfziger, hat seine Stelle als Kurator an den Nagel gehängt und will endlich herausfinden, was den Menschen ausmacht. Der eigenen Widersprüchlichkeit immer wieder geschickt aus dem Weg gehend, befällt ihn das Leben plötzlich von mehreren Seiten - und er gerät buchstäblich außer Tritt. Seine Gefühle schlagen Purzelbäume, machen Kopfstand. Seiner eigenen (sympathischen) Unzulänglichkeiten ziemlich bewusst, versucht da einer einzuholen, was nicht mehr einzuholen ist: das bereitsgelebte Leben.Dem tiefen Ernst der Frage steht freilich ein 'Held' gegenüber, der wahlweise Luftgitarre spielt oder aus Versehen einem Kaktus das Genick bricht. Und den man ob solcher Peinlichkeiten und ob solcher Missgeschicke einfach mögen muss: querdenkend eigen.Da sind aber auch noch der kleine Robert, der einmal die Woche zum Mittagessen zu ihm kommt, seine Stieftochter Anja, der verstorbene Onkel Felix, der nach wie vor zu ihm spricht, und noch der Nachbar Kellermann, dessen Verschwinden Meander keine Ruhe lässt - und nicht zu vergessen ist da Carmen, die Galeristin. Und 'gegen all das', gegen die gegebenen Umstände, gegen den Status quo noch einen Rest Selbstbestimmung hochzuhalten, das weiß Meander, das ist die Kunst, die Lebenskunst.
Velbrück Nachrichten aus der Wissensgesellschaft A1001026296
Mehr Wissen führt auch zu mehr Ungewissheit. Was bedeutet das für unser Alltagsleben – und was für die Entwicklung der Wissenschaft? Der Band ist das Ergebnis der Arbeit einer Forschergruppe, die unter dem Titel 'Wissenschaft im Umbruch – Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft' am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) der Universität Bielefeld eingerichtet ist und von der Volkswagenstiftung im Rahmen des Programms 'Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften' gefördert wurde. Die Forschergruppe setzte sich zusammen aus den Mitgliedern des IWT, dem Wissenschaftsphilosophen Martin Carrier, dem Techniksoziologen Wolfgang Krohn, dem Physiker Günter Küppers und dem Wissenschaftssoziologen Peter Weingart, sowie dem Philosophen Paul Hoyningen-Huene von der Universität Hannover. Die Mitarbeiter waren die Philosophen Kirsten Endres, Jörg Kellermann und Michael Stöltzner, der Mathematiker Johannes Lenhard, und die Soziologen Ralf Herbold und Holger Schwechheimer. Eines der Anliegen der Forschergruppe war, die Ergebnisse der Untersuchung einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zu vermitteln, mit der die Wissenschaft in der Wissensgesellschaft den Dialog pflegen muss. Deshalb wurde eine allgemein verständliche Darstellung angestrebt, was auch angesichts der interdisziplinären Breite des angestrebten Leserkreises geboten ist. Zur besseren Orientierung sind den einzelnen Kapiteln kurze Zusammenfassungen vorangestellt.
Mehr Wissen führt auch zu mehr Ungewissheit. Was bedeutet das für unser Alltagsleben – und was für die Entwicklung der Wissenschaft? Der Band ist das Ergebnis der Arbeit einer Forschergruppe, die unter dem Titel 'Wissenschaft im Umbruch – Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft' am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) der Universität Bielefeld eingerichtet ist und von der Volkswagenstiftung im Rahmen des Programms 'Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften' gefördert wurde. Die Forschergruppe setzte sich zusammen aus den Mitgliedern des IWT, dem Wissenschaftsphilosophen Martin Carrier, dem Techniksoziologen Wolfgang Krohn, dem Physiker Günter Küppers und dem Wissenschaftssoziologen Peter Weingart, sowie dem Philosophen Paul Hoyningen-Huene von der Universität Hannover. Die Mitarbeiter waren die Philosophen Kirsten Endres, Jörg Kellermann und Michael Stöltzner, der Mathematiker Johannes Lenhard, und die Soziologen Ralf Herbold und Holger Schwechheimer. Eines der Anliegen der Forschergruppe war, die Ergebnisse der Untersuchung einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zu vermitteln, mit der die Wissenschaft in der Wissensgesellschaft den Dialog pflegen muss. Deshalb wurde eine allgemein verständliche Darstellung angestrebt, was auch angesichts der interdisziplinären Breite des angestrebten Leserkreises geboten ist. Zur besseren Orientierung sind den einzelnen Kapiteln kurze Zusammenfassungen vorangestellt.
Als Lisa ihn sah, wusste sie es. Das war der Mann, den sie töten wollte. Das Warten hatte sich gelohnt. Wagner hatte um ihr Kommen gebettelt. Er wollte nicht allein sein, wenn er das Grab des Serienkillers besuchte. Wahrscheinlich war der alte Mann jetzt darauf aus, dass Lisa ihm alles erzählte über die Befreiung der Seestadt von ihrem Serienmörder, angefangen von den ersten Schneeflocken auf dem Gesicht des toten Killers bis zu seiner Iris, weit geöffnet, himmelblau, alles begreifend. An sie konnte sich Lisa besser erinnern als an die eigenen Schreie. Daran musste sie denken, während sie durch die Gärten des Belvedere zurück zu ihrer kleinen Wohnung schlenderte, unweit der Endstelle der Buslinie 13A. Lisa hatte damals die Seestadt verlassen und war ins Sonnwendviertel gezogen. Auch wenn der Friedhofsbesuch erfolgreich gewesen war, wie konnte sie jetzt noch mit Kellermann reden, wenn er nur mehr Asche war? Dabei hatte sie so viele Fragen: Wie lange dauerte die Euphorie nach dem Mord, und sah man es einem an? Sandra würde vielleicht nur denken, Lisa sei verliebt. Die schöne Anwältin Sandra. Dieses Raubtier hatte es zu etwas gebracht. Warum nicht auch Lisa?
Duncker & Humblot Die interregionale Konvergenz der Arbeitsproduktivitäten. A1000326044
Die Autorin stellt einen Zusammenhang her zwischen der international geführten Konvergenzdiskussion und finanzpolitischer Fragestellungen. Konvergenz wird als die sich im Zeitablauf vollziehende Abnahme räumlicher Disparitäten der Arbeitsproduktivitäten verstanden. Kellermann versucht, den Einfluß finanzpolitischer Maßnahmen auf den Wachstumsprozeß von Regionen als Determinante des Konvergenzprozesses theoretisch und empirisch zu analysieren. Auf diese Weise kann der Beitrag der Finanzpolitik zur Erklärung interregionaler Wachstumsdifferentiale auf einer theoretischen Basis bewertet werden. Es wird ein Überblick über die in der Literatur diskutierte Konvergenzproblematik gegeben und zentrale Begriffe wie "absolute und bedingte Konvergenz", "Konvergenzklub und Armutsfalle" oder "sigma- und beta-Konvergenz" und damit theoretische und empirische Konvergenzkonzepte dargestellt. Neoklassische und endogene Wachstumsmodelle und die sich aus ihnen ableitenden Konvergenzhypothesen werden unterschieden. Auf der Grundlage eines neoklassischen Wachstumsmodells zeigt die Autorin den Einfluß der öffentlichen Einnahmen- und Ausgabenpolitik auf den Konvergenzprozeß auf und untersucht, wie ein interregionaler Finanzkraftausgleich die Entwicklung der Arbeitsproduktivitäten regional und überregional beeinflußt. Im Rahmen einer empirischen Konvergenzuntersuchung, die für die elf alten Bundesländer durchgeführt wird, läßt sich sowohl beta- als auch sigma-Konvergenz nachweisen. Die Regressionsanalyse ergibt eine Konvergenzgeschwindigkeit von ca. 3%. Es läßt sich ein negativer Effekt der Besteuerung auf den Wachstumsprozeß aufzeigen, wohingegen das Angebot an öffentlichen Inputs die regionalen Wachstumsraten positiv beeinflußt. Dies hat eine Verlangsamung des Konvergenzprozesses zur Folge.
Königshausen u. Neumann Opferdramaturgie nach dem bürgerlichen Trauerspiel
Augenscheinlich vermehren sich gegenwärtig wieder die Diskurse ums Opfer. Das ist keine neue Entwicklung. Es ist die dramatische Erfolgsgattung schlechthin, das bürgerliche Trauerspiel, die zwischen 1760 und 1850 die tragische Position der Victima geschlechteranthropologisch überformt: Das kulturelle Kapital der empathischen Identifikation wird vornehmlich für das weibliche Opfer mobilisiert. Komplementär nimmt männliche Täterschaft die antagonistische Position ein. Bald feiert diese Innovation ähnlich oder kontrastiv auch auf der Opernbühne Erfolge, wenn die Opfertode der Norma, Lucia, Brünnhilde oder Carmen die männlichen Protagonisten anklagen. Was aber geschieht mit dem Opfer, wenn von ihm erzählt wird? Auffällig häufig gehen Romanfiguren des 19. Jahrhunderts ins Theater, um ihr Sterben anschließend in opferkultischen Kontexten zu zelebrieren. Wandelt sich das Opfer-Performativ in ein Opfer-Narrativ, wenn die Leitgattung Roman die Gattungsgrenze erzählerisch beobachtet? Zeichnen sich hier die Konturen einer literarischen Kritik der Viktimologie ab? Paradigmatisch führen Emma Bovary, Cécile oder Effi Briest die lange Liste prosaischer Distanzierungen von der Theatralität des Opfers im 19. Jahrhundert an. Seither wird die Liste prosaischer Befragungen einer geschlechtlich codierten Opferdramaturgie immer länger, sie reicht von Bernhard Kellermann über Ingeborg Bachmann und Fritz Zorn bis zu Michel Houellebecq, Anke Stelling oder Olga Tokarczuk.
Königshausen u. Neumann Opferdramaturgie nach dem bürgerlichen Trauerspiel A1069756970
Augenscheinlich vermehren sich gegenwärtig wieder die Diskurse ums Opfer. Das ist keine neue Entwicklung. Es ist die dramatische Erfolgsgattung schlechthin, das bürgerliche Trauerspiel, die zwischen 1760 und 1850 die tragische Position der Victima geschlechteranthropologisch überformt: Das kulturelle Kapital der empathischen Identifikation wird vornehmlich für das weibliche Opfer mobilisiert. Komplementär nimmt männliche Täterschaft die antagonistische Position ein. Bald feiert diese Innovation ähnlich oder kontrastiv auch auf der Opernbühne Erfolge, wenn die Opfertode der Norma, Lucia, Brünnhilde oder Carmen die männlichen Protagonisten anklagen. Was aber geschieht mit dem Opfer, wenn von ihm erzählt wird? Auffällig häufig gehen Romanfiguren des 19. Jahrhunderts ins Theater, um ihr Sterben anschließend in opferkultischen Kontexten zu zelebrieren. Wandelt sich das Opfer-Performativ in ein Opfer-Narrativ, wenn die Leitgattung Roman die Gattungsgrenze erzählerisch beobachtet? Zeichnen sich hier die Konturen einer literarischen Kritik der Viktimologie ab? Paradigmatisch führen Emma Bovary, Cécile oder Effi Briest die lange Liste prosaischer Distanzierungen von der Theatralität des Opfers im 19. Jahrhundert an. Seither wird die Liste prosaischer Befragungen einer geschlechtlich codierten Opferdramaturgie immer länger, sie reicht von Bernhard Kellermann über Ingeborg Bachmann und Fritz Zorn bis zu Michel Houellebecq, Anke Stelling oder Olga Tokarczuk.
Louis Spezial Blinkgeber für LED-Blinker F. LED-BLINKER, 1-30W 3364.1.100693
Spezial Blinkgeber für LED-Blinker F. LED-BLINKER, 1-30W - SPEZIAL-BLINKGEBER FÜR LED-BLINKER Elektronischer Blinkgeber mit extrem niedrigen Arbeitsbereich ausschließlich für den Anschluss von LED-Blinkern. 2 Pol-Anschluss 12 V, 1-30 Watt Hinweis: Befindet sich an Ihrem Fahrzeug nur eine Blinkkontrollleuchte oder eine nachgerüstete akustische Blinkkontrolle, ist dieser Blinkgeber nicht zu empfehlen - verwenden Sie dann entweder das Kellermann-Blinkrelais (Best.Nr. 10032036) oder Leistungswiderstände. An Fahrzeugen mit kombinierter original Relais-Einheit ist dieses Blinkrelais nur verwendbar, wenn die Blinkfunktion sich problemlos separat schalten lässt, ansonsten empfehlen wir ebenfalls die Verwendung von Leistungswiderständen zur Einregelung der Blinkfrequenz. Ist original eine Warnblinkanlage verbaut, lässt sich dieses Relais ebenfalls nicht ohne weitere Umbaumaßnahmen verwenden. Werden Leistungswiderstände als Alternative gewählt, verwenden Sie bitte: Bei Umrüstung von original 4 x 21 Watt Blinkern auf 4x 1-2 Watt LED-Blinkern 4 Stk. Leistungswiderstände Best.Nr. 10032063 Bei Umrüstung von original 4x18 Watt Blinkern 4 Stk. Leistungswiderstände Best.-Nr. 10032063 Bei Umrüstung von original 4x10 Watt Blinkern 2 Stk. (!) Leistungswiderstände Best.-Nr. 10032040
Königshausen & Neumann OpferdramaturgienachdembürgerlichenTrauerspielII, Fachbücher von Uwe C. Steiner, Wim Peeters
Augenscheinlich vermehren sich gegenwärtig wieder die Diskurse um Opfer. Das ist keine neue Entwicklung. Es ist die dramatische Erfolgsgattung schlechthin, das bürgerliche Trauerspiel, die zwischen 1760 und 1850 die tragische Position der Victima geschlechteranthropologisch überformt: Das kulturelle Kapital der empathischen Identifikation wird vornehmlich für das weibliche Opfer mobilisiert. Komplementär nimmt männliche Täterschaft die antagonistische Position ein. Bald feiert diese Innovation ähnlich oder kontrastiv auch auf der Opernbühne Erfolge, wenn die Opfertode der Norma, Lucia, Brünnhilde oder Carmen die männlichen Protagonisten anklagen. Was aber geschieht mit dem Opfer, wenn von ihm erzählt wird? Auffällig häufig gehen Romanfiguren des 19. Jahrhunderts ins Theater, um ihr Sterben anschliessend in opferkultischen Kontexten zu zelebrieren. Wandelt sich das Opfer-Performativ in ein Opfer-Narrativ, wenn die Leitgattung Roman die Gattungsgrenze erzählerisch beobachtet? Zeichnen sich hier die Konturen einer literarischen Kritik der Viktimologie ab? Paradigmatisch führen Emma Bovary, Cécile oder Effi Briest die lange Liste prosaischer Distanzierungen von der Theatralität des Opfers im 19. Jahrhundert an. Seither wird die Liste prosaischer Befragungen einer geschlechtlich codierten Opferdramaturgie immer länger, sie reicht von Bernhard Kellermann über Ingeborg Bachmann und Fritz Zorn bis zu Michel Houellebecq, Anke Stelling oder Olga Tokarczuk.
Duncker & Humblot Die interregionale Konvergenz der Arbeitsproduktivitäten.
Die Autorin stellt einen Zusammenhang her zwischen der international geführten Konvergenzdiskussion und finanzpolitischer Fragestellungen. Konvergenz wird als die sich im Zeitablauf vollziehende Abnahme räumlicher Disparitäten der Arbeitsproduktivitäten verstanden. Kellermann versucht, den Einfluß finanzpolitischer Maßnahmen auf den Wachstumsprozeß von Regionen als Determinante des Konvergenzprozesses theoretisch und empirisch zu analysieren. Auf diese Weise kann der Beitrag der Finanzpolitik zur Erklärung interregionaler Wachstumsdifferentiale auf einer theoretischen Basis bewertet werden. Es wird ein Überblick über die in der Literatur diskutierte Konvergenzproblematik gegeben und zentrale Begriffe wie "absolute und bedingte Konvergenz", "Konvergenzklub und Armutsfalle" oder "sigma- und beta-Konvergenz" und damit theoretische und empirische Konvergenzkonzepte dargestellt. Neoklassische und endogene Wachstumsmodelle und die sich aus ihnen ableitenden Konvergenzhypothesen werden unterschieden. Auf der Grundlage eines neoklassischen Wachstumsmodells zeigt die Autorin den Einfluß der öffentlichen Einnahmen- und Ausgabenpolitik auf den Konvergenzprozeß auf und untersucht, wie ein interregionaler Finanzkraftausgleich die Entwicklung der Arbeitsproduktivitäten regional und überregional beeinflußt. Im Rahmen einer empirischen Konvergenzuntersuchung, die für die elf alten Bundesländer durchgeführt wird, läßt sich sowohl beta- als auch sigma-Konvergenz nachweisen. Die Regressionsanalyse ergibt eine Konvergenzgeschwindigkeit von ca. 3%. Es läßt sich ein negativer Effekt der Besteuerung auf den Wachstumsprozeß aufzeigen, wohingegen das Angebot an öffentlichen Inputs die regionalen Wachstumsraten positiv beeinflußt. Dies hat eine Verlangsamung des Konvergenzprozesses zur Folge.
Tredition Warum ein Hase aus einer Trabant-Tür schaute A1057356546
Ein IC – ein Schneesturm und plötzlich geht nichts mehr. Zunächst nicht ungewöhnlich, aber nach einer Stunde Stillstand ohne Information wird allen im Abteil klar: Es gibt ein größeres Problem. Die 74-jährige rüstige Roswitha Kellermann übernimmt gekonnt die Regie, als zunehmend Unruhe unter den Reisenden entsteht. Flackerndes Licht, kein Internet und vor den Fenstern ein Wetterchaos, was seines Gleichen sucht, machen die Situation nicht leichter. Zum Glück befindet sich die Schriftstellerin Rita Dankeschön im Abteil. Sie ist bereit, zur Ablenkung einen ihrer gerade entstandenen Texte vorzulesen. Anschließend entsteht eine Diskussion über die Art von Geschichten für das neue Buch der Autorin. Erotisch, peppig, mit einem Hauch Kriminalistik, so müssen die Erzählungen sein! Eigenartig, dieselben Worte nutzte ihre Lektorin im Hamburger Verlagshaus über den Inhalt des zu erwartenden Romans. Plötzlich weiß jeder im Abteil eine Geschichte zu erzählen. Ein unbeschreibliches Geschenk für Rita Dankeschön. Denn so entsteht ein Roman der ihre Leser mit einem Wechselbad der Gefühle versorgt. Rote Ohren, schneller Atem und feuchte Augen sind hierbei garantiert. Nicht ohne Grund erinnert dieses Abenteuer an die Geschichte im legendären Orient-Express. Mit einem guten Glas Rotwein in der Hand und auf dem Lieblingsplatz sitzend, verzaubert dieses Buch, dass seine Geschichte ebenso romantisch wie erotisch erzählt, jeden grauen Herbsttag.
Tredition Warum ein Hase aus einer Trabant-Tür schaute A1077545786
Ein IC – ein Schneesturm und plötzlich geht nichts mehr. Zunächst nicht ungewöhnlich, aber nach einer Stunde Stillstand ohne Information wird allen im Abteil klar: Es gibt ein größeres Problem. Die 74-jährige rüstige Roswitha Kellermann übernimmt gekonnt die Regie, als zunehmend Unruhe unter den Reisenden entsteht. Flackerndes Licht, kein Internet und vor den Fenstern ein Wetterchaos, was seines Gleichen sucht, machen die Situation nicht leichter. Zum Glück befindet sich die Schriftstellerin Rita Dankeschön im Abteil. Sie ist bereit, zur Ablenkung einen ihrer gerade entstandenen Texte vorzulesen. Anschließend entsteht eine Diskussion über die Art von Geschichten für das neue Buch der Autorin. Erotisch, peppig, mit einem Hauch Kriminalistik, so müssen die Erzählungen sein! Eigenartig, dieselben Worte nutzte ihre Lektorin im Hamburger Verlagshaus über den Inhalt des zu erwartenden Romans. Plötzlich weiß jeder im Abteil eine Geschichte zu erzählen. Ein unbeschreibliches Geschenk für Rita Dankeschön. Denn so entsteht ein Roman der ihre Leser mit einem Wechselbad der Gefühle versorgt. Rote Ohren, schneller Atem und feuchte Augen sind hierbei garantiert. Nicht ohne Grund erinnert dieses Abenteuer an die Geschichte im legendären Orient-Express. Mit einem guten Glas Rotwein in der Hand und auf dem Lieblingsplatz sitzend, verzaubert dieses Buch, dass seine Geschichte ebenso romantisch wie erotisch erzählt, jeden grauen Herbsttag.
Weidler Buchverlag Berlin Weltbilder des mittelalterlichen Menschen A1072376013
Vorwort Fiktion und Wirklichkeit HANS-JÜRGEN BACHORSKI (†): Träume, die überhaupt niemals geträumt. Zur Deutung von Träumen in mittelalterlicher Literatur KARINA KELLERMANN: Wissen im Wandel. Von Kosmos, Körper und Kometen HANS-JÜRGEN BACHORSKI (†) und WERNER RÖCKE: Weltbilder. Ordnungen des Wissens und Strukturen der literarischen Sinnbildung SILKE WINST: Vergossenes Blut und gewonnene Identität. Gewalt und Vergesellschaftung in literarischen Texten um 1200 Grenzwelten und Religiosität JUDITH KLINGER: Exzesse des Begehrens. Amor hereos und die Ausbildung männlicher Identitäten PETER RIEDEL: „Himmel, Hölle, Fegefeuer“. Jenseitsvorstellungen im Mittelalter HANS RUDOLF VELTEN: Lappen und gynöffel im Fastnachtspiel des Spätmittelalters. Ein Beitrag zur spätmittelalterlichen Unterhaltungskultur Herrschaft und Hof CLEMENS BERGSTEDT: Grundzüge der historisch-politischen Entwicklung der Markgrafschaft Brandenburg (1170-1220) BIRGIT ZACKE: Die Gelegenheit beim Schopfe packen. Über Ursachen und Lösungen von Konflikten in Konrads von Würzburg Heinrich von Kempten MARIO MÜLLER: Ritterlich-adlige Lebenskultur vom 14. bis zum 18. Jahrhundert UWE TRESP: Die Kurzweil der Fürsten. Beobachtungen zum Verhältnis von Funktionalität und Vergnügen bei Geselligkeit, Jagd und Ritterspiel in Korrespondenzen der Hohenzollern aus dem 15. Jahrhundert FRANK GÖSE: Zwischen spätmittelalterlicher Tradition und religiösem Aufbruch. Wahrnehmung und Wirkung der Reformation in der Mark Brandenburg Autorenverzeichnis.
Weidler Buchverlag Berlin Weltbilder des mittelalterlichen Menschen
Vorwort Fiktion und Wirklichkeit HANS-JÜRGEN BACHORSKI (†): Träume, die überhaupt niemals geträumt. Zur Deutung von Träumen in mittelalterlicher Literatur KARINA KELLERMANN: Wissen im Wandel. Von Kosmos, Körper und Kometen HANS-JÜRGEN BACHORSKI (†) und WERNER RÖCKE: Weltbilder. Ordnungen des Wissens und Strukturen der literarischen Sinnbildung SILKE WINST: Vergossenes Blut und gewonnene Identität. Gewalt und Vergesellschaftung in literarischen Texten um 1200 Grenzwelten und Religiosität JUDITH KLINGER: Exzesse des Begehrens. Amor hereos und die Ausbildung männlicher Identitäten PETER RIEDEL: „Himmel, Hölle, Fegefeuer“. Jenseitsvorstellungen im Mittelalter HANS RUDOLF VELTEN: Lappen und gynöffel im Fastnachtspiel des Spätmittelalters. Ein Beitrag zur spätmittelalterlichen Unterhaltungskultur Herrschaft und Hof CLEMENS BERGSTEDT: Grundzüge der historisch-politischen Entwicklung der Markgrafschaft Brandenburg (1170-1220) BIRGIT ZACKE: Die Gelegenheit beim Schopfe packen. Über Ursachen und Lösungen von Konflikten in Konrads von Würzburg Heinrich von Kempten MARIO MÜLLER: Ritterlich-adlige Lebenskultur vom 14. bis zum 18. Jahrhundert UWE TRESP: Die Kurzweil der Fürsten. Beobachtungen zum Verhältnis von Funktionalität und Vergnügen bei Geselligkeit, Jagd und Ritterspiel in Korrespondenzen der Hohenzollern aus dem 15. Jahrhundert FRANK GÖSE: Zwischen spätmittelalterlicher Tradition und religiösem Aufbruch. Wahrnehmung und Wirkung der Reformation in der Mark Brandenburg Autorenverzeichnis.