Der Krieg aus Sicht des Opfers und Täters
Dieses Buch hat es schwer, als Antikriegsroman zu gelten. Da hat es der Roman "Im Westen nichts Neues" leichter. Doch im Gegensatz zu diesem Roman wurden hier eigene Erlebnisse zu einem Roman verarbeitet und die sind differenzierter und dadurch auch schrecklicher. Jünger hat als Offizier im ersten Weltkrieg in den Schützengräben gekämpft, gemordete und gelitten, wurde hoch dekorierten im Krieg und der Bundesrepublik. Diese schonungslose Schilderung des Erlebten machen für mich dieses Buch zu einem eindrucksvolleren Werk, das die Schrecken des Krieges vor Augen führt. Hier wird nicht nur aus Opfersicht das Unmenschliche des Krieges geschildert, sondern auch auch aus der Sicht eines Täters. Man erfährt zu was Menschen fähig sind, wenn sie für Volk, Vaterland oder Freiheit Aug in Aug dem "Feind" gegenüber stehen. "In Stahlgewittern" wird oft vorschnell als kriegsverherrlichendes Werk abgestempelt. Doch ich empfand es als ein Buch, das den Krieg zeigt was er ist, ein Zustand in dem der größte Feind des Menschen der Mensch wird, das Ende aller Zivilisation.
Das Buch ist mehr als ein Tatsachenbericht anzusehen
Das Buch ist eigentlich nur die Aneinanderreihung von Kriegserlebnissen eines Soldaten, viele Dinge die sich wiederholen und kein großer schriftstellerischer Wurf. Wer sich für das Thema 1.Weltkrieg aus der Sicht eines einfachen Frontsoldaten interessiert, kann ich nur Im Westen nicht Neues empfehlen.
Tom Schilling vermittelt die Atmosphäre des Buches sehr gut. Es war in Papierform schon spannend und ist so, auch auf längeren Fahrten eine gute Unterhaltung.
Sehr intensiv geschriebener Roman.Leben und Sterben der Soldaten im 1.Weltkrieg werden genau geschildert.Auch heute noch aktuell.
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