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Gefrierschränke Testberichte
Gefrierschränke: Verbrauchertipps
Standgeräte oder integrierte Gefrierschränke
Ein Standgerät zeichnet sich durch seine Flexibilität bei der Aufstellung aus und kann nicht nur in der Küche, sondern auch in anderen Räumlichkeiten wie Keller, Garage, Abstellzimmer oder Vorratskammer aufgestellt werden. Das Angebot ist dementsprechend gefächert: Es reicht von Gefrierboxen bzw. Mini-Gefrierschränken mit einer Höhe von ca. 50-65 cm und einem Nutzinhalt von ca. 70 Litern für den kleinen Bedarf bis hin zu 200 cm hohen Gefrierschränken, die Platz für 400 Liter bieten. Ein Stand-Gefrierschrank ist in der Regel eine kostengünstigere Alternative zu einem vergleichbaren Einbaugerät und weist in der Regel einen besseren Energieeffizienzfaktor auf. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein in die Küche integrierter Tiefkühlschrank trotz des gleichen Platzbedarfs weniger Stauraum bietet. Denn bei der Planung von integrierten Geräten müssen im Möbelschrank mehrere Zentimeter zur Belüftung frei gelassen werden.
Bei der Installation eines integrierbaren Gefrierschranks empfiehlt sich in den meisten Fällen eine Kombination mit einem separaten Kühlschrank in Einbau-Optik. Sowohl eine übereinander als auch eine nebeneinander installierten Varianten sind möglich. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt in der Anpassungsfähigkeit der Kühl- und Tiefkühlzonen. Standardmäßig ist der Einbaugefrierschrank für 60 cm breite und tiefe Küchenschränke konzipiert, sodass er sich problemlos in verschiedenste Küchendesigns integrieren lässt. Die Bandbreite an Gerätehöhen (80–190 cm) und Gefrierkapazitäten (60–400 Liter) ist groß. Integrierbare Tiefkühlschränke sind teurer als Standgeräte.
Ein unterbaufähiger Gefrierschrank ist mit einer abnehmbaren Abdeckung ausgestattet und weist eine Breite von ca. 60 cm sowie eine Höhe von ca. 82–85 cm auf. Dadurch ist er für die meisten herkömmlichen Küchennischen und Arbeitsplatten geeignet. In der Regel bleibt die Front unverkleidet, jedoch ist eine Aussparung zur Montage einer durchgehenden Sockelleiste vorhanden. Sowohl Stand- als auch Einbaugeräte sind als unterbaufähige Varianten erhältlich.
Funktionen
Unabhängig von der Bauweise gilt für Gefrierschränke, dass sowohl die Ausstattung, beispielsweise in Form von Ablagen im Türbereich und LED-Beleuchtung, als auch der Funktionsumfang, wie die Temperatureinstellung und verschiedene Gefriermodi, mit der Höhe des Geräts zunehmen.
- Das Schnellgefrieren ist so konzipiert, dass es ermöglicht, größere Mengen an Lebensmitteln in relativ kurzer Zeit einzufrieren. Die Bezeichnung dieses Effekts variiert je nach Hersteller und kann beispielsweise "SuperFreeze", "SuperFrost" oder "Super-Gefrieren" lauten. Das manuelle Aktivieren bzw. Deaktivieren dieser Funktion erfolgt über eine entsprechende Taste. In der Regel ist zudem eine Abschaltautomatik integriert. Bei Aktivierung kann der Stromverbrauch ansteigen und die Geräuschentwicklung intensiver werden.
- Das NoFrost-Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass eine Eisbildung und ein Abtauen des Wassers nicht erforderlich sind. Ein integriertes Umluftsystem, das von einem Ventilator angetrieben wird, transportiert die feuchte Luft aus dem Innenraum. Es sollte jedoch beachtet werden, dass NoFrost-Geräte in der Anschaffung und im Betrieb teurer sind und darüber hinaus einen höheren Geräuschpegel aufweisen durch den verbauten Ventilator.
- Die LowFrost-Technologie führt zu einer verringerten Bildung von Eis und ist mit einer deutlich selteneren Notwendigkeit für das Abtauen verbunden, sofern eine Eisschicht von 3-5 mm auftritt. Des Weiteren tragen speziell verlaufende Kühlleitungen oder besonders glatte Innenwände, die von dem jeweiligen Hersteller bestimmt werden, zu einer gleichmäßigeren Temperaturverteilung bei.
- Türalarm- und Temperaturalarmfunktion: In der Regel sind beide Alarmfunktionen, d.h. sowohl ein Türalarm als auch ein Temperaturalarm, integriert. Der Türalarm löst ein Alarmsignal aus, wenn die Gerätetür zu lange geöffnet bleibt. Der Temperaturalarm hingegen wird aktiviert, wenn die Temperatur in ungewöhnlichem Maße ansteigt. Gründe hierfür können eine zu warme Raumluft oder aber die Erhitzung von Lebensmitteln im Gerät sein. Weitere Ursachen können ein Stromausfall sowie Defekte des Gerätes sein.
Nutzinhalt: Wie groß soll es sein?
Der Nutzinhalt eines Kühl- und Gefriergerätes, welcher in Litern ausgewiesen wird, gibt Aufschluss über die Menge der Lebensmittel, die darin Platz finden. Hierbei ist zu beachten, dass der optimale Nutzinhalt nicht nur von der Haushaltsgröße, sondern insbesondere vom Lebensstil abhängt. So kann es durchaus der Fall sein, dass ein Paar, das einen eigenen Obst- und Gemüsegarten betreibt, mehr Platz im Gefrierschrank benötigt als eine vierköpfige Familie, die ihre wöchentlichen Großeinkäufe darin unterbringen möchte. Als Richtwert können bei geringen Vorräten etwa 30 bis 50 Liter pro Person angenommen werden. Wer immer viel auf Vorrat haben möchte, hat mit einem Bedarf von ca. 100-130 Litern pro Person zu rechnen. Gefrierschränke sind in verschiedenen Größen erhältlich, die Nutzinhalte reichen von 30 bis 400 Litern. Noch mehr Platz bieten nur Gefriertruhen, die je nach Modell etwa 80 bis 550 Liter fassen. Die dritte Option, die Kühl-Gefrierkombination, verfügt über einen relativ großen Gefrierbereich und bietet Platz für 35 bis 270 Liter Lebensmittel.
Gefriervermögen
Wenn Sie häufig frische Lebensmittel einfrieren, empfiehlt es sich, ein Modell mit einem hohen Gefriervermögen zu erwerben. Der Wert gibt an, wie viele Kilogramm Frischware innerhalb von 24 Stunden bis zum Kern durchgefroren werden können. Um die gesamte Kapazität des Gefriervermögens auszuschöpfen und größere Mengen Lebensmittel einzufrieren, ist es erforderlich, die Schnellgefrierfunktion zu aktivieren, idealerweise ca. 24 Stunden vor dem Einfrieren und anschließend für einen erneuten Zeitraum von 24 Stunden in Betrieb zu lassen.
Energieeffizienz & Stromverbrauch
Beim Kauf eines Gefrierschranks empfehlen wir ein sparsames, energieeffizientes Modell mit niedrigem Stromverbrauch. Das neue Energielabel hilft bei der Orientierung. Die Energieklassen A+++ bis D sind seit dem Jahr 2021 nicht mehr gültig. Die neue Einteilung reicht von der Klasse A, die die höchste Energieeffizienz repräsentiert, bis zur Klasse G, die die niedrigste Energieeffizienz kennzeichnet. Das neue System, das eine größere Übersichtlichkeit bietet und den Nutzern die Suche nach effizienten Geräten erleichtern soll, basiert auf veränderten Messmethoden. In der Folge wurden zahlreiche Gefrierschränke einer deutlich niedrigeren Energieeffizienzklasse zugeordnet. Modelle, welche vor Inkrafttreten der neuen Verordnung der Energieeffizienzklasse A+++ zugeordnet wurden, werden heute in die Energieeffizienzklassen D und E eingeordnet und erfüllen nicht länger die Anforderungen an einen sparsamen Energieverbrauch. Gegenwärtig werden energieeffiziente Gefrierschränke in den Klassen A bis C angeboten, wobei die Klasse A nach wie vor die meisten Modelle umfasst.
Lautstärke
Das Energielabel gibt Auskunft über die Betriebslautstärke und die sich daraus ergebende Luftschallemissionsklasse (A bis D). So können Gewerbe-Gefrierschränke durchaus Werte von 60 dB und mehr aufweisen, wohingegen Haushaltsgeräte in den meisten Fällen in den Klassen B und C zu finden sind und dadurch deutlich leiser sind.


