Wallstein Schatten aus den Felswänden, Fachbücher von Christof Hamann, Andreas Erb
Zum 70. Geburtstag Norbert Scheuers im Dezember - eine Verneigung vor seinem Werk und seiner Eifel. Von Köln kommend durchfährt die Bahn, nachdem sie Scheven passiert hat, eine langgezogene Linkskurve, die in einen Tunnel mündet, bevor es wieder Licht und der Bahnhof erreicht wird. Dieser Tunnel kommt einer veritablen Übergangspassage gleich, markiert er den Eingang in einen ganz eigenen Kosmos - Kall, Eifel erscheint und die Epiphanie wird durch die Lichtdramaturgie noch verstärkt. Gleich am Bahnhof befindet sich der Fixpunkt des Universums. In der Cafeteria des städtischen Supermarkts kommen alle Geschichten Norbert Scheuers zusammen oder führen von hier aus in das Ereignisgebiet Kall, Eifel, das jedoch nicht regional begrenzt ist, sondern sich ausweiten kann: nach Amerika und Afghanistan ebenso wie nach Istanbul. Schatten aus den Felswänden treten hervor und ins Licht des Erzählens von Norbert Scheuer. Am 16. Dezember 2021 wird Norbert Scheuer 70 Jahre alt. Anlass für eine Verbeugung und einen Gruss - versammelt in einem Buch, das sich dem Autor, seiner Literatur und seiner Eifel zuwendet. Mit Texten von Norbert Scheuer, Gerrit Bartels, Michael Braun, Norbert O. Eke, Martin Hielscher, Sandra Hoffmann, Jürgen Nendza, Martin Oehlen, Rolf Parr, Jan Röhnert, Frank Schablewski, Alexander Weinstock u. a., ausserdem mit künstlerischen Arbeiten und Fotografien u. a. von Mario Reis, Peter Riek, Erasmus Scheuer, Dietrich Schubert. Norbert Scheuer, geboren 1951 in Prüm/Eifel. Lehre als Elektriker, Studium der Physikalischen Technik an der Märkischen Fachhochschule Iserlohn, Studium der Philosophie in Bonn und Düsseldorf. Schreibt Prosa und Lyrik seit den frühen 80er Jahren. Zuletzt Winterbienen (2019), Am Grund des Universums (2017) und Die Sprache der Vögel (2015). Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Wilhelm Raabe-Literaturpreis (2019).