Testurteil: "6.5/10"
Test: Einzeltest: Sniper Elite V2
Zitat: Pro: + Stimmungsvolles Ambiente
+ Viele Berliner Sehenswürdigkeiten
+ Gute Ballistik bei höheren Schwierigkeitsgraden
+ Ordentlich dosierte Spannung und Action
Contra: - Grafik altbacken
- Unfaire Passagen offensichtlich gewollt
- KI nicht zufriedenstellend
- Klassischer Mehrspielermodus fehlt
- Leere Server bei Kooperativmodus
- Historisch inkorrekt
Bei Sniper Elite V2 bin ich hin- und hergerissen. Einerseits sind die Makel unübersehbar: Die KI agiert nicht so, wie man sich das von einer Simulation wünscht. Die Grafik ist antiquiert, die Geschichte albern. Und oftmals stellen auch Spielbalance und Abwechslung nicht zufrieden. Trotzdem schafft es das Spiel, Spass zu bereiten. Die Action ist ordentlich inszeniert, die Handlung trotz falscher Hintergründe irgendwie interessant, und das strategische Töten fesselnd - so hart das klingen mag. Es überwiegt also der positive Eindruck von Sniper Elite V2, auch wenn mich persönlich diese überflüssige Gewalt (in der PS3-Version) abstösst. Genrefreunde liegen mit diesem Titel nicht verkehrt und erhalten einen grundsoliden Shooter, der leider sein Potential nicht gänzlich ausschöpft. Die Nazis haben die V2-Rakete während des Zweiten Weltkrieges schon in diverse europäische Grossstädte geschickt und mit dieser Wunderwaffe für Chaos und Vernichtung gesorgt. Damit muss jetzt Schluss sein. Zum Glück ist da Karl Fairburne, der Elite-Scharfschütze der US-Army. Willkommen bei Sniper Elite V2, dem Nazi-Killerspiel mit trashiger Geschichte und enormer Pixelgewalt. Ein Held hinter feindlichen Linien Historikern dürfte es bei der Handlung von Sniper Elite V2 eiskalt den Rücken herunterlaufen, denn die Entwickler orientierten sich nur lose an dem Verlauf des Zweiten Weltkrieges sowie den Ereignissen in Europa und speziell in Berlin. Sei´s drum, letztlich soll das Spiel ja unterhalten. Und so schlüpft man in die Haut des Snipers Karl Fairburne, der in Berlin kurz vor Ende des Krieges abgesetzt wird. Sein Ziel ist es, die Pläne des V2-Raketenprogramms der Deutschen nicht in die Hände der Russen kommen zu lassen. Ebenfalls muss er unter anderem die Waffenfabrik, in der die V2 gefertigt wird, zerstören und vor allem den beteiligten Wissenschaftlern die Flucht in die USA ermöglichen. Keine leichte Aufgabe, wie sich schnell herausstellt.