Test: Einzeltest: AeroCool V12XT-800 800W
Zitat: Ähnlich dem E85-550 kann man das V12XT-800 als ein leicht vergünstiges Cougar Netzteil bezeichnen, dass abgesehen vom Lieferumfang bei der Ausstattung an Anschlüssen weitaus mehr bietet, als sein kleiner Bruder mit 550 Watt. Weiterhin wurde die Optik sehr individuell gestaltet, obgleich dies stark nach dem Geschmack zu beurteilen ist. Jedenfalls gefällt uns die unempfindliche, gegen Fingerabdrücke resistente und dennoch ansehnliche Oberfläche. Bei der allseits präsenten Belechtung wird jeder selbst entscheiden müssen, wie er diese Spielereien beurteilt. Schließlich sieht man sie auf jeder Seite. Den bleuchteten Netzschalter, den LED-Lüfter oder die leuchtenden Anschlüsse, wie das kurze Video aufzeigt. Für Modder mag diese jedenfalls ansprechend sein. Kommen wir aber zu den wichtigeren Punkten. Die Bautiefe ist angesichts der Technik vertretbar, selbige wartet mit soliden taiwanesischen Kondensatoren und effizienten Anpec Controllern auf. Insbesondere haben uns die Abisolierungen der Zusatzplatinen gefallen und an den Ausgangsleitungen wurden Schrumpfschläuche als Kontaktschutz angebracht. Einzig die zwei wegrationalisierten Y-Kondensatoren und der etwas einfache 85°C Kondensator primär passen nicht ganz zum sonst ansprechenden Gesamtbild. Der Wirkungsgrad liegt meist über 82 %, in der Spitze bei 88 % und auch der Leistungsfaktor liegt mit 0,98 letzten Endes sehr gut. +12 V bricht mit steigender Last etwas ein, liegt aber alles in allem noch innerhalb der Spezifikation, während +5 V sehr stabil ist. +3,3 V fällt zwar etwas stärker ab, wirklich dramatisch wird die Entwicklung dort aber auch nicht. Unter geringer Last ist die Lautstärke mit einem leichten Summen noch erträglich, bei steigender macht sich der Rotor sehr schnell bemerkbar und wird ab 80 % in jeder Hinsicht störend laut. 55 cm lange 24-pin Anschlüsse werden bei der Serie ebenso geboten wie vier PCIe Anschlüsse, zwei davon mit 6/8-pin Köpfen. Die Anzahl an SATA und PATA STeckern ist ebenso zufrieden stellend. Wobei der Sleeve nicht ganz so weich und markant wie bei Cougar sein mag, aber die farbliche Markierung in rot und schwarz ansonsten ihren Zweck erfüllt. Alles in allem erhält man ein optisch ungewöhnliches Netzteil, das sicherlich seine Käufergruppe finden wird. Diese werden mit insgesamt angemessener Stabilität,etwas überdurchschnittlicher Effizienz als auch ausreichendenAnschlüssen versorgt. Wem die Ästehik nicht zusagt, findet sicherlich Alternativen. Wirklich einen Fehler macht mit dem V12XT-800 aber niemand, der in der Leistungsklasse fündig werden möchte. Weniger Einsparungen im Layout wären aber dennoch netter gewesen als eine nicht-ausschaltbare Beleuchtung.