Gute Chancen für iPad-Konkurrenz in Europa?
10.08.2011
Die Nachrichtenagentur
Reuters bezieht sich auf die Industrieanalysten von
Forrester-Research und berichtet, dass iPad-Rivalen in Europa gute Chancen hätten, mit
Apple zu konkurrieren. Hierfür wurden 14.000 Fachhandels-Profis, Produktstrategen und Internetsurfer befragt. Das Ergebnis – obwohl es in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Großbritannien nur sehr wenige Apple-Stores (52) im Vergleich zu den USA (238) gibt, konnte sich die Marke gut etablieren. Doch die Spezialisten von Forrester sehen in Europa außerdem eine Chance für iPad-Rivalen, eine erfolgreiche Markenoffensive zu starten.
Im Moment habe Apple den Tablet-Markt für sich unter Kontrolle. Schätzungsweise 30 Millionen Geräte sollen bereits über die Ladentische gegangen sein und das bei einem Preis von 500 Dollar und mehr. Demnach sollen 80 Prozent der verkauften Hardware in den USA und 70 Prozent in Europa auf Apple-Tablets fallen, so das Ergebnis von Forrester-Research.
Andere Tablet-Modelle werden auch von Acer, Archos, Asus, HP, Motorola, Research in Motion (RIM), Samsung und Toshiba verkauft. Die Vorteile dieser Unternehmen gegenüber Apple lägen innerhalb Europas in ihrer lokalen Präsenz, bei der Retailer-Anzahl, ihrer regionalen Kenntnisse sowie in der etablierten Logistik. Da die Apple-Rivalen mit ihren Produkten im Preis-Leistungs-Vergleich jedoch immer noch schlechter abschneiden würden als das iPad, müssten die Hersteller in aller erster Linie bessere Modelle auf den Markt bringen und diese zu einem billigeren Preis anbieten. In Verbindung mit der richtigen Verkaufsstrategie könnten sie aufholen und mit Apple konkurrieren, resümiert Sarah Rotman Epps, Verfasserin des Forrester-Reports. Doch diese Mischung sehe sie zurzeit bei keinem der anderen Anbieter. Außerdem erwarten Experten eine Produktwelle an billigen Tablet-Modellen aus China und Taiwan. Bevor diese Europa erreicht, sollten sich die genannten Marken in Augenhöhe mit Apple bewegen.