Test: Einzeltest: Drawn - Der Turm
Zitat: Das Erste was einem vom Spiel aus der Big Fish Games-Reihe auffällt ist wohl die Liebe zur Handlung. Auch wenn das Spiel aufgrund seiner geringen Festplattenbelegung und der nur zweiseitigen Anleitung eher etwas bescheiden daherkommt, ist doch die liebevolle Handlung um Iris, ihre aus Einsamkeit erfundenen Welten und der Handlung um den Fluch der Stadt und Iris Rolle als Erlöserin äußerst stimmig. Zudem können die Grafiken überzeugen, denn auch wenn es sich um ein durchwegs aus einfachen, zweidimensionalen Bildern bestehendes Adventure handelt und Animationen nur sehr spärlich eingesetzt werden, ist es doch die extrem gut umgesetzte Atmosphäre, die über Grafik, Sound und Handlungselemente transportiert wird. Von Anfang an fühlt man eine Verbundenheit zur schweren Bürde, die dieses Mädchen tragen muss und so treibt es einen, von Neugierde gepackt, der Spitze des Turmes entgegen. Die Rätsel sind dabei im Allgemeinen sehr einfach, was man einerseits als Nachteil, aber gerade in der heutigen Zeit des casual-gaming wohl eher als Vorteil auslegen wird. Klarerweise ist Drawn - Der Turm daher nichts fürs hardcore-adventure-Spieler, die sich knackige Kopfnüsse erwarten... jüngere Spieler oder Personen, die nur wenig Zeit haben und denen die klassischen adventures typischerweise zu lang sind, wird Drawn aber durchaus in den Bann ziehen können.