Testurteil: "4.6 / 10"
Test: Einzeltest: Kran-Simulator 2009
Zitat: Pro: + lange Spielzeit, insgesamt drei Level, farbiges Handbuch
Contra: trotz langer Spielzeit langweilt man sich rasch, Sound grottig, Physik kaum vorhanden, Grafik von vorgestern, Wetter- oder andere Schwierigkeiten gibt es nicht, Abwechslung: Fehlanzeige!
Erfreulich ist am Kran-Simulator eigentlich nur wenig: Einerseits hat sich die Optik im Gegensatz zum wirklich kargen Bagger-Simulator ein klein wenig gebessert, was aber lediglich an Details wie Bauschutt und dem Baustellen-Design liegt, und dass die bahnbrechende Spielzeit von geschätzten 15 Minuten im Vorgänger vervielfacht werden konnte. Allein um das Fertighaus, sozusagen den ersten Level, komplett abzuschließen verging bestimmt eine Dreiviertelstunde, steuert sich der Kran doch so zäh und widerspenstig als wäre er aus Gummi. Aus diesen Steuerungsdefiziten leitet sich eine grob unreale Spielweise ab, denn statt wirklich präzise zu arbeiten ist es meist leichter seine Fracht nur möglichst in die Nähe des Ziels zu bringen und dann durch häufiges Drücken der Leertaste den richtigen Moment abzuwarten bis sich der Haken in die richtige Position wiegelt. Erstaunlich ist auch, dass der Kran ohne Hilfskräfte auskommt und nicht mal einen Kranführer braucht – auf Menschen wird im Spiel verzichtet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Astragon mit dem Kran-Simulator ein Stück Software kreiert hat, das ganz Eigen ist. Mit der schlichten Optik, der nicht ausgelasteten Physikengine und dem grottigen Sound kann man zwar nicht beeindrucken, aber immerhin hat der Titel eine Spielzeit von mehr als 15 Minuten. Zwar bietet der Simulator nicht zwingend auch Spielspaß für mehr als zehn Minuten, begeisterte Kranfahrer werden aber eventuell ihre Freude haben.