Test: Einzeltest: Alone in the Dark V (PC)
Zitat: Kommen wir nun zu der Zusammenfassung und den Gründen warum jetzt keine Wertung folgt. Erst einmal möchte ich festhalten, dass Alone In The Dark kein schlechtes Spiel ist. Im Gegenteil, die Ideen und Ansätze sind teilweise sehr gut und auch die Präsentation weiß definitiv zu gefallen. Doch schneidet sich Atari mit der PC Version ins eigene Fleisch und macht gravierende Fehler, die das eigentlich sehr gut inszenierte Spiel lächerlich erscheinen lassen. Das man nicht frei speichern kann, ist in gewisser Weise noch gerade so zu verkraften, da es in vielen Titeln leider so ist. Allerdings hätten dann die Save-Punkte fairer verteilt werden müssen. Wenn man dann auch wenigstens die Zwischensequenzen abbrechen könnte. Doch den gravierendsten Fehler hat man bei der Umsetzung der Steuerung gemacht. Atari hat sich vermutlich gedacht, dass die meisten vielleicht ein Xbox 360 Pad für PC zu Hause haben und dann lieber damit spielen wollen. Wie man in diversen Foren liest, haben auch viele sich extra dafür ein Pad geholt. Wäre Alone In The Dark ein Rennspiel, hätte ich es nachvollziehen können. Aber bei einem Spiel dieser Art mit Shooter Elementen wäre doch Maus und das Tastatur die optimale Lösung? Warum hat man sich nicht die Mühe gemacht, das ganze ordentlich anzupassen und die Xbox 360 Symbole wenigstens optional ausschalten lassen? Die Steuerung ist schlicht weg miserabel und erfordert mehrere Stunden der Eingewöhnung. Vielleicht spielt es sich mit dem 360 Pad ja in der Tat besser. Dies konnten und wollten wir nicht ausprobieren. Das ist allerdings nicht der Grund warum es keine Wertung gibt. Zum einen sind da die zahlreichen Bugs im Spiel. Da wird man zum Beispiel von einem Monster in den Boden gezogen und der Held hängt quasi fest und man kann nicht mehr agieren. Da hilft nur laden und das ist meist irgendwo am Anfang des Levels. Der Hauptgrund aber warum das Spiel keine Wertung bekommt ist, dass es unmöglich war, den Titel an einem Stück zu spielen, da es ständig abstürzte. Schon die DVD machte beim Einlesen Probleme, wobei ich das Problem nicht verallgemeinern würde. Problematisch hingegen ist, dass sich das Spiel regelmäßig aufhing. Und das nicht direkt willkürlich, sondern meist an den gleichen Stellen. Der ursprüngliche Verdacht auf einen Hardwaredefekt revidierte sich schnell, als wir in diversen Foren von exakt den gleichen Problemen an den gleichen Stellen gelesen haben. Entweder kam eine Fehlermeldung, Back 2 Desktop oder der Grafiktreiber verabschiedete sich und es blieb einem nur noch ein Reset übrig. Das Problem trat in den meisten Zwischensequenzen an fast immer den gleichen Stellen auf. Allerdings auch in den verschiedenen Leveln direkt. Und auch dort, fast immer an etwa den gleichen Stellen. Einige Abschnitte konnte man nicht einmal fünf Minuten am Stück spielen und die Probleme zogen sich bis zum Ende durch. Gäbe es nicht die Möglichkeit die Episoden frei anzuwählen, wären wir nie über die zweite Episode hinausgekommen. Stellenweise verweigerte das Spiel sogar den Start. Und das kann auf einer frisch eingerichtetem Partition und einem absolut stabilen System nicht passieren, zumal dies Abstürze wie schon erwähnt kein Einzelfall sind. Diese gravierenden Probleme führten zu der Entscheidung, dem Titel keine Wertung zu geben, da es schlicht und einfach unmöglich ist das Spiel so korrekt einzuschätzen. Der Frust hat jeglichen Spielspaß und davon hat Alone In The Dark eigentlich eine Menge, verdrängt. Außerdem konnten wir auf Grund der Probleme nicht alle Level ausführlich bis gar nicht testen.