Testurteil: "4.0/10"
Test: Einzeltest: Rainbow Island Revolution
Zitat: Pro: + Retro
+ Kein Passwortspeichersystem
Contra: - Vergurkte TouchscreenNutzung
- Endgegner
- Langweilige Grafik
- Pro Mitspieler eine Cartridge nötig
- Vollpreisspiel
Eigentlich sollte man ja über Retro-Spiele nicht zu hart urteilen, weil es sich ja in der Regel um ein klassisches, süchtig machendes Spielprinzip handelt, das auf grafische Finessen locker verzichten kann; aber diesen Bonus kann und will ich Rainbow Islands Revolution einfach nicht gönnen. Die Verpackung mag suggerieren, dass es sich hier um ein Spiel in der Art von Yoshi: Touch & Go oder Kirby´s Power Paintbrush handelt, aber der Eindruck trügt. Rainbow Islands steuert sich bei weitem nicht so flüssig, wie die beiden Vorbilder oder Kopiervorlagen, eher im Gegenteil: der Einsatz des Touchscreens wirkt einmal mehr wie ein müdes Gimmick, an das nicht allzu viele Gedanken verschwendet wurden. Der Witz ist eigentlich, dass sich auf der Verpackung ganz klar ein Tippfehler eingeschlichen hat, und dazu noch ein sehr offensichtlicher: ´Verwende den DS-Touchpen zur Bewegung des Charakters und dem Zeichnen von Regenbogen direkt auf dem Bildschirm´ (sic!) - das ´und´ hätte man durch ein ´oder´ ersetzen sollen, um eine wahrheitsgemässe Beschreibung zu bekommen. Jeder, der auch nur im Geringsten Wert auf Spielspass und angenehme Steuerung legt, sollte einen weiten Bogen um dieses Spiel machen; wer Lust auf Frustration im Sinne alter Arcade-Spiele hat, kann hier ruhig seine masochistischen Gelüste ausleben. Interessant ist, dass kein Passwortsystem implementiert wurde, sondern die Cartridge tatsächlich in der Lage zu sein scheint, sich den Spielstand selbst zu merken. Nein, Rainbow Islands Revolution ist nicht der erste Titel für die noch nicht veröffentlichte Revolution-Konsole, sondern, wie die letzten zwei Buchstaben des zweiten Titelworts schon implizieren, ein DS-Spiel. Retro-Feeling der schlechteren Art