Testurteil: "57%"
Test: Einzeltest: The Cursed Crusade
Zitat: Pro: + Kampagne im Koop spielbar
+ düstere Atmosphäre
+ markige Fatalitys
+ blutig-erwachsenes Szenario
Contra: - nervige Kamerapositionen
- stupide KI
- kein Speichern in Missionen
- zähes Kampfsystem
- unreife, teils unlogische Geschichte
- vermeidbare Physik-Bugs
Schwertjünger warten lieber auf Dark Souls: Mir ist durchaus klar, dass man in Rüstung nicht stundenlang rumturnen und akrobatische Manöver ausführen kann. Aber die sumpfigen Schlagabtausche, bei denen man sich – insbesondere beim Kampf gegen wirklich schwer gepanzerte Ritter – fühlt, als sähe man zwei Sumo-Ringern beim Wälzen in Schnellbinderzement zu, rauben einem jede Geduld. Vor allem da sie zwischendurch nicht durch Kopfnüsse oder Ähnliches aufgelockert werden, wie die Konkurrenz sie bietet. So lässt das Spiel die Grundkonstanten missen, die man sich als Fan von Ritter- oder Fantasy-Szenarien nun mal wünscht: Satte Epik! Das soll beileibe nicht heißen, dass The Cursed Crusade ein durchgängig schlechtes Spiel ist. Jedoch überwiegen die Nachteile. Bis auf ein paar Quick-Time-Events und die Aufstiegsmechanik bietet das Dauergemetzel in düsteren Levelschläuchen zu wenig Abwechslung. Dass der Titel teilweise auch noch wie ein vier Jahre altes Spiel aussieht, fällt bei den spielerischen Kritikpunkten gleich doppelt schwer ins Gewicht. Wirklich schade – The Cursed Crusade hätte nicht nur von Juni bis September überarbeitet werden sollen: Ein oder zwei Jahre Entwicklungszeit mehr hätten hier wirklich gutgetan und eventuell einen Hit daraus gemacht – die Anlagen sind da. Verschenktes Potenzial.