Testurteil: "72%"
Test: Einzeltest: Hunted: Die Schmiede der Finsternis
Zitat: Pro: + gute Koop-Mechanik
+ ordentliche deutsche Vertonung
+ guter Soundtrack
+ viele Ausrüstungsgegenstände, …
+ wuchtige Kämpfe
+ brauchbares Fähigkeitensystem
+ gelegentliche Rätselpassagen
+ schicke Bosskämpfe
Contra: - Clipping-Fehler
- durchwachsene Texturen
- nicht lippensynchron
- … aber nur selten brauchbare
- mit der Zeit zu vorhersehbar
- nur wenige Gegnertypen
- schwache Zwischensequenzen
- zu wenig Abwechslung im Spielverlauf und Level-Design
Ein kooperatives Third-Person-Action-Spiel in ein Fantasy-Universum zu packen, ist eigentlich gar keine schlechte Idee und bietet eine Menge Potenzial. Selbiges allerdings wurde trotz ordentlich funktionierender Spielmechanik verschenkt. Das liegt vor allem an der uninspirierten und technisch eher schwachen Umsetzung des Spektakels, das seinen eigentlich Reiz ohnehin erst im Zusammenspiel mit einem menschlichen Mitspieler entfaltet. Die Geschichte ist typisches Fantasy-Fastfood. Die Umgebungen beeindrucken zu Beginn durch ihre visuelle Weiträumigkeit, erschrecken aber nach und nach mit Geradlinigkeit, technischen Mängeln, schwacher Darstellung und spielerischer Einfallslosigkeit. Der gesamte Spielverlauf wirkt viel zu vorhersehbar und bietet nur wenige Überraschungen. Es mangelt einfach an Abwechslung trotz netter Rätselpassagen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Hunted ist insgesamt ein durchaus gefälliges Spiel geworden, in dem man vor allem zu zweit eine Weile ordentlich unterhalten wird. Aber es hätte mit besserer Technik, mehr Feinschliff und mehr Kreativität richtig gut werden können. Schade.