Systemkameras: Nicht jede hält was sie verspricht
31.05.2010
Gute Bilder zu einem fairen Preis: Das bietet noch immer die klassische Spiegelreflexkamera. Die Stiftung Warentest hat 25 Kameras mit Objektiven von acht Anbietern mit drei unterschiedlichen Systemen getestet. Den Klassiker, eine Kamera mit Spiegel sowie die neuen Varianten, Kameras ohne Spiegel und Kameras des Anbieters Ricoh mit Objektivmodulen. Die Preisspanne der Apparate reichte dabei von 435 bis 2 000 Euro.
Die beiden Testsieger mit dem Qualitätsurteil 1,9 kommen aus dem Hause Canon. Die Canon EOS 550D die preislich im Testmittelfeld liegt und das Oberklassemodell Canon EOS 7D. Beide bestechen mit der besten Bildqualität. Bei den Kameras ohne Spiegel heben sich zwei Produkte von Panasonic hervor: Das Einsteigermodell Panasonic Lumix DMC-GF1K und die Panasonic Lumix DMC-GH1K, die mit einem speziell für Videoaufnahmen ausgerüsteten Superzoom punkten kann und preislich in der oberen Mittelklasse liegt. Der Anbieter Ricoh, der mit seinen Objektivmodulen neue Wege beschreitet, landet auf den letzten beiden Plätzen. Den von ihm versprochenen Hauptnutzen – Top-Bildqualität durch die Anpassung des Bildsensors auf das Objektiv – konnten die Tester nicht bestätigen.
Im Fokus der Untersuchung standen die Bildqualität, die Genauigkeit von Sucher und Monitor sowie die technische Ausstattung und verbraucherfreundliche Handhabung der Geräte. Wichtig: Ausschlaggebend für gute Fotos sind das richtige Zusammenspiel von Objektiv, Bildsensor und der kamerainternen Software. Patzt eine dieser Komponenten, hilft nicht einmal Top-Qualität der anderen beiden. Der ausführliche Test findet sich in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test, eine Datenbank mit 700 getesteten Digitalkameras ist online abrufbar.