Testurteil: "90%"
Test: Einzeltest: Canon EOS 650D mit 18-55 mm IS II [Foto: MediaNord]
Zitat: Pro: + Lange Aufnahmeserien (bei JPEG)
+ Dank Touchdisplay sehr gut zu bedienen
+ Hybrid-AF führt Fokus bei Videoaufnahmen zügig nach (aber nur mit STM-Objektiven)
+ Gute Bildqualität (Canon-typisch "knackig")
+ Sehr hohe Reaktionsund Speichergeschwindigkeit
Contra: - Full-HD-Video nicht mit 50 fps
- Kontrast-AF langsam und unsicher
- Sucherbild klein und etwas dunkel
"Modellpflege geglückt" – dieses Label darf sich die Canon EOS 650D gerne ans handliche Gehäuse heften. Canon hat die Nachfolgerin der 600D in zwei wesentlichen Punkten verbessert: Das feinfühlige Touchdisplay erleichtert die Bedienung ungemein. Und der neue Hybrid-AF lässt die Kamera im Live-View-Modus und bei Videoaufnahmen die Schärfe schnell und sicher nachführen – jedoch nur in Verbindung mit den ebenfalls neuen STM-Objektiven. Zudem steigt die Serienbildrate auf rund fünf Aufnahmen je Sekunde, neue Motivprogramme meistern schwierige Situationen automatisch per Mehrfachbelichtung. Mit ihrem recht großen Ausstattungsumfang richtet sich die 650D sowohl an unbedarfte Fotografen wie auch an anspruchsvolle Amateure. Letztere werden indes mit dem Set-Objektiv EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS II nicht in allen Belangen zufriedengestellt – die 650D verdient durchaus hochwertigere Optiken. Schade auch, dass das einfach wirkende Kunststoffgehäuse die wahren Qualitäten der Kamera etwas unter Wert verkauft. Dafür weiß die 650D mit einer guten Bildqualität zu gefallen, die Canon-typisch knackig abgestimmt ist. Hier bleibt als einziger nennenswerter Kritikpunkt der Belichtungsmesser – er dürfte sich gerne etwas Zurückhaltung auferlegen und nicht gar so reichlich belichten.