optisch sehr schlecht; unscharf
schon ab ca 70 % von der Bildmitte sehr unscharf. Laut Test von Canon CPS Service soll das im Toleranzbereich liegen.Für mich nicht verwertbar.
Wie meine Vorredner kann auch ich von den Abbildungsqualitäten und der Verzeichnungsarmut dieses Objektivs nur schwärmen. Es öffnet völlig neue Perspektiven in der Bildgestaltung - ganz buchstäblich, da man eine Szene auf natürlichem Wege nie mit einem derartig grandiosen Öffnungswinkel und den Shift- bzw- Tilteffekten sehen würde. Ich persönlich verwende es in der Architektur- und Nachtfotografie professionell und möchte es keinesfalls mehr missen.Es stimmt aber auch (wie es schon anklang), daß die Erarbeitung geeigneter Motive bzw. Bildausschnitte und die saubere Aufnahmesteuerung einige Akribie und Bedienungssicherheit erfordern. Ein robustes Stativ und Fernauslöser sind hierbei Pflicht. Und man sollte berücksichtigen, daß die Streulichtempfindlichkeit angesichts der vorstehenden Frontlinse erheblich ist. Dies wiederum nimmt (besonders in der Nachtfotografie) erheblichen Einfluß auf die Auswahl geeigneter Motive bzw. Bildausschnitte, sofern nicht behelfsmäßige Streulichtblenden wie Hände oder Kartonagen (ich bin hier noch am Ausprobieren) zum Ziel führen.
Dieses Objektiv ist, wie der Preis schon vermuten lässt, eine Optik der Spitzenklasse. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem L-Niveau. Bei der Bildqualität fallen weder Farbsäume noch Vignetierung auf. Selbst bei extremen Verstellungen des Systems sind diese Fehler nicht sichtbar und bedürfen keiner nachträglichen Korrektur. Ebenso ist es kein Verlust der Bildschärfe in den Randbereichen erkennbar. Um die Funktion des TS wirklich voll auszuschöpfen ist die Benutzung eines Stativs unabdingbar. Der Fokus reagiert beispielsweise sehr sensibel und schell ist man übers Ziel hinausgeschossen. Mit einem Stativ behält man in solchen Situationen immer die Kontrolle. Zusätzlich ist natürlich noch eine Wasserwaage empfehlenswert. Auch das einspiegeln der Gitterlinien im LiveView erleichtert die Arbeit extrem.
Getestet an EOS 5D MKII und EOS 60D.
Also ein Objektiv, das man nicht mehr aus der Hand geben möchte, jedenfalls wenn man sich die Zeit nimmt Bilder zu gestalten. Keinesfalls ist dies eine Optik für die Action-Fotografie, was der fehlende Autofokus untermauert.
Eines der besten Objektive, das ich je an einer EOS hatte. Gute Schärfe bis in die Ecken bei Offenblende. Farben und Kontrast einwandfrei. Im (sehr nahen) Nahbereich leichte Bildfeldwölbung erkennbar, ansonsten aber nicht sichtbar. Rein von der Abbildungsleistung gibt es wohl keine andere WW-Festbrennweite im Canon Programm, die dem TS-E 17mm das Wasser reichen könnte oder gar besser wäre.Der Shift-Bereich von +/- 12mm ermöglicht einen sehr ordentlichen Bereich zur perspektivischen Korrektur. Alternativ kann man die Shift-Einstellung auch zur Erstellung von Panoramen nutzen, die, gegenüber Panoramen mit normalen Objektiven hier einwandfrei und ohne großes korrigieren zusammenpassen und keinerlei Verzeichnungen aufweisen.Der Tiltbereich ist ein bisschen klein, aber durchaus noch gut. Allerdings fällt der "Miniatureffekt" auf Grund der kleinen Brennweite hier deutlich geringer aus, als bei den längeren TS-E. Somit ist das 17mm eher mehr für Architektur und Landschaften geeignet. Es ist aber nicht so, dass das nicht funktionieren würde. 17mm, zumindest am Kleinbild Sensor sind sehr durchdacht zu genießen, da es oft schwierig ist, das Hauptmotiv noch ausreichend hervorzuheben.Generell ist dieses Objektiv keines für Schnappschüsse. Zunächst mal gibt es nur wenige Situationen, wo man überhaupt freihändig fotografieren kann. Grundsätzlich ist fast immer ein Stativ notwendig und am besten ein Getriebeneiger. Beim Korrigieren der Perspektive kommt es oft auf eine ganz exakte Ausrichtung der Kamera an. Dann sollte man erwähnen, dass, sobald man die T&S Funktionen nutzt, man ausschließlich im M-Modus fotografieren kann. Die Belichtungsautomatik funktioniert in vielen Einstellungen nicht mehr richtig. Hat man einmal die Funktionen verstanden, fällt die Bedienung relativ leicht. Lediglich das exakte Ausrichten kann zum Geduldsspiel werden. Ein bisschen fummelig ist die optimale Einstellung zwischen Fokus und Tilt, um die beste Schärfentiefe zu erreichen, da die Schärfeebene sich mit dem Tilt verschiebt und davon abhängig der Fokus anders eingestellt werden muss, um das Optimum zu erreichen. Durch den Sucher ist das nicht ganz so einfach, mit Liveview geht das aber ganz gut. Zudem hat das Objektiv keinen Autofokus (würde auch keinen Sinn machen).Nach wie vor verstehe ich nicht, welche Hirnis ständig einen Filterdurchmesser angeben. Zum einen gibt es kein Filtergewinde, zum anderen wäre der Filterdurchmesser bei dem Bildwinkel wenn, dann wohl eher mit 120mm anzugeben. Ohne Selbstbau ist ein Filterhalter hier in keinem Fall möglich, da die Frontlinse über das Objektiv hinausragt. Das ist gleichzeitig auch das größte und einzige Manko aus meiner Sicht, das man sehr schnell mit den Finger auf die Linse patscht oder (was schlimmer ist) schnell irgendwo anecken kann und sei es nur beim Ablegen der Kamera. Hier ist viel Vorsicht geboten und am besten packt man immer gleich die Abdeckkappe drauf. Mithilfe eines zweiten Objektivdeckels und Cokin Filterhalter lässt sich hier was halbwegs pragmatisches basteln. Pol-Filter geht eh nicht bei dem Bildwinkel, aber Verlauf- und ND-Filter machen durchaus Sinn.Fazit: Wer seine Landschafts-und Architektur-Bilder gerne durchdenkt, gut vorbereitet und sorgfältig durchführt und nicht nur auf Schnappschüsse aus ist, für den ist das TS-E 17mm ein unglaublich gutes Objektiv. Der Preis ist meiner Meinung nach durchaus gerechtfertigt.
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