Nachdem ich schon oft von den Erfahrungsberichten anderer profitiert habe, möchte ich hier auch mal meinen Beitrag leisten.
Grundsätzlich bin ich mit dem Funktransmitter WFT-E2 von Canon sehr zufrieden aber auch hier gibt es Kritikpunkte.
Zu dem Gerät und dem Anschluss:
Die technische Einzelheiten erspare ich mir an dieser Stelle, das kann man auch bei Canon nachlesen.
Das Gerät selber ist sehr handlich und klein und besitzt selber keinerlei Einstellmöglichkeiten, alles wird komplett über die Kamera gesteuert und eingestellt. Das Gerät passt z.Z. ausschließlich nur an die EOS 1D MarkIII oder die EOS 1Ds MarkIII.
Das WFT-E2 wird (von hinten gesehen) links, seitlich an der Kamera angeschlossen. Die Anbringung ist kinderleicht und in jeder Lage fest mit der Kamera verbunden.
Die mechanische Lösung ist wirklich optimal gelöst da sie in keinsterweise bei dem fotografieren stört und es werden auch keine Kabel benötigt die irgendwo an der Kamera rumbaumeln.
Auch die anderen Anschlussmöglichkeiten die bei der Kamera auf der selben Seite liegen werden von dem Transmitter nicht behindert.
Das Einsatzgebiet:
Ich benutze es ausschließlich in meinem Studio und denke mal das es da auch optimal zum Einsatz kommt.
Meine Erfahrungen beschränken sich eben auch nur in diesen Einsatzbereich.
Sicherlich lässt es sich auch überall woanders einsetzen in sofern man einen Laptop oder einen PC als Feststation in seiner Nähe hat.
Aber wer geht schon z.B. mit Kamera und Laptop zum Fußballspiel oder in die freie Natur nur um die Daten direkt auf dem Laptop zu übertrage oder um sich die geschossenen Bilder auf einen größeren Monitor anzusehen?
Also ich würde es nicht machen, das ist viel zu umständlich.
Sicherlich sieht das für Reporter etwas anders aus, da man die Daten in Verbindung mit einem Handy per Funk auch weltweit versenden kann.
In dem Einsatzbereich fehlt es mir aber an Erfahrung.
Einstellen und Verbindungsaufbau mit einem Empfänger:
Hier gibt es auf jeden Fall ein paar Hürden die man erst mal überwinden muß und das ist wahrlich nicht so einfach.
Canon liefert per CD durchaus eine umfangreiche Beschreibung aber da liegt auch das Problem. Das WFT-E2 ist sozusagen eine eierlegende Wollmilchsau, mit anderen Worten es kann so ziemlich alles was im Funkbereich denkbar ist und das bedeutet tausend Möglichkeiten und auch tausend Beschreibungen wie sich das alles einstellen lässt.
Wer in dem Gebiet mit WLAN (Funkverbindung zum Router oder Laptop) keine Erfahrung hat, der weiss auch nicht welche Möglichkeit für ihn selber die Beste ist.
Wenn das WFT-E2 an der Kamera angeschlossen ist dann wir in dem Kameramenü eine zusätzliche Menüauswahl angezeigt mit der über die Kamera das WFT-E2 eingerichtet wird.
Diese zusätzliche Menüauswahl ist schon pauschal in der normalen Kamerasoftware hinterlegt, wird aber erst angezeigt wenn das WFT-E2 angeschlossen ist.
Hier zu erklären wie man was einstellt würde den Rahmen sprengen und hängt auch davon ab zu was man eine Verbindung aufbauen möchte.
Die Probleme mit dem ersten Verbindungsaufbau liegen darin, das zum einem der Sender (WFT-E2) richtig konfigurieren werden muß und das passend zu dem Empfänger, der ebenfalls konfiguriert werden muß.
Ich will mal so sagen, mir hat es einige sehr viele Stunden und Nerven gekostet bis das mal alles so funktioniert hat wie man sich das so wünscht. Ich kannte mich bis dahin nur sehr mäßig mit WLAN aus aber Gott sei Dank ganz gut mit dem Computer an sich.
Wer wenig Erfahrung mit WLAN und dem PC hat, der wird es vermutlich nicht so einfach haben das alles richtig miteinander zu verbinden.
Aber nicht entmutigen lassen, es geht, und dann auch sehr gut.
Fazit:
Das WFT-E2 ist eine kleine aber echt klasse Wunderkiste die grundsätzlich sehr gut funktioniert.
Das sinnvolle Einsatzgebiet ist eher speziell.
Ich benutze es im Studio und übertrage die Bilder zur besseren Kontrolle direkt auf meinen Laptop.
Ich habe für die Übertragung small JPG eingestellt und in Verbindung mit einem Router wird das Bild direkt nach dem Auslösen der Kamera zwischen 1 und 3 Sekunden übertragen. Das ist eine Geschwindigkeit die optimal zur Bildkontrolle ist, und ist mir im Studio eine wahre Hilfe auf die ich nicht mehr verzichten möchte.
Es ist leider alles andere als einfach das WFT-E2 richtig mit einem Router und Laptop zu konfigurieren aber wenn es einmal richtig eingestellt ist, dann ist es ein Kinderspiel.
Danach braucht man die Kamera nur noch einschalten und die Verbindung wird dann automatisch hergestellt.
Es kommt durchaus vor das die Übertragen auch schon mal abreist oder einfach nicht funktioniert, es lässt sich aber nicht klären ob es an dem WFT-E2 liegt, an dem Router oder dem PC. Bei ca. 500 übertragenden Bilder kommt es 1 bis 3 mal vor. Stellt für mich aber kein Problem dar, da ja die Bilder unabhängig weiterhin auf den Speicherkarten in der Kamera gespeichert werden und für die erneute Funkverbindung mache ich die Kamera aus, und wieder an und schon steht die Verbindung wieder.
Wer ein passendes Einsatzgebiet für das WFT-E2 hat dem kann ich das Gerät wärmstens empfehlen auch wenn der Anschaffungspreis relativ hoch ist und das Einrichten etwas schwierig ist.
Ohne weiter darauf einzugehen möchte ich noch erwähnen das sich die Kamera über das WFT-E2 vom Laptop aus auch steuern lässt, wie zum Beispiel das verändern von Zeit oder Blende und einiges mehr.
Wer kein wirklich passendes Einsatzgebiet hat der wird vermutlich schon allein wegen dem Preis abschrecken und wird vermutlich wenig Spaß daran haben denn die Tatsache das man zumindest einen Laptop braucht, macht es auch ein stück weit umständlich.
Es gibt mit Sicherheit noch vieles was erwähnenswert währe und wer noch Fragen hat kann sich gern an mich per Mail wenden, wenn ich kann, dann helfe ich gern weiter.
Für den Fall der Fälle:
[email protected]
Ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Beitrag etwas helfen.
Gruß Klaus