Testurteil: "75%"
Test: Einzeltest: Vom Arcade-Gerase zur Simulation
Zitat: MotoGP 10/11 lässt seine Vorgänger nicht gänzlich im Schatten stehen, kann aber doch mit Besserungen punkten. Die komplett überarbeitete Steuerung fordert selbst hartgesottene Fans - zum Nachteil der Neueinsteiger, welche sich mit einigen Momenten des Frusts auseinandersetzen müssen. Viel Feingefühl und Präzision sind hier die Zauberwörter, doch trotz der für einige sehr schweren Steuerung werden Spieler jeden Niveaus gut an das Spiel herangeführt. So sind das Tuning und Management des Teams nicht allzu komplex und damit leicht zugänglich für Raser mit weniger Kenntnis.Auch wenn dieser Karrierepart mit der Zeit langweilig werden kann, finden wahre Fans Wichtigeres an diesem Spiel zu meistern.Die Grafik ist nicht schlecht, übersteigt jedoch nur in wenigen Teilen das Mittelmaß. Während die Motorräder schick modelliert sind, ist alles andere eher trostlos. Bei den leeren Tribünen und faden Landstrichen kommt einfach keine Atmosphäre auf. Genauso ist der Soundtrack nur hintergründig und nicht weiter interessant - hier hätte Capcom wirklich mehr investieren können.Trotzdem eine klare Empfehlung an all jene, die einzigartige Fahrphysik fasziniert und Herausforderungen am Lenkrad suchen.Und noch eine Empfehlung an all die jenen, die immer vergebens die Regale nach Spielen für traute Zweisamkeit vor der PS3 abklappern. Die Integration vom Splitscreen in den Karrieremodus ist gelungen und wird viele nette Abende zu zweit bescheren.Auch nicht so rennerprobten Spielern wird der Einstieg durch Tutorials und Erläuterungen ermöglicht. Diese sollten jedoch ein wenig Geduld und Spucke mitbringen - denn Frust über die teilweise harte Abstrafung von "Schlechtfahrern" bleibt kaum aus.