Testurteil: "6.7 / 10"
Test: Einzeltest: MotoGP 2010/2011
Zitat: Pro: + zuschaltbare Fahrhilfen machen Einstieg leichter
+ sehr fordernde KI
+ Rückspulfunktion sorgt für weniger Frust
+ Karrieremodus im Koop spielbar
+ schönes Motorraddesign
+ passende Animationen
+ kaum Framerate-Einbrüche
+ stimmige Motorensounds
+ komplett lokalisiert
Contra: - immer noch sehr unausgewogenes Gameplay
- CPU-gesteuerte Gegner fast fehlerfrei
- Spielmodi praktisch identisch zum Vorjahr
- angestaubte Grafik
- langweilige Präsentation (1 zu 1 aus dem Vorgänger)
- wenige Details beim Streckendesign
- nerviger Kommentar und Soundtrack
- kein Boxenfunk
- lange Ladezeiten
MotoGP kann sich auch mit der aktuellen Version immer noch nicht wirklich entscheiden, ob es nun Simulation oder doch ein Arcaderacer sein will. Positiv, dass es nun durch die sehr umfangreichen Fahr- und Rückspulhilfen selbst für Genre-Neulinge ein Leichtes ist, sich in die Materie Motorradrennen einzuarbeiten. Schlecht, dass immer noch diese Krux zwischen einer extrem sensiblen, dadurch aber auch irgendwie sehr realistischen Lenkung und einem kaum logischen Fahrverhalten, das sich immer noch nicht von z. B. irgendwelchen Witterungsbedingungen beeinflussen lässt, besteht. Größtes Manko von MotoGP 10/11 dürfte aber der fehlende Unterschied zum Vorgänger sein. Spielerisch, inhaltlich und technisch wird sehr viel, eigentlich schon viel zu viel, Vorjahreskost geboten. Ob ein paar marginale Erweiterungen, wie etwa die bereits erwähnten Fahrhilfen oder die Koop-Möglichkeit im Karrieremodus, reichen, Käufer anzulocken, kann durchaus bezweifelt werden. Absolute Genreneulinge sollten aber trotzdem zum aktuellen Ableger greifen, bietet dieser einfach die bessere Basis, um sich ins nach wie vor sehr fordernde Gameplay einzuarbeiten.