Testurteil: "7.6 / 10"
Test: Einzeltest: FUEL
Zitat: Pro: + Riesige Spielwelt, unglaublich authentische Witterungsbedingungen, nie gesehene Unwetter in einem Rennspiel, teilweise dank Wetter und auch Streckenführung sehr anspruchsvolle Strecken, sehr abwechslungsreiche Pisten dank wechselnder Vegetation, sehr umfangreiches Spiel mit 72 Karriererennen und 190 Herausforderungen, unterschiedliches Fahrverhalten aller Fahrzeuge, gelungenes GPS-System sorgt für einigermaßen Orientierung
Contra: Freeride entpuppt sich als Enttäuschung, völlig langweilige Welt ohne jeglichem Leben, teilweise unfaires KI-Verhalten sorgt für frustrierende Rennergebnisse (vor allem auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad), vermeidliche Freiheiten der Streckenführung können zu bitterbösen Fallen werden, teilweise extreme Einbrüche der Bildrate, stellenweise heftige Grafikfehler, monotoner und sehr langweiliger Soundtrack, instabiler Onlinemodus
Mit FUEL hatte Codemaster ein ganz besonderes Rennspiel in der Mache, welches im Vorfeld vor allem aufgrund zahlreicher Zahlenspielereien mächtig für Furore sorgte. Und tatsächlich kann man, sofern man der Arcade-Raserei nicht ganz abgeneigt ist, diesem Spiel recht viel abgewinnen. Es ist nicht ganz erschließbar, wodurch der Spielspaß definiert wird: Ist es die stellenweise grandiose Optik und das ausufernde Nordamerika, was uns eine unglaublich riesige und abwechslungsreiche Spielwiese zur Verfügung stellt? Sind es die zahlreichen verwinkelten und schwierigen Pisten, die durchaus Fahrkönnen abverlangen? Oder sind es die Witterungsbedingungen, die uns dank Unwetter und Tornados regelrecht den Schweiß auf die Stirn treiben? FUEL macht Spaß, solange man sich in der Karriere aufhält und von den zahlreichen Frustmomenten nicht unterkriegen lässt. Denn sowohl die KI, als auch zahlreiche technische Mängel fördern regelrecht die Wut im Bauch. Letztendlich bleibt aber auch ein fader Beigeschmack. Denn was nutzt einem eine Spielwiese mit einem solchen Umfang, wenn die Welt in sich aus Langeweile zusammenfällt und jeglichen Sinn verliert. Denn der Freeride, welcher hoch angepriesen wurde, entpuppt sich als schmückendes Beiwerk und reine Tech-Demo, bietet aber keinerlei wirklichen Sinn. FUEL hatte durchaus viel Potenzial, doch hätte man deutlich mehr aus diesem Titel machen müssen!