Test: Einzeltest: Cougar A450 450W
Zitat: Das Cougar A450 mit 450 Watt ist ein ATX-Netzteil der qualitativen Mittelklasse. Es sind keine besonderen Vorzüge oder Nachteile erkennbar. Die Messwerte bewegen sich alle innerhalb der Spezifikation. Allerdings könnte die Lautstärke etwas geringer sein und die Aufteilung der Anschlüsse etwas besser. In unserem Test lag der Wirkungsgrad etwa auf dem Niveau des Power 400 Watt. Leider ist das Resultat von 74 % bei geringer Last jedoch nicht überzeugend. Mit 21-23 dBA ist der Lüfter bereits schwach hörbar, wenn auch nicht störend laut. Im Idle sind das aber verhältnismäßig hohe Werte. Bei Überlast werden bis zu 30 dBA erreicht. Ansonsten können wir die Aussage bestätigen, dass sich die Spannungsstabilität etwas verbessert hat. +3,3 V und +5 V liegen zumindest bei diesem Testmuster nicht mehr auf 55 mV, sondern 38, respektive 40 mV. Allerdings ist das Gerät mit 450 Watt in den näheren Details auch nicht direkt mit einem Vorgänger vergleichbar, der im Falle der Power-Serie 400 bzw. 550 Watt leistet. +12 V zeigt Spitze-Spitze-Werte von nicht mehr als 70 mV, was unter den erforderlichen 120 mV liegt. Hier ist auch die Regulation am besten bzw. der natürliche Spannungsabfall am geringsten. Die Messergebnisse liegen nie unter dem Sollwert. Die kleineren Schienen bewegen sich zumindest innerhalb der Spezifikation. Dennoch gibt es Punkte, die HEC weiterhin optimieren kann. Gerade +12 V neigt anfangs zu einem merkwürdigen Verhalten beim Übergang in die neue Laststufe. Dort dropt der Wert deutlich, wenn auch nur extrem kurzzeitig. Mit zwei PCIe Steckern und einem 4+4-pin ATX12V-Anschluss ist das A-450 durchschnittlich gut ausgestattet. Auch die Anzahl der SATA-Stecker ist zufriedenstellend. Wobei sich viele Benutzer sicherlich mehr als zwei Peripheriestränge wünschen würden. Hier muss man zwangsweise einen sehr langen Strang verwenden, auch wenn man weder die Länge, noch die Anzahl der Stecker an einem solchen benötigt. Die 6-pin und 6/8-pin Grafikstecker sind mit 45 cm hingegen etwas kurz geraten. Zudem ist der 8-pin Stecker das einzige Unterscheidungsmerkmal zum A400 mit zwei 6-pin Anschlüssen. Der Lieferumfang gestaltet sich klassisch und beinhaltet alle Utensilien zur Installation. Hinzu kommt eine Broschüre mit Sicherheitshinweisen und Kontaktdaten. Im Inneren finden wir die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen wie Isolierungen und einen Sicherungschip vor. Die EMI-Filterung setzt sich aus einer ausreichenden Anzahl an Komponenten zusammen. Ein MOV zur Ableitung von Überspannung wurde ebenfalls integriert. Der Ferritkern an Phase- und Neutralleiter entstört, die gut dimensionierten Schalter zeigen durchschnittliche Durchlasseigenschaften auf und die Kondensatoren sind günstig, aber funktional. Alles in allem ist das Cougar mit durchschnittlichen Bauteilen versehen worden. Der Klebstoff zur Befestigung wurde sehr präzise angebracht und sorgt für einen stabilen Halt aller Komponenten. Trotz entsprechender Abstände wurden die Leitungen am 4-poligen Netzschalter mit Schrumpfschläuchen umgeben. Wir finden daher kaum einen Kritikpunkt, der dem Cougar-Netzteil eine schlechte Qualität attestieren würde. Dennoch haben wir sicherlich schon leisere und effizientere PC-Netzteile gesehen, die etwas weniger als 55 € kosten. In jedem Fall kann sich das A450 aber im Markt behaupten und versorgt Rechner mit starker Grafikkarte problemlos.