Hohe Leistung und gute Qualität.
Seit nunmehr 2 Monaten habe ich den Turbo.264 HD Stick von Elgato und war zu Beginn sehr skeptisch. Das erledigte sich nach der ersten Anwendung. Die Performance ist beeindruckend. Die Leistung steigerte sich um Faktor 2 bis 3, je nach Zielformat.
Beispiel 1. (unter MAC OS 10.5.8)
Quellformat 1280x720 AVCHD, Aufgezeichnet mit einem Kathrein UFS910. Ohne den Stick kam der Mac auf rund 40 Bilder pro Sekunde. Mit dem Stick waren es 90 Bilder pro Sekunde.
Beispiel 2. (unter MAC OS 10.6.1)
Quellformat 720x576 MPEG2 Transport Stream (ebenfalls mit Kathrein aufgezeichnet). Zielformat 1024x576 MP4. Ohne Stick 60 Bilder, mit Stick 110 Bilder pro Sekunde. Das ist wirklich beeindruckend.
Info zu meiner Technik: Apple iMac 24", 3.06 GHz, 4GB DDR3, 1TB Festplatte von Anfang 2009.
Nun zur Software: Grundsätzlich einfach gut! Einfach zu bedienen und grundlegende Schnittfunktionen sind enthalten. Die Zielformate sind umfangreich anpassbar. Als Quellformat scheint das Programm alles zu fressen, selbst Transport Streams (.trp) von Sat-Receivern.
In der aktuellen Version 1.03 hab ich ein kleines Problem: Nach dem herausschneiden von Werbung fehlt nach dem Schnittpunkt für einige Sekunden der Ton. Dies wird meiner Vermutung nach aber wahrscheinlich mit einem Update behoben. Denn bei der 1.02 gab es das Problem nicht. Die 1.02 läuft nur leider nicht mehr unter MAC OS 10.6.
Hab mir den Stick für meinen MAC Mini (2,26 GHz, 4 GB RAM) geholt, um einerseits Videos von meinem HD-Satreceiver schneller für ipod/iphone zu konvertieren und andererseits den Import/Export unter imovie09 zu beschleunigen. Eigentlich funktioniert alles ganz gut und der Stick nimmt es auch mit unkonventionellen Dateiformaten auf (selbst meine „alten“ .Rec-Dateien vom Topfield 5000 beherrscht das Teil). Wählt man allerdings höherwertige Ausgabeformate (720p oder 1080p), verlieren die Videos gegenüber dem Quellmaterial sichtbar an Qualität (unscharf, michlig, Artefakte). Will man also einen HD-Film vom Camcorder oder Receiver z.B. für die Nachbearbeitung unter imovie oder Ansicht über Front Row in 720p oder 1080p Mac-tauglich konvertieren, muss man sich mit Verlusten begnügen. Für den, der es genau nimmt, taugt das Ding also in erster Linie zum „Runterkonvertieren“… Mit hochqualitativem Material (720p/1080p) wird man aber nicht glücklich – das scheint aber ein generelles Apple-Problem zu sein, da ich auch ohne Stick Verluste beim Umgang mit HD-Material beklagen muss (imovie, Quicktime etc.). Von wegen: Einschalten und Loslegen. Hab schon Stunden/Tage damit verbracht, eine Lösung für das Qualitätsproblem zu finden…