Test: Einzeltest: Enermax Fulmo Advanced
Zitat: Kommen wir zum Fazit unseres Test. Wie schon eingangs erwähnt, kann das Enermax Fulmo Advanced mit allerlei Überraschungen aufwarten. Neben einer absolut ausreichenden Anzahl an Einbauplätzen für 3,5“-Laufwerken, von denen vier Einbauplätze 2,5“-kompatibel sind, können zusätzlich noch vier externe 5,25“-Laufwerke im Fulmo eingebaut werden. Wem dies nicht ausreicht, dem wird ein Midi-Tower vermutlich sowieso zu klein sein.
Fünf vorinstallierte Lüfter, drei davon aus der Vegas-Reihe mit blauer LED-Beleuchtung, die sechs verschiedene Beleuchtungsmodi zulassen, sorgen für die nötige Frischluftzufuhr und das vorbildlich. Die Lautstärke lässt sich dank stufenloser integrierter Lüftersteuerung ganz an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Auf 7 V säuseln die Lüfter angenehm vor sich hin, bei 12 V machen sie mächtig Dampf, wobei die Einstellung nur notwendig ist, wenn der Rechner voll ausgelastet ist. Aber wer bei einem aktiongeladenen Egoshooter das Headset auf dem Kopf hat, hört dann auch nichts mehr von den Lüftern.
Das Fulmo glänzt mit allerlei, teilweise leider auch überflüssigen, Extras. Fangen wir mit den nützlichen Extras an. Hier ist äußerlich vor allem die Dockingstation zu nennen, welche es erlaubt, bei passender Bios-Einstellung im laufenden Betrieb mal eben eine Festplatte hinzuzufügen, ohne das Gehäuse dafür öffnen zu müssen. Im Inneren erwähnenswert ist auf jeden Fall die konsequente Umsetzung der Entkopplung. Nicht nur das Netzteil ist vollständig vom Gehäuse entkoppelt, auch die internen Laufwerke und der vorinstallierte Lüfter im Seitenteil.
Zu den in unseren Augen überflüssigen Extras des Enermax Fulmo Advanced zählt das Schnellverschlusssystem für die Erweiterungskarten. Dieses ist leider nicht für große schwere Karten geeignet. Aber obwohl sich im Gegensatz zu Lian Li das System nicht entfernen lässt, bietet Enermax trotzdem die Möglichkeit, Erweiterungskarten mit Schrauben zu befestigen. Auch den Klettverschluss, der das Netzteil zusätzlich sichern soll, ist unserer Meinung nach überflüssig. Beides hätte sich Enermax zu Gunsten eines niedrigeren Preises oder des Einsatzes von Rändelschrauben für Erweiterungskarten sparen können.
Preislich liegt der Enermax Fulmo in der Advanced Ausführung mit 95 Euro ungefähr 13 Euro über dem Corsair Carbide 400R , kann dafür aber mit einer Lüftersteuerung und einer Dockingstation aufwarten. Von daher finden wir den Preis des Fulmo Advanced durchaus gerechtfertigt.