Testurteil: "4.5/10"
Test: Einzeltest: The Fall - Mutant City
Zitat: Pro: + Sehr gute Vertonung
+ Ansehnliche Grafik
+ Einige knifflige Rätsel
Contra: - Viel zu kurze Spielzeit
- Handlung flach und vorhersehbar
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- Logik- und Soundfehler
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- Blasse Charaktere, unglaubwürdige Spielwelt
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- Geschmackloser Held
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- Keine Komfortfunktionen
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- Unnötig lange Laufwege
Manchmal frage ich mich, was in den Köpfen der Entwickler vorgeht. Wie kann man ein Ultrakurz-Adventure mit dem Umfang eines Zusatzpakets als Nachfolger eines sieben Jahre alten Rollenspiels verkaufen? Das Schlimme daran ist, dass weniger informierte und gutgläubige Fans Mutant City letztlich kaufen - und sich dann die Augen reiben, was sie sich da für einen Wüstenmüll auf die Platte geschaufelt haben. Das Spiel beginnt schon mit einem schlechten Scherz (keine Sequenz, keine Info, kein gar nichts), das lächerliche Ende aber toppt alles. Die 20 Euro sollten nicht einmal knallharte Fans investieren. The Fall - Mutant City war ursprünglich als Erweiterung zum Endzeitrollenspiel The Fall - Last Days of Gaia geplant, ist aber nie fertig geworden. Und weil unveröffentlichte Spiele keinen Gewinn abwerfen, haben die Entwickler den Prototypen nach sieben Jahren kurzerhand aus der Schublade gefischt, ein paar alte Magazinwertungen des Originals draufgepappt und noch mal kräftig die Marketing-Trommel gerührt. Am Ergebnis ändert das jedoch wenig: Mutant City ist von spielerischer Unterhaltung immer noch weiter entfernt als Guttenberg vom Kanzleramt und hat als "offizieller Nachfolger zum Hit" (Zitat auf der Verpackung) nicht einmal den Umfang eines Zusatzpakets. Mutant City stellt einen Rekord auf Wären wir Redakteure von GBase keine Spielekritiker, sondern Spielepolizisten, müssten wir The Fall - Mutant City beschlagnahmen. Was uns hier als lang ersehnte Fortsetzung zu The Fall untergejubelt werden soll, grenzt an blankem Etikettenschwindel. Zum Vergleich: Last Days of Gaia war ein solides Endzeitrollenspiel, Mutant City ist hingegen ein klassisches Point ´n´ Click-Adventure. Schon da dürften Fans die Stirn runzeln, man legt ja auch nicht ein bekanntes Strategiespiel als Ego-Shooter neu auf. Und selbst wenn, dürfte man nicht einfach "Nachfolger" draufschreiben, sondern lediglich den "Syndicate"-Sticker zücken.