Testurteil: "8 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Hawaii
Zitat: Hawaii ist ein hübsch gestaltetes Spiel, das den Neuling alleine wegen seiner Optik anzieht. Genauso leicht kann der Neuling durch die erste Partie auch verschreckt werden: Wer die ersten fünfzehn Minuten vergeigt (und das merkt man zu diesem Zeitpunkt noch nicht), sieht die restlichen ca. 75 Minuten lang die glücklicher agierenden Spieler Runde für Runde weiter davonziehen. Das kann ganz schön frustrieren, der Langzeitspaß reicht in einigen Fällen nicht einmal für eine zweite Partie. Da die Effekte meines Handelns sich erst über die Zeit zeigen, ist es schwer das Spiel nur kurz anzuspielen und dann in eine richtige Runde zu starten.Wer Hawaii öfters gespielt hat, kann damit seine Freude haben. Auch auf lange Sicht. Nicht nur weil jede Partie wegen der modularen Verteilung der Orte anders läuft, alleine schon weil jede Runde durch die Preisplättchen eine andere Taktik erfordert. Hierbei sei gesagt: Vorausschauendes Spielen ist wichtig. Wer auf genau eine für ihn wichtige Ortstafel spekuliert an der in der nächsten Runde gar kein Preisplättchen liegen, kann die unglückliche Verteilung durch kein Mittel dieser Welt verändern.Taktisch gesehen ist es anfangs eher klug, Einkommen in Form von Muscheln oder Obst zu generieren. Zusätzliche Schritte zu haben ist zwar nett, aber über die ganze Insel laufen zu können ohne Aktionen zu starten bringt überhaupt nichts; ohne Moos nichts los. Aber das muss ich Taktikern, die die klare Zielgruppe des Spiels darstellen, wohl nicht erzählen.