Testurteil: "74%"
Test: Einzeltest: Spellforce
Zitat: Pros:
+ klasse Intro
+ sechs Völker
+ toller Soundtrack
+ gute Sprachausgabe
+ pompöse Bosskämpfe
+ ausführliches Tutorial
+ nützliche InGameHilfen
+ sehr gutes Figurendesign
+ sehr einsteigerfreundlich
+ lebendige Flora und Fauna
+ viele Zaubersprüche & Waffen
+ sehr gute Landschaftsdarstellung
+ komplexes Aufbau& Rohstoffsystem
+ stimmungsvoller Tag& Nachtwechsel
+ Befehlsbestätigung lässt sich ausschalten
+ Kreaturen & Aufrüsten ohne Ende
+ beeindruckende Titanen für jedes Volk
Kontra:
- öde Quests
- schwache Story
- magere Dialoge
- lange Ladezeiten
- strunzdumme KI
- HolzpuppenGestik
- einige Clippingfehler
- keinerlei Statistiken
- kaum Taktik notwendig
- viel Mikromanagement
- schlechtes Formationssystem
- sehr langatmige Aufbauphase
- unbefriedigender Rollenspielteil
- dreister Herr der RingeAbklatsch
- enttäuschender MultiplayerModus
- keine automatische Scoutfunktion
- Schulterperspektive spielerisch sinnlos
- keine Mauern, Türme nicht bemannbar
Don`t believe the hype! Da lobt die versammelte Presselandschaft ein Spiel in den siebten Fantasy-Himmel, und hinter der aufgebauschten Euphorie verbirgt sich ein von der Idee her ambitioniertes, aber höchstens durchschnittlich umgesetztes Spiel. Klar hat der neue Mix aus Helden- und Feldherren-Alltag seinen Reiz. Satte 100 Stunden Spielzeit, dutzende Zauber, zahllose Waffen und sechs Völker warten auf euch. Und die stimmungsvollen Tag- und Nachtwechsel sorgen zusammen mit dem epischen Soundtrack für eine klasse Kulisse. Aber weder anspruchsvolle Rollen- noch Strategiespieler werden die dilettantischen Fehler verschmerzen, die Spellforce klar in die zweite Spielspaß-Liga befördern: Die Story ist schwach und zusammen mit dem herrlichen, aber inhaltlich dreist abgekupferten Intro nicht mehr als ein müder Herr der Ringe-Abklatsch. Die Identifikation mit dem Helden ist Fehlanzeige, denn weder die platten Dialoge noch die Quests können dem Runenkrieger Leben einhauchen. Ambitionierte Feldherren werden sich besonders über die verkorksten Formationen, die strunzdumme KI und die 08/15-Taktiken ärgern. Außerdem ist der Aufbau sehr zäh und das Missions-Schema fast immer gleich. Ein Armutszeugnis sind zudem die fehlenden Zufalls-Schlachten gegen die KI sowie ein einziger Spielmodus für Online-Duelle. Unterm Strich sorgen die hohe Langzeitmotivation, die Einsteigerfreundlichkeit, die hübsche Optik und die schier endlosen Levelmöglichkeiten à la Diablo noch für eine sanfte Landung im Mittelmaß. Wer leicht zu bedienende Kämpfe, einen opulenten Fantasy-Spielplatz und Aufrüstgarantien bis ins Rentenalter sucht, wird fündig. Wer erzählerisch und strategisch eine Klasse besser unterhalten werden will, greift zu Neverwinter Nights, Age of Mythology oder WarCraft III.