Testurteil: "8 / 10"
Test: Einzeltest: Earth Defense Force: Insect Armageddon
Zitat: Pro: + aufgehübschte Optik mit mehr Details und feineren Animationen
+ verfügbare, je nach Mission vorhandene Einsatzfahrzeuge halten mehr aus und sind besser steuerbar
+ gesamt sehr gut funktionierende Steuerung
+ ordentliches Waffen-Arsenal, das allerdings erst einmal zusammengetragen werden muss
+ vier verschiedene Kampftypen
+ auch auf hohem Schwierigkeitsgrad bleibt es motivierend, da die Level jederzeit mit ein wenig Taktik stets schaffbar bleiben
+ Kampf-Figuren deutlich agiler
+ ordentliche Sound-Kulisse
Contra: - egal wie die Konsole eingestellt ist (Systemeinstellung), das Spiel ist komplett in Englisch abgefasst (Menü, Optionen, Waffen-Beschreibungen, usw.)
- wenig abwechslungsreiche Umgebungen (meistens Häuser/Straßenschluchten)
- Slow-Downs und Clippings
- Mission hört gefühlt irgendwie in der Mitte auf
- Koop-Spiel lässt sich nicht mit Split-Screen kombinieren
- merkwürdiges, nicht immer nachvollziehbares Waffen-Balancing (z.B. Jet und Tank – die Waffen des Jets sind effektiver, stärker als es des Tank = unverständlich)
- Das Nachladen während der Schießerei kann zur Nervenprobe werden, da das Nachladen (ähnlich wie bei Gow) gut getimt werden muss u. der Balken für den richtigen Druck oft viel zu klein ist
- gesamt dauert das Nachladen, wenn man kein Timing hat, oftmals viel zu lang
Man nehme ein wenig Zeit, wechsle den Entwickler, baue ein paar neue Ideen auf, poliere die Optik und fertig ist herrlich belangloser, aber irgendwie süchtig machender Spielspaß! Ein Spiel muss nicht immer anspruchsvoll sein um den Spieler bei Laune zu halten – manches Mal sind es die ganz schlichten Dinge, die sogar in der Lage sind mehr Fun zu machen, als extrem ausgeklügelte Geschichten. Und Earth Defense Force: Insect Armageddon ist genau so ein Titel, der alles für die kurzweilige, aber auch für stundenlange Unterhaltung bietet. Im Solo-Spiel ein wenig mau, liefert die Krabbel-Killerei alles, was einen langweiligen Sonntag-Nachmittag so richtig aufpeppen kann. Ein wenig fad geschmeckt hat uns das Ende des Missions-Strangs, denn dieser hört irgendwie einfach auf und hinterlässt zahlreiche Fragezeichen. Ohne effektives Ende und vor allem mit dem Gefühl „jetzt hätte es erst richtig los gehen können“ bleibt man als Spieler zurück und folgt verwirrt dem Abspann. Angesichts des im Spiel-Menü anwählbaren Punkts „downloadable Content“ (derzeit noch ohne Inhalt) und der Tatsache, dass EDF: Insect Armageddon für moderate 35-40 Euro im Handel zu bekommen ist, könnten böse Zungen nun behaupten, dass der Kampf per DLC weiter gehen wird. Da das auf der Disc vorhandene Angebot allerdings schon als umfangreich und ordentlich bezeichnet werden kann, sind mögliche DLCs gar nicht so schlimm – sofern man diesen offen gegenübersteht und wir sind ehrlich, wir hoffen und setzen darauf. Na ja, und wer auf DLC kein Bock hat, der bleibt schlicht auf der Disc zuhause und genießt rund 100 Stunden herrlich wilde, sinnlose aber verdammt spaßige Ballerei, die sogar auf der Stufe Hart sowie Inferno das eine oder andere Mal Taktik und Strategie verlangt und auf diese Weise offenbart, dass auch vermeintlich stumpfe Ballerei gewisse Raffinessen in Petto hat. Ach ja, noch ein Aufruf zum Schluss: Wer sachdienliche Hinweise dazu liefern kann, warum sich die Entwickler dazu entschlossen haben den Kämpfern den Namen „Lightning“ zu verpassen – immerhin der Name des Titelhelden aus den Animationsfilmen CARS, meldet sich bitte bei der Redaktion; Oder jeder anderen Polizeidienststelle, vielen Dank!