Die Nikon D5100 ist sehr rauscharm!!!
Ich habe die D5100 jetzt fast ein Jahr und bin noch immer begeistert von der herausragenden Klasse, der mit ihr gemachten Bilder! Selbst bis ISO 12600 hält sich das Rauschen in nicht störenden Grenzen. Bei den unteren ISO-Werten bis ISO 1600 ist Rauschen so gut wie gar nicht wahrnehmbar! Insofern eignet sich die Kamera sehr gut zur Lowlightfotografie! Es macht viel Spaß mit dieser Kamera mit ihrem schwenkbaren Display zu fotografieren und sie ist daher sehr zu empfehlen! Zumal sie auch preislich jetzt auf einem sehr erschwinglichen Niveau liegt, bedingt durch das Erscheinen der neuen Nikon D5200!
Diese Digital SR rauscht unerträglich schon ab ISO 200. Sogar bei ISO 100 und direktem Sonnenlicht sind Rauschartefakten zu beobachten. Habe sie retourniert und stattdessen eine ältere von Pentax, die K-r geholt - eine andere Welt! In JEDER Hinsicht viel, viel besser und praktisch kein Rauschen bis ISO 1600. Nikon- nein danke!
Ich bin nach meiner Fujifilm Superzoom in die DSLR-Klasse eingestiegen. Ich habe bis jetzt tatsächlich auch noch mit einer alten Pentax-Spiegelreflex fotografiert. Ich bin nur Hobby-Fotograf und fotografiere seit ca. 30 Jahren.
Ich habe die D5100 jetzt seit ca. 6 Wochen und mehrere tausend Bilder geschossen. Zur Kamera habe ich ein lichtstarkes Sigma 17-70 mm DSM Macro Objektiv gekauft und denke das sich die knapp 400 Euro für so eine 600 Euro-Kamera wirklich gelohnt haben. Hier hat sich zu früher glaube ich nichts geändert - gute Kamera braucht gute Objektive.
Positives:
- sehr gute Bildqualität
(ich glaube das langes betrachten der Bilder bei hohen
Vergrößerungen am Monitor nicht wirklich hilfreich sind um
Vergleiche mit anderen Kameras zu ermitteln- andere
Kameras wie z.B. die Canon EOS 550 D oder 600 D sind auch Spitze)
Wie oft zieht man schon Poster ab?
Dynamik: die ist wirklich klasse und auch das Rauschen ist extrem
gut. Gerade bei RAW-Aufnahemn.
- Objektivauswahl: sie ist sehr üppig und die Objektive für Nikom
erreichen sehr gute Testergebnisse. Das war für mich auch ein
Entscheidungskriterium für Nikon).
- Bildschirm: sehr gute Auflösung und brillantes Bild
- Autofokus: sehr schnell und genau bei richtiger Bedienung (Sucher)
- Live-view: bei richtigen Einstellungen auch gut (z.B. für Makro-
Aufnahmen), aber Autofokus natürlich langsamer (Kontrastmessung)
- Funktionen: sehr üppig, praktisch: Szene-Modi und Effekte - gute
Übersicht, intuitive Bedienung
- Haptik: Gehäuse fühlt sich gut und wertig an - natürlich nicht
mit wesentlich teureren Kameras mit abgedichteten Gehäuse
vergleichbar.
- Videomodus: habe ich bis jetzt vernachlässigt - Aufnahmen
verwackeln schnell
Negatives:
- Bedienung: Was ich nicht ganz verstehe sind folgende Ungereimtheiten bei den Einstellungen:
1. Die Iso-Automatik ist eine tolle Funktion - allerdings kann ich durch die Belegung der Fn-Taste Iso-Einstellungen schnell zum Beispiel im Programmmodus "Kinder" ändern - also von Auto bis hin zu jeder anderen Iso-Einstellung - im P,S,A, und sogar M-Modus ist dies nicht möglich - Warum das? Gerade vom M-Modus bin ich bis jetzt gewohnt alles manuell einstellen zu können (bei meiner alten Superzoom). Um zwischen Iso-Automatik und manuellen Iso-Einstellungen umzuschalten muss man also extra ins Hauptmenü - sehr unpraktisch.
2. In den Szene-Modi werden keine Einstellungen gespeichert (z.B. AF-Modus) und es kann nicht der kontinuierliche Autofokus gewählt werden. Dies geht nur über die Automatik - wenn sie es für richtig hält schaltet sich der C-Autofokus ein. Dies halte ich auch für sehr unpraktisch. Auch den Einsatz des Blitzlichtes kann man in diesen Modi nicht aktiv unterdrücken - Schade
Man kann also nicht die Szene und anderen Modi wie z.B. Porträt " verbessern" bzw. für sich anpassen. Dadurch landet man also ganz schnell bei den althergebrachten Modi wie P,A,S und M.
Hier hätte ich mir mehr Flexibilität und weniger Automatiken gewünscht.
Dies hätte ich von einer DSLR nicht ganz gedacht.
Trotzdem ist dies schon jammern auf hohem Niveau. Die vielen Einstellmöglichkeiten wie z.B. Picture controll, D-Lighting, Bildbearbeitungswerkzeuge, usw. usw. sind sehr nützlich und praktisch.
Für gute Bilder ist es letztendlich also immer noch so wie bei meiner alten Pentax: gutes Licht und ein gutes Objektiv und die richtigen Einstellungen von Blende und Verschlusszeit - nur die Nikon macht vieles alleine richtig gut!
Ich würde mir die Kamera wieder kaufen.
5 Sterne würde es geben, wenn die Einstellungsmöglichkeiten wie oben beschrieben flexibler wären.
Für Umsteiger wie mich stellt sich die Frage, was sich zwischen D60 und D5100 in der Bildqualität getan hat. Ich habe dazu diverse Fotoreihen im RAW-Format geschossen bei exakt gleicher Belichtung, Objektiv, Schärfung usw. Die Rauschunterdrückung wurde in Nikon Capture NX2 immer komplett abgeschaltet und die Bilder damit neu gespeichert, weil sie besser sind als die Kameraversionen. Die bei Fachzeitschriften verwendeten JPG-vergleiche haben begrenzte Aussagekraft, da JPGs immer Interpretationen sind (v.a. Rauschfilter, Kontrast, Schärfung), die das Kamerapotential nicht voll ausschöpfen.
Das Ergebnis kann man so zusammenfassen: Nikon ist es tatsächlich gelungen, eine 16Mp-Kamera zu bauen, die sichtbar höher auflöst UND gleichzeitig weniger rauscht als die 10Mp D60. Ohne Rauschfilter sind die Bilder der 5100 vielleicht eine knappe Blende rauschärmer, zeigen aber deutlich mehr Details. Es ist so, als wenn man von der Brille einen leichten Schmierfilm wegputzen würde. Das Rauschen der D5100 hat einen feineren aber zugleich grieseligeren Charakter. Der Störfaktor mag zwar unterschiedlich wahrgenommen werden, nutzt man jedoch den Auflösungsvorteil und addiert ein feinfühliges, minimales Rauschfilter in Capture zu den D5100-Bildern, um das Grieselige etwas zu reduzieren, dann kann man bei mindestens gleicher oder besserer Detailzeichnung der D5100 ab ISO400 aufwärts bis zu 1,5 Blenden gegenüber der D60 rausholen. D5100-ISO3200-Bilder sind nicht allzuweit von D60-ISO800-Bildern entfernt und D5100-ISO6400-Bilder deutlich besser als D60-ISO3200. Das ist ein relevanter Qualitätssprung wenn man bedenkt, dass ein um 1-1,5 Blenden weiter geöffnetes Objektiv deutlich mehr kosten könnte und bei Offenblende dann oftmals doch nicht ganz so gut und mit weniger Schärfentiefe abbildet. ISO12800 taugt vielleicht noch für Postkarte und ISO25600 vergessen wir gleich ganz.
Was sonst noch: Video ist sehr scharf und rauscharm, allerdings sind Schwenks leider ein wenig ruckelig. Die Scharfstellung bei Video ist noch ok schnell, ist aber mit dem Camcorder nicht vergleichbar. Das Mikrofon ist ok, aber den AF hört man halt. Langsam Schwenken empfiehlt sich, dafür gibts aber u.U. Weitwinkel und Objektiv-Bildstabilisator. Video ist m.E. vollwertig einsetzbar für den "Clip zwischendurch".
Gewicht gegenüber D60 kaum schwerer - erstaunlich! Umfang unrelevant größer, nur etwas dicker und daher nicht mehr ganz so handlich. Das Sucherbild ist einen Tick kleiner, aber noch ok. Die Buttons sind kleiner - und, ja, es fehlt immer noch ein ISO-Button! Also muss - wie gehabt - der Selbstauslöserbutton umbelegt werden. Immerhin werden ISO-Änderungen jetzt im Sucher angezeigt (nicht jedoch der gerade eingestellte Wert). Insgesamt sind die kleineren Buttons fummeliger geworden, aber an all das gewöhnt man sich. Der Live-View mit dem prima Klappmonitor ist etwas, was man tatsächlich nutzen kann, v.a. bei ungünstigen Perspektiven.
Die HDR-Funktion steht m.E. noch eher am Anfang der Entwicklung. Wer RAW oder RAW+JPG fotografiert den nervt zunächst mal, dass HDR nur mit JPG möglich ist, es aber keinen Button für JPEG/RAW Umschaltung gibt. Nachdem das Bild gemacht wurde, schaltet sich HDR aus. Hier sollte man sich einen schnellen Menüeintrag konfigurieren. Trotzdem bleibt es umständlich. Die Ergebnisse sind gar nicht uninteressant. Allerdings muss man einen Kompromiss zwischen unecht hyperrealistisch und echter, aber eher grauem statt blauem Himmel suchen. Manchmal geht das. Ein Kaufargument ist HDR indes nicht.
Zusammenfassung: Der Umstieg wegen Bildqualität zahlt sich für mich aus. Video ist ein relevanter Zusatznutzen. Ich bin zufrieden mit der D5100, auch wenn die Bedienung verbesserungsbedürftig ist. Trotzdem 5 Sterne.
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