Testurteil: "95%"
Test: Einzeltest: Nikon D600 mit AF-S 24-85 mm [Foto: MediaNord]
Zitat: Pro: + Robustes, noch handliches Gehäuse
+ Exzellente Bildqualität, selbst bei hoher ISO-Zahl
+ Integriertes Blitzgerät
+ Zahlreiche, sinnvolle Automatikfunktionen
+ Großer Ausstattungsumfang
Contra: - Display weder klapp- noch schwenkbar
- AF-Sensoren decken nur das Bildzentrum ab, zudem langsamer Live-View-/Video-AF
- HDR-Funktion nur umständlich zu aktivieren
Nikon liefert mit der D600 eine Kleinbild-DSLR ab, die sich an den ambitionierten Foto-Amateur wendet, aber durchaus auch für professionelle Fotografen schmackhaft ist. Ob Auflösungsvermögen, Balance zwischen Rauschunterdrückung und Bilddetails oder Eingangs- und Ausgangsdynamik: Die Bildqualität der D600 ist bis ISO 400 exzellent und sogar bei ISO 3.200 noch mehr als gut. Das hohe Auflösungsvermögen der Kamera lässt sich indes nur ausschöpfen, wenn die D600 mit adäquatem Glas bestückt wird. Dabei sind ihre Ansprüche nicht ganz so groß wie die der D800, dennoch kann das Kit-Zoom AF-S Nikkor 24-85 mm 1:3.5-4.5G ED VR das Potential der Kamera nicht ganz abrufen. Sehr gut ist zudem der Ausstattungsumfang mit sinnvollen Automatiken für den unbedarften Fotografen aber auch schier unendlich vielen Konfigurationsoptionen für Amateure und Profis. Leichte Abstriche muss man indes gegenüber den Profi-DSLRs von Nikon vor allem beim Autofokussystem hinnehmen: 39 AF-Felder sollten zwar für die meisten Gelegenheiten ausreichen, aber die Sensoren drängeln sich zu sehr im Bildzentrum. Somit eignet sich die D600 nicht ganz so gut für die Action-Fotografie, wenngleich sie mit einer Serienbildrate von rund 5,5 Bildern pro Sekunde recht flott unterwegs ist. Fotografen, die nach einer bezahlbaren Allround-Vollformat-Kamera oder einem semi-professionellen Zweitgehäuse Ausschau halten, dürfen sich von der D600 gerne verzücken lassen. Und sehen ihr dann großzügig die eine oder andere kleine Schwäche nach, etwa das starr verbaute Display, den im Live-View-Modus gemächlichen Autofokus oder die umständlich zu aktivierende HDR-Funktion. Videographen werden mit der D600 indes nur glücklich, wenn sie bei Full-HD auf eine Rate von 50 Vollbildern je Sekunde (50p) verzichten können wie auch auf eine Schärfenachführung.