Testurteil: "8.8 / 10"
Test: Einzeltest: The Legend of Zelda - Spirit Tracks
Zitat: Gold Award
Pro: + spannende und kreative Rätsel; guter Einsatz der Waffen und deren Eigenschaften; packende Bossfights die fordern aber fair sind; tolle Mikrofonnutzung (Panflöte und Luftkanone); sehr gelungene und komfortable Touchscreensteuerung; übersichtliche Karte auf der man Notizen machen kann; Zelda als Phantom spielbar; tolle Dungeons; Zugfahren prinzipiell eine gute neue Idee; Mehrspieler mit einer einzigen DS-Card/Modul möglich
Contra: das Zugfahren schränkt die freie Erkundung ein und ist manchmal nervig; sehr viele Spielelemente aus dem Vorgänger übernommen; Mikrofon reagiert manchmal nicht so wie man möchte, Mehrspieler ist sehr minimalistisch
„Zelda: Spirit Tracks“ ist wie sein Vorgänger äußerst gelungen. Man hat einmal mehr auf die Stärken der Serie gesetzt und diese an einigen Stellen noch ausgebaut und verfeinert. Das neue Element mit der Lokomotive war sicherlich gewagt, aber allein vom Flair passt es insgesamt ganz gut in die Serie. Allerdings werden einige damit vor den Kopf gestoßen, die lineare Abenteuer nicht so sehr mögen und die Welt lieber gänzlich offen und frei erkunden. Durch die vorgegebenen Gleise und Pfade wird man in seiner Entdeckerfreiheit nämlich ziemlich eingeschränkt. Obwohl man während der Zugfahrten einiges erleben kann, sind diese hin und wieder ein bisschen langweilig und können manchmal auch ein wenig nerven. Das gilt aber nicht für den Rest des Spiels. Die Dungeons sind ausgezeichnet und bieten so manch spannende Rätsel. Die Eigenschaften der Waffen wurden dabei geschickt eingebunden und die Bossfights sind wieder gewohnt fordernd aber niemals unfair. Es macht Spaß der Geschichte zu folgen und auch wenn diese nicht sonderlich komplex ist, möchte man doch wissen wie es weitergeht. Viele Gameplay-Elemente kennt man bereits aus anderen Zelda-Spielen, was aber nicht heißen soll, dass diese schlecht sind. Der Mehrspielermodus hätte etwas umfangreicher ausfallen dürfen, da dieser nicht mehr als einen Bonus zum eigentlich Abenteuer darstellt. Technisch gibt es allerdings keinen Grund zur Klage. Die Grafik überzeugt wie schon bei „Phantom Hourglass“ und die bekannten Zelda-Melodien gehen ins Ohr. Die Touchscreen-Steuerung erweist sich einmal mehr als sehr intuitiv und komfortabel. „Zelda: Spirit Tracks“ wird vielleicht kein Anwärter auf den Thron zum besten Spiel der Zelda-Serie, aber es ist ein würdiger Nachfolger und Fans, wie auch Action-Adventure Begeisterte, können bedenkenlos zuschlagen. Nintendo liefert uns damit vor Weihnachten noch einen echten Hit auf dem DS!