Test: Einzeltest: OCZ Z-Series - Z1000M 1000W 80Plus Gold
Zitat: Preislich bewegt sich das OCZ Z1000M im Mittelfeld der 1000 Watt PC-Netzteile. Gemessen daran ist die Restwelligkeit auf +12 V relativ hoch. In allen anderen Disziplinen zeigt das Modell aber solide Ergebnisse. Damit ist es vielleicht nicht das beste Netzteil der Industrie, wohl aber das beste Design vom Hersteller Sirtec. Nur könnte die Anzahl an Peripheriesteckern eine etwas höhere sein. Wie bereits erwähnt, zeigte das Modell mit etwa 100 mV eine sehr hohe Restwelligkeit auf +12 V, die sich damit aber noch im Rahmen der Spezifikation bewegt. Die zuvor getesteten be quiet! Dark Power Pro P8 und besonders das Cooler Master Silent Pro 1000 W zeigten hier allerdings etwas bessere Werte. +3,3 V ist mit einem Endwert von -2,4 % am schlechtesten reguliert, was nach wie vor sehr gut ist. Der Verlauf bei +5 V ist noch etwas besser und +12 V schließlich zeigt sich von unseren Belastungen unbeeindruckt. Mit 91 % Wirkungsgrad in der Spitze und 84 % bei 10 % Last konnte das OCZ hohe Werte erreichen, auch wenn es bei 100 % nach unseren Messungen nicht ganz für 80Plus Gold gereicht hätte. Die Differenzen sind jedoch so gering, dass sie nicht ins Gewicht fallen. Zudem ist das Netzteil anfangs sehr leise. Später steigert sich das Z1000M auf 25 bzw. 29 dBA und wird auch subjektiv recht laut. Doch bei einem derart starken Netzteil entscheidet im Zweifel die Kühlkraft über Qualität, weshalb der Maximalwert für 1000 W ein absolut akzeptabler ist. Im Inneren zeigt OCZ ein Sirtec-Design, was sicherlich deren bestes Werk ist. Nicht unbedingt nur, weil sekundärseitig keine chinesischen Kondensatoren mehr verbaut sind, die bei hohen Rippleströmen schnell das Zeitliche segnen. Es wurde sichtbar mehr Wert auf sinnvolle Isolierungen gelegt, da beispielweise der Abstand vom AC-Inlet zur Hauptplatine gering ist. Selbst dort, wo es aufgrund der Abstände nicht erforderlich ist, wurden die Drosseln mit einem Schrumpfschlauch versehen. Leider ist dafür die Verbindung zum zweiten X-Kondensator ungeschützt, da es sich hier nicht um Kupferlackdrähte wie bei den Drosseln handelt. Dicke, und mit Kabelbindern eingequetschte, Leitungen am Ausgang sind ebenfalls nicht die beste Lösung. Ansonsten ist das Gerät aber gut bestückt und enthält alle notwendigen Bauteile am Eingang wie auch einen Sicherungschip. Bei der Ausstattung könnte OCZ deutlich mehr als drei Molex-Anschlüsse bereit stellen. Mit sechs 6-pin-PCIe-, zwölf SATA- und einem Floppy-Stecker ist der Umfang an Anschlüssen aber stattlich. Außerdem ist die Länge der Leitungen mit 55 cm beim 24-pin und 60 cm bei der CPU-Versorgung besonders für BigTower vorteilhaft. Freundlicherweise legt OCZ fünf Kabelbinder mit Klettverschluss bei, die selbst in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit sind. Auch sonst beinhaltet der Lieferumfang alles, was zur Installation benötigt wird. Für aktuell knapp 190 € kann der Kunde das allerdings auch erwarten. Wir haben das Z1000M auf den vorherigen Seiten mit einigen Modellen verglichen und müssen festhalten, dass Cooler Master aktuell das bessere 1000 W-Netzteil verkauft. Effizienz ist nun mal nicht alles. Das soll aber keineswegs heißen, dass sich OCZ hier große Schwächen geleistet hätte. Das Z1000M bewegt sich innerhalb der Richtlinien, erfüllt bereits EuP und kann die meisten Vorzüge des be quiet! P8 1000 W parieren. Gegenüber seinen Vorgängerserien hat sich OCZ stark verbessert, was eine willkommene Entwicklung ist. Daher können wir abschließend nur sagen, dass niemand hier einen Fehlkauf machen würde, sofern er mit drei PATA-Steckern zurechtkommt.