Testurteil: "54,5 von 100 Punkten"
Test: Einzeltest: Klassik digital
Zitat: Die Olympus E-P1 ist eine edle und hochwertige Kamera mit einem Metallgehäuse, das an alte und neure Kameraklassiker erinnert und das Herz jedes Puristen höher schlagen lässt. Vielleicht passt dazu auch das Blitzgerät; aus praktischer Sicht gibt es dennoch Anlass zur Kritik. Wer sich von dem Gedanken lösen kann, dass man immer ein Zoom benötigt, wird vermutlich gerne mit dem 17-mm-Pancake-Objektiv und Aufstecksuch unterwegs sein. Live-View gut und schön, aber bei grellem Sonnenlicht ist der optische Sucher dem Live-View am Monitor dennoch überlegen. Bei der Bildqualität erreicht die E-P1 übliche Four-Thirds-Werte. Statt Full-HD wie bei der Panasonic Lumix DMC-GH1 gibt's bei der E-P1 "nur" HD, und der Automatikfokus lässt sich nur bedingt einsetzen. Die GH1 mit dazugehörigem "Flüsterobjektiv" Lumix G Vario HD 4-5,8/14-140 Asph. OIS mm bleibt im Digitalkamera-Umfeld also das Maß der Dinge, wenn es im Filme geht. Dafür lassen Design und Haptik der E-P1 ein Gefühl von Wertigkeit aufkommen, das man bei vielen Digitalkameras vermisst - schön dass es so etwas immer noch (oder wieder einmal) gibt. Erfreulich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis: Rund 1000 Euro für das Double-Lens-Set mit 14-42-mm-Zoom und 17-mm-Pancake sind dem Gebotenen angemessen.