Zuerst war ich sehr skeptisch und sogar unzufrieden. Trotz unglaublich Lichtstarkem Objektiv und großem Bildchip, verwackelten die Bilder in der Wohnung, ohne Blitz. Nach Firmwareupdate und einigen Einstellungen und auch einem "Versuch" draußen (um 18 Uhr abends auf dem Weihnachtsmarkt ohne Blitz und ohne Stativ super Fotos), bin ich schwer begeistert. Es ist daher keine Kamera, für Nutzer, die das Automatikprogramm nutzen wollen und sonst nichts. Akkuleistung finde ich bis jetzt sehr gut. Der Akku kann in der Kamera geladen werden. Entweder per USB am Rechner, oder mittels USB-Netzadapter. Der LAdevorgang hindert natürlich daran, gleichzeitig zu fotografieren. Ein Ersatzakku und ein externes Ladegerät empfehlen sich also. Ich vergebe aber nur 4 Sterne weil, das Firmwareupdate ewig dauert und ohne Fortschrittsanzeige ist, nichtmal ein passendes HDMI-Kabel beiliegt, die Kamera aber über einen Anschluss verfügt. Außerdem ist die Sache mit dem Objektivdeckel (fällt runter, wenn man die Kamera einschaltet) echt doof gelöst. Auch hier gibt es eine optionale Lösung. Das Urteil "Damenkamera" teile ich gar nicht und ich habe recht große Hände.
Warum manche den elektonischen Aufstecksucher unbedingt empfehlen ist mir ein Rätsel. Ich habe allerdings noch nicht bei gleißendem Sonnenschein fotografiert und kann daher zum Display unter diesen Bedingungen nichts sagen. Wem der Spaß mehrere hundert Euro Wert ist, bitte.
Die Kamera wirkt sehr edel in Damenhand. Da hat sie auch die richtige Größe. Bei einem Mann mit großen Pranken sieht es eher albern aus. Also eine schöne nette Damenkamera. Zum Preis dazurechnen sollte man unbedingt den Aufstecksucher. Sonst wirds in heller Umgebung ein Geduldspiel.
Ich bin in der Fotografie wahrlich kein Anfänger, aber was dieses kleine Ding für tolle Fotos macht - ich bin sprachlos. Man sollte die unbedingt mit dem elektr. Aufstecksucher kaufen.
Allgemeines:
Die Olympus XZ-1 ist mit einem 10 MP CCD-Sensor, 4fach Zoomobjektiv 28-112 und einer Anfangslichtstärke 1,8 (2,5 Tele) ausgestattet. Wählbare Seitenverhältnisse 16:9 / 4:3 / 3:2 und 6:6. Die Kamera ist voll „Manuell“ steuerbar incl. TTL-Messung für Blitzsysteme. Ein sog. Objektivsteuerring erleichtert div. Einstellungen. Videos lassen sich in SD und kleiner HD-Auflösung aufnehmen. Das 3“ Kameradisplay ist in OLED-Technik ausgeführt. Optional lässt sich ein externes Mikrofon oder ein elektr. Sucher anschließen.
Praktische Erfahrungen:
Die Kamera ist Aufgrund des relativ Großen und vorstehendem Objektives nur eingeschränkt Westentaschentauglich. Verarbeitung ist gut, Bedienelemente lassen sich gut erreichen, die Griffigkeit des Gehäuses könnte jedoch besser sein. Das Gewinde für das Stativ ist „mittig“ angebracht, verdeckt aber den Karten/Akkuschacht. Der Blitz muss bei Bedarf „manuell“ zugeschaltet werden. JPEG und RAW-Aufnahmen (12bit) lassen sich parallel aufzeichnen, die Wegschreibzeit beträgt etwas über 1 Sekunde, Serienbildfunktion ist mit ca. 1-2 Bilder/Sekunde relativ gering. Das OLED-Display könnte besser (rauscht und ist unscharf bei wenig Licht) sein, reicht aber zur groben Beurteilung der Bilder und als Sucher. Der Kameraakku ist schwachbrüstig und muss im Auslieferungszustand in der Kamera über ein Spezialnetzteil geladen werden. Hier sollte man sich im Zubehörhandel einen externen Lader und Reserveakkus besorgen.
Bildqualität und meine persönliche Beurteilung:
Für diesen Listenpreis bekommt man bereits günstige „Auslaufspiegelreflexkameras“ die qualitativ bessere Aufnahmen machen können. Wer jedoch eine „lichtstarke und kompakte Sucherkamera“ benötigt, kommt an der Olympus kaum vorbei. Die Kamera ist voll manuell steuerbar und dank Objektivsteuerring relativ einfach und schnell einzustellen. Dank der 1,8er Anfangslichtstärke kommt man in Innenräumen oft ohne Blitz aus. Der Blitz selbst lässt sich nur manuell zuschalten und reicht im Weitwinkelbereich bei ISO 100 bis 4m weit. Leicht abgeblendet (Blende 2,8 oder 3,2) erzielt man über den gesamten Brennweitenbereich (bis max. ISO 800) gute bis sehr gute Bilder. Leider ist der Texturverlust oberhalb der ISO 400 Einstellung inakzeptabel. Wahrscheinlich wollte Olympus einen gewissen Abstand zu Ihren Systemkameras wahren. Dank dem relativ großen Aufnahmechips und der Anfangslichtstärke von 1,8 ist die erzielbare Schärfentiefe für eine kleine Sucherkamera beachtlich. Um auch bei großer Helligkeit mit offener Blende arbeiten zu können, lässt sich ein Graufilter einschwenken. Die Videoqualität in SD und kleinem HD (Blass und Unscharf) hat mir gar nicht gefallen, zumal im speicherhungrigen MJPEG (7min = 2 GB) aufgezeichnet wird.
mehr Ergebnisse anzeigen