gutes Konzept, zufriedenstellende Umsetzung
Ich habe die LF1 jetzt etwa 10 Monate im Einsatz, und habe sie im Wesentlichen ihres Konzeptes wegen gekauft: eine „immer dabei“ Kamera, die in die Hemdtasche passt (ohne die Tasche auszureißen), eine vernünftige Sensorgröße hat und ein wertiges Objektiv mit einem „immer dabei“ - Zoombereich. Konzept? Perfekt! Umsetzung: nicht überzeugend.
Generell möchte ich hier erwähnen, dass ich mehrere Edelkompakte im Besitz und zum Vergleich habe, aber durch die Lumix LF1 erweitert, da alle "Edlen" das gleiche Problem haben: es hapert am Zoombereich.
U.a. vergleiche ich die LF1 jetzt mal mit meiner Nikon P300, die in den Tests nicht immer überzeugend abgeschnitten hat, von der ich aber voll überzeugt bin und jetzt nach der LF wieder mehr.
Wo "haperts" meiner Ansicht nach an der LF1?
Ich habe sie zu dem konzeptionierten Einsatz gekauft und habe sie auf meinen ständigen Geschäfts- als auch Urlaubreisen dabei.
Erstes Manko: die Verarbeitungs - Qualität des Objektivs. Ja, auch ich bin ein Leica Fan, aber ist das "wertig", wenn bereits nach 4 Wochen sich so viel Staub und Flusen im Linsensystem angesammelt haben, dass man Angst haben muss, dass das bald Einfluss auf das Bildergebnis hat!?
Dann kommt als nächstes die Geschwindigkeit. Man kauft sich eine Kompakte auch um mal Schnappschüsse machen zu können. Kann man vergessen, die Nikon zig mal schneller und treffsicherer, v.a. wenn es ein wenig dämmriger wird. „Mitziehen“ mit der LF1? Kann man vergessen!
Schnappschuss = gute Programmautomatik! Sowohl die Standard- als auch die intelligente Automatik wählt zu häufig sehr zweifelhafte Einstellungen und die Bilder sind dann nur bedingt zu gebrauchen. Man muss nicht mit aller „Gewalt“ sich auf die ISO 80 klammern, der Sensor hat bestimmt mehr drauf! Das hat nichts mit intelligenter Automatik zu tun!
Wie man es besser machen kann? Einfach mal bei der P300 nachschauen, auch wenn die schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat.
Wenn ich mir erst einen „abfummeln“ muss mit Einstellarbeiten, ist das Motiv längst vorbei, Konzept daneben.
Wenn man die richtige Einstellung vorgenommen hat, ist die Bildqualität sehr gut, aber für solche Aktionen nehme ich meine Spiegelreflex!
Schade eigentlich, das Konzept ist endlich mal das was ich gesucht habe, aber die Umsetzung ist wirklich mehr als verbesserungswürdig. Schau m´r mal bei der "LF2".
Meine LF1 muss bald wieder zu Hause bleiben, es ist zu wenig "Ausbeute" dabei.
Der Sucher und die RAW-Speicherung ist klasse
Hallo,
ich hab die Kamera seit ein paar Wochen und kann mich meinen Vorrednern anschließen, die 4 bis 5 Sterne vergaben.
Was mir neben dem elektron. Sucher gefällt, ist die Möglichkeit die Fotos im RAW-Format abzuspeichern und diese verlustfrei zu bearbeiten zu können. Wo gibt es das schon in der Kompaktklasse.
Ich habe mir die LF1 als Nachfolger für meine betagte TZ5 gekauft. Wollte ebenso wie der Vorredner eine kleine als Ergänzung zu meiner NX 30 haben. Ich bin bis iso 400 von der Qualität der Fotos beeindruckt,auch Makros sind sehr gut. Die Farbwiedergabe ist auch sehr real. Habe sie einer anderen Kamera nach Test im Fotoladen bevorzugt und es nicht bereut. Kann sie guten Gewissens weiterempfehlen.
Es gibt Kompaktkameras mit mehr Weitwinkel und höherer Lichtstärke. Manche kritisieren den zu kleinen EVF, dass ein Klappdisplay fehlt, kein Touch-Screen. All das ist richtig, aber die LF1 HAT einen EVF und ist taschentauglich, bietet dabei eine erstaunliche Bildqualität. Ich suchte etwas für Wanderungen, wenn ich keine K5 mit 3 Objektiven mitnehmen möchte, aber die Aufnahmen Qualität haben sollen, und genau das kann die LF1. An allen Kamersa bisher habe ich viel manuell eingestellt, und auch die LF1 ermöglicht das durch gute Belegung der Custom-Bedienelemente. Aber was fantastisch ist, der Landschafts-Szene-Modus macht Resultate, die ich manuell nicht toppen kann. Die Funktionen intelligente Belichtung, intelligente Schärfe und intelligenter Zoom sind derart fotografisch gut programmiert/abgestimmt, dass die Aufnahmen in Dynamik, Farbtrennung und Schärfe/Zoombereich oft so gut sind, dass keine Nachbearbeitung mehr nötig ist. Das liegt an den sehr guten jpgs, welche die LF1 rechnet. Viele Qualitätsfans reden von raw, doch eine Kamera, die sofort perfekte jpgs rechnet, ist einfach praktischer und schneller. Farben und Kontraste werden plausibel wiedergegeben, ohne übertriebenes Glattgelutsche oder überzogenes Grün, verfälschtes Rot und türkisfarbene Himmel, es passt einfach.
Die Zeit-Blenden-ISO-Kombinationen sind auf maximale Qualität abgestimmt, das Display ist Klasse in Auflösung und Farbtrennung, es ermöglicht wirkliche Beurteilung vor Ort, nicht nur "was drauf ist". Das Objektiv hat Spitzenvergütung mit sehr geringem Streulicht / Reflexen, da sehen Canikon alt aus, egal ob Leica drauf steht oder nicht. Ich betreibe die LF1 mit 8MP Auflösung, mehr Detail ist auf den 12MP Dateien auch nicht erkennbar, aber das ist fast überall so. Ein Zweitakku macht Sinn, kostet nur 10€.
Wer also unterwegs mit minimalem Gepäck astreine Aufnahmen braucht, hat an der LF1 Freude. Es ist angenehm, dass Panasonic als Hersteller auch kleine Kameras hochwertig baut und die 100€ mehr zu einer S120 sind gut angelegt, das "Made in Japan" hat nachvollziehbar mit dem Preis zu tun. Eine geringe Eintrübung gab es, weil das erste Exemplar nicht perfekt zentriert war, zwar nur in 100%-Ansicht zu sehen, doch das wurde getauscht, kommt leider gelegentlich vor. Das Objektiv hat im mittleren Brennweitenbereich keine perfekt scharfen Ecken, ich bin nicht der Erste, der das bemerkt. Aber ich akzeptiere das, wenn ich ein 7fach Zoom dieser Kompaktheit bekomme. Leichtes Abblenden hilft aber dagegen. Es geht optisch unter diesen Umständen nicht besser, wenn ich keine 2 kg schleppen will. Alles in Allem: Klasse Packung, Herr Matsushita!
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