+Sanfte Einstellungen
+Verändert nicht von alleine die Brennweite
+gute Verarbeitung
-Verfälschung der Farben bei großen Brennweiten
-Langsame AF
...nix zu meckern!
Gute Abbildungsleistung. (Besser als andere, teurere Hersteller.)
Gute Haptik.
Lahmer Autofokus, der sich auch noch wie eine zu laute elektrische H0-Eisenbahn anhört. Aber das kann man bei dem Preis verschmerzen (->dennoch ein Stern abzug, auch weil es nicht abgedichtet ist)
Objektiv wurde an einer K5 getestet.
Das 55-300 habe ich seit wenigen Wochen im Besitz und bin insgesamt zufrieden. Das Objektiv wurde mit einer Weichtasche geliefert (angeblich nicht immer dabei), die vor Kratzern schützt, für einen ernsthaften Transportschutz aber zu dünn und labil ist. In meinem Lowepro "1" (Weich-)Köcher, ist es etwas besser aufgehoben und passt rein wie maßgeschneidert. Die Streulichtblende hat ein herausnehmbares "Fensterchen" für die Bedienung von Effektfiltern (mit den Fingern würde man von vorn auch kaum vernünftig reinkommen) und trägt durch ihre Form umgekehrt aufgestezt nur sehr gering auf. Das Objektiv ist angenehm kompakt und macht einen angemessen hochwertigen Eindruck. Der Zoomring läuft sehr angenehm, die Streulichtblende kippelt aber minimal auf ihrem Bajonett. Das Einrasten selbiger wirkt nicht so satt wie z.B. bei einem Sigma-Objektiv. Ich befürchte daher ein vorzeitiges Ausleiern wie ich es vom Kitobjektiv kenne. Der Frontdeckel hat einen Innengriff, flutscht aber sehr gerne durch die Finger. Meine Kamera hat nur sechs Megapixel Auflösung, daher kann ich die optische Leistung des Objektiv nicht stellvertretend für eine K20D oder K-7 beurteilen. An meiner K100D ist es jedoch schon ab Offenblende in jedem Bereich sehr scharf; Kontrast und Schärfe lassen sich durch geringes Abblenden noch leicht steigern. Die Randschärfe könnte jedoch noch etwas besser sein. Die (kissenförmige) Verzeichnung des Objektivs ist insgesamt unproblematisch, aber im dreistelligen Brennweitenbereich erkannbar. Purple Fringing und Chromatische Aberrationen kann man mit entsprechenden Motiven provozieren, bleiben aber immer in einem akzeptablen Bereich. Die größte Schwachstelle liegt eher im relativ lauten und langsamen Autofokus. Der Fokusring dreht gut 180 Grad und das Durchlaufen des gesamten Fokusbereichs kann daher einen Moment dauern. Das Problem ist, dass dies auch immer dann passiert, wenn sich die Entfernung des zu fokussierenden Motivs deutlich ändert. Der Fokus läuft dann erst bis zum Anschlag, verharrt dort einen kleinen Moment und fährt dann erst zum richtigen Punkt. (Die von einem Meinungs-Verfasser hier beschriebenen "20 Sekunden" halte ich jedoch für maßlos übertrieben. Bei gutem Licht sind jedoch diese zwei bis drei Sekunden schon recht gemächlich). Die Quick-Shift-Funktion ist hier besonders wertvoll. Denn sitzt der Fokus schon in der Nähe des Motivs, springt er sehr schnell und sicher an die richtige Stelle. Die Naheinstellgrenze von 1,4 Metern empfinde ich als ausreichend gering. Zumindest bei 300 mm hat man dabei einen großen Abbildungsmaßstab (1:3,6), der auch mal für Scmetterlinge u.Ä. gut ist. Bei 55 mm erscheint die Grenze natürlich etwas groß. Die Lichtstärke ist für mich - vor allem dank Bildstabilisator in der Kamera - ausreichend. Dafür ist das Objektiv leicht und nicht kopflastig, was wiederum für ein ruhiges, ausbalanciertes Halten des Gerätes sorgt. Wenn man kurze Verschlusszeiten wegen beweglicher Motive benötigt, ist das natürlich etwas anderes. Mein Objektiv hat übrigens auf Anhieb korrekt funktioniert und zeigt keine Fertigungstoleranzen. Eine Sache, die ich durch Erfahrungen v.a. mit "Drittherstellen" nicht als selbstverständlich gewohnt bin. Zusammenfassend würde ich das DA 55-300 als in vieler Hinsicht solides Telezoom mit sehr ausgewogenen optischen Eigenschaften für den Amateurbereich beschreiben. Auf Grund des in den letzten Monaten um fast 30% angestiegenden Preises (z.Zt. ~299 Euro) und dem damit relativierten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie den kleinen Schwächen des Objektivs, gebe ich vier Sterne.
Telezoom mit super Preis-Leistungsverhältnis
Ich habe mir das Objektiv vor wenigen Monaten zugelegt und bin recht begeistert.
Die Abbildungsleistung ist hervorragend durch den gesamten Brennweitenbereich. Hervorragende Schärfe, sehr gute Farbwiedergabe und angenehme Wiedergabe der im Unschärfebereich liegenden Bildbereiche.
Ich verwende das Objektiv an einer Pentax K10D. Zusammen mit dem kamerainternen Verwacklungsschutz empfinde ich die Lichtstärke des Objektivs als ausreichend. Draußen gibt es überhaupt keine Probleme und drinnen ist es aber mitunter hilfreich, ein Blitzgerät oder zumindest den kamerainternen Blitz als Lichtquelle hinzuzunehmen.
Der Autofokus arbeitet im Allgemeinen schnell und präzise. Zu Problemen kann es kommen, wenn ich nach einer Aufnahme in großer Entfernung zu einer Aufnahme im Nahbereich wechsele. Dann braucht der Autofokus oft einige Anläufe, bis er merkt, dass er den Fokus in einem komplett anderen Bereich suchen muss. Ich habe es als hilfreich gefunden, einfach manuell (dies ist bei dem Objektiv möglich) den neuen Entfernungsbereich vorzugeben - dann wird der Fokus automatisch wieder sehr schnell gefunden.
Sicher gibt es auch Objektive, die einen größeren Nahbereich abdecken und fast schon makrotauglich sind. Diese gehen bei der Konstruktion so viele Kompromisse ein, dass meist bei extremeren Brennweitenbereichen die Abbildungsleistung sehr dürftig wird. Dies ist bei dem Pentax Objektiv nicht der Fall. In den Bereichen, die das Objektiv zur Verfügung stellt, haben wir wirklich eine hervorragende Abbildungsleistung - jedenfalls deutlich besser, als man dies in dieser Preisklasse erwarten würde.
Ich würde das Objektiv jederzeit wieder kaufen und bei zukünftigen Objektivkäufen immer erst einmal sehen, was Pentax so im Angebot hat.
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