Test: Einzeltest: Phonar Veritas P4 Next
Zitat: Das Gesamtpaket ist stimmig: Was die Verarbeitung und Anmutung betrifft, liegen Phonar-Lautsprecher preisklassenbezogen häufig weit vorne, da macht die Veritas P4 Next keine Ausnahme. Praktisch finde ich die Möglichkeit, die Performance des Hochtöners in drei Stufen an persönliche Gewohnheiten und die Raumakustik anzupassen, auch wenn man dieses Feature nicht braucht, wenn die vorgeschaltete Elektronik zur Box passt. Diese sollte ruhig vollmundig und kraftvoll spielen und besser nicht zu „hell“ abgestimmt sein. Dafür, dass das Hochtonspektrum für diese Preisklasse fast schon unglaublich fein, detailliert und transparent abgebildet wird, sorgt schon das ScanSpeak-Chassis. Die Veritas P4 Next spielt unheimlich agil und hat ein gutes Gespür fürs Timing, jeder Ton „sitzt“. Unterstützt wird dieser Eindruck vom gleichsam recht tief hinabreichenden, aber eher sportlich-trocken denn füllig agierenden Bassbereich. Das Mittenband besitzt eine lebendige Frische, der Grundton stellt sich dagegen etwas weniger warm und voll dar, als ich es bisher von der Veritas-Linie gewohnt war. Aufstellen kann man die Phonar auch in kleineren Räumen bis 20 Quadratmetern, zum Dröhnen neigt sie nicht. Wer einen hochwertig verarbeiteten Lautsprecher mit Sinn fürs Feine sucht, der ganz deutlich unter 2.000 Euro das Paar kostet, sollte sich mit der „schrägen Schönen“ aus Tarp verabreden. Vielleicht wird eine innige Beziehung draus.