Testurteil: "71% (ganz ok)"
Test: Einzeltest: Blackberry Pearl: mit Trackball am Ziel vorbeigerollt
Zitat: Pros: + elgantes Design
+ sehr bequeme Trackball-Bedienung
+ brilliantes Display
+ erschöpfende PIM- und Datenfunktionen
+ verbesserter Support für Office-Files
+ sehr zuverlässiges Betriebssystem
Cons: - mangelhafte Verarbeitung
- unübersichtliche Menüführung
- optisch sprödes Betriebssystem
- schwache Java-Engine
- Kamera mit schwacher Qualität / keine Videos
- unzureichender HTML-Support im Browser
Es sieht schick aus und wurde mit Spannung erwartet: das erste "echte" Multimedia-Smartphone vom Business-Spezialisten RIM. Und der Pearl kann auf den ersten Blick bedingungslos überzeigen: mit elegantem Design, handlichem Formfaktor sieht das Federgewicht auf jedem Tisch gut aus und passt bequem in jede Hemd- oder Hosentasche. Doch bei genauerem Hinsehen verblasst der Klavierlack-Glanz des Pearl ein wenig. Der Versuch von RIM, mit einer Mischung aus Multimedia und Business neue Kundenkreise zu erschließen scheitert an den Kompromissen, die das Gerät kennzeichnen. Eine Grundtastatur mit 20 Tasten ersetzt keine QWERTZ-Bedienung. Ansprechendem Design steht eine mittelmäßige Verarbeitung und eine relativ billige Materialwahl gegenüber. Multimediale Features wie Kamera und Medienplayer sind zwar vorhanden, verfügen jedoch kaum über Komfortfunktionen. Und über allem schwebt eine weitgehend unübersichtliche Benutzeroberfläche, die mehr mit einer Excel-Tabelle als mit einem modernen Smartphone-Betriebssystem gemeinsam hat. Auch die innovative und äußerst schnell reagierende Bedienung via Trackball konnte uns darüber nicht hinwegtrösten.