Test: Einzeltest: Äußerst kompakt und trotz robustem Metallgehäuse nur knapp 250 Gramm schwer kommt die Ricoh GR daher. [Foto: MediaNord]
Zitat: + Sehr schneller Autofokus
+ Leichtes und hochwertigesKameragehäuse
+ Großer Funktionsumfang (füranspruchsvolle Fotografen)
+ Blitzschuh
- Bildstabilisator, GPS und WiFifehlen
- Display starr verbaut, kein EVF
- Bildqualität nur bis ISO 1.600auf APS-C-Niveau
Die Ricoh GR vereint eine 28-Millimeter-Festbrennweite mit APS-C-Sensor in einem handlichen und wertigen Gehäuse. Die Leistung der leichten Kamera ist solide, insbesondere die über das gesamte Bildfeld sehr gleichmäßige Auflösung des Objektivs sticht hervor. Doch trotz des vergleichsweise großen Sensors kann die Bildqualität nur bis ISO 1600 auf ganzer Linie überzeugen. Bei höheren ISO-Werten bricht der Dynamikumfang ein, der Signal-/Rauschabstand wird kritisch. Abstimmung und Ausstattung der Ricoh GR richten sich eher an ambitionierte Fotografen. Der Autofokus ist sehr schnell und treffsicher, zum manuellen Fokussieren bietet die GR eine Vielzahl an Assistenzfunktionen. Es fehlen jedoch Motivprogramme, die Gesichtserkennung lässt sich nur in der Vollautomatik nutzen. Bei Videoaufnahmen gibt es praktisch keine Eingriffsmöglichkeiten, WiFi und GPS fehlen bei der GR. Sehr gut ist hingegen die Ergonomie der Kamera, die GR ist zudem gemessen an ihrer Größe ausgesprochen leicht. Unterm Strich empfiehlt sich die Ricoh GR vor allem als hochwertige Reise- und Reportagekamera, wobei der Verzicht auf ein Zoomobjektiv gewisse Beschränkungen auferlegt.