Testurteil: "Gold-Award"
Test: Einzeltest: Scythe Setsugen 2
Zitat: Scythe hat gut daran getan, den Setsugen einem "Facelifting" zu unterziehen, die Kühlleistung ist gestiegen, die Kompatibilität hat sich erhöht und der Platzbedarf hält sich dank überschaubarem Layout in Grenzen. Wobei anzumerken wäre, das der ausgesprochen laufruhige aber auch sehr flache Lüfter auch durchaus gegen ein 120x120x25mm Exemplar getauscht werden könnte, wobei sich beispielsweise der Scythe Slipstream mit 1200U/min als Kandidat anbietet, mit dem der Kühler dann auch dank des größeren Fördervolumens etwas höhere Leistungsreserven besitzt. Dazu fehlen aber noch die passenden Lüfterbügel, die Scythe dann entweder zu einem späteren Zeitpunkt noch anbietet, oder die von findigen Bastlern selbst entdeckt werden. Die Verarbeitung gestaltet sich sehr gut, das Ausstattungspaket ist reichhaltig geschnürt worden und es fehlt auf den ersten Blick eigentlich nichts.
Der skeptische zweite Blick enttarnt dann aber doch einige Schwachstellen im Scythe Konzept und das fängt schon bei der fummeligen Montage an, die unzulänglich dokumentiert wurde und wo ungeübte Schrauber durchaus mal die Schraubendreher fliegen lassen, das kann man deutlich praktikabler lösen. Darüber hinaus fehlt ein großflächiger VRM-Zusatzkühler, der diesen hitzigen Bereich im Zaum hält, denn für lange Platinen und sehr weit hinten plazierte VRMs fehlt eindeutig ein geeigneter Zusatzkühler.
Wer den sehr preiswerten Scythe Setsugen auf seiner Grafikkarte einsetzen möchte, sollte diese Aspekte berücksichtigen und je nach Grafikkarten-Typus in einen adäquaten VRM-Zusatzkühler wie die VRM-Serie von Thermalright (VRM-R3, VRM-R4, VRM-R5) investieren, die wohl temperierten VRMs werden es euch danken, wenn auch nicht persönlich...