Testurteil: "Bronze-Award"
Test: Einzeltest: Silverstone Fortress FT02 Limited Edition
Zitat: Pro: + hochwertige Verarbeitung
+ gute Belüftung
+ bietet Platz für einen 360er-Radiator
+ Hot-Swap-Ready
+ Staubfilter
+ Dämmung
+ brauchbares Kabelmanagement
Contra: - Laufwerke auf minimale Größe beschränkt
- SSD-Modul eingeschränkt benutzbar
- klapprige Festplattenverriegelung
- ungenügendes I/O-Panel
- keine zufriedenstellende Festplattenentkopplung
Das Silverstone Fortess FT02 verlässt den Parcour mit einem getrübten Bild, denn die Erwartungen waren Hoch an das neue Edelgehäuse. Die Verpackung schützt das Gehäuse ausreichend vor Beschädigungen und Dreck, aber lässt keinen ersten Blick auf das Produkt zu, da jegliche Informationen fehlen. Der Lieferumfang wusste jedoch zu überzeugen und durch die gut beschriebene und bebilderte Anleitung ist der Hardwareeinbau auch von unerfahrenen Nutzern problemlos durchführbar. Die Verarbeitung und der hohe Materialeinsatz, wobei besonders das 4,5 Millimeter starke Aluminium vorgehoben werden muss, sind nahezu Makellos. So sind alle Kanten und Ecken außen wie auch innen perfekt entgratet und es sollte zu keinem Punkt eine Schnittverletzung auftreten - auch bei unachtsamen Anwendern. Leider war die Innenlackierung bei unserem Testsample nicht ganz perfekt und an einem Laufwerksschacht war die Farbe etwas abgebröckelt. Durch die üppigen Ausmaße des Fortess FT02 bietet es im Innenraum genügend Platz um die Hardware ohne Verrenkungen zu installieren, auch ein interner 360er-Radiator kann im FT02 Platz finden - hier muss der Nutzer aber aufpassen das dieser nicht mit langen Erweiterungskarten kollidiert. Des Weiteren ist das Kabelmanagement zufriedenstellend gelöst worden und es lässt sich mit etwas Zeitaufwand ein "cleanes" System aufbauen. Durch die drei riesigen 180-mm-Lüfter behält auch ein System mit hoher Abwärme im Sommer einen kühlen Kopf. Wem die Lüfter nicht zusagen, der kann sie problemlos runterregeln oder durch 120-mm-Lüfter ersetzen. Durch die verbauten Dämmmaterialien werden die Geräusche zwar etwas minimiert, aber nicht eliminiert, die Dämmung bietet aber eine gute Ausgangslage für ein sehr leises System. Der Kamin-Effekt zeigt sich in der Praxis durchaus positiv, aber man muss hier unbedingt darauf achten, dass der Grafikkartenkühler auch ordnungsgemäß funktioniert. So gut die positiven Aspekte sind, hat auch das Silverstone Fortess FT02 mit einigen Mängeln zu kämpfen. Einer davon ist der Laufwerksschacht, in dem unser Testlaufwerk keinen Platz gefunden hat. Ebenfalls ist das Festplattenmodul nicht zufriedenstellend, zwar geht die Montage leicht von der Hand, aber die Verriegelung war bei unserem Sample eher mangelhaft - zu dem fehlt eine funktionierende Entkopplung der Datenträger. Was uns erstaunt hat ist, dass Silverstone bei diesem High-End-Gehäuse nur ein I/O-Panel verbaut, welches man normalerweise nur bei 20 Euro Gehäusen vorfindet. Es bietet schlichtweg zu wenig um mit anderen Premiumherstellern zu konkurrieren. Neutral betrachten wir die verbauten Lüfter, die eine gute Performance bieten, sich aber weder komplett auf eine positive noch negative Seite schlagen. Ebenfalls neutral sind der Preis und das hohe Gewicht - wenn man sich die Materialen anguckt und und in welcher Strärke sie verbaut wurden ist es klar, dass das Silverstone Fortress FT02 kein günstiges Gehäuse ist. Das Fortress FT02 in der Limited Edition gibt es ab 225 Euro bei Caseking.