Testurteil: "8 / 10"
Test: Einzeltest: Jak X
Zitat: Pro: + abwechslungsreiche Aufgaben, viele Events und Strecken, sehr gelungener Mehrspieler-Modus
Contra: schwammige Steuerung, misslungene KI, nur einzeln aufhebbare Defensiv-Waffen, das Auftauchen nach Unfällen an den unmöglichsten Stellen
Der Wechsel des sympathischen Helden-Duos Jak und Daxter vom Jump´n´Run-Genre in den Rennsport ist nur teilweise gelungen. Die Story ist den Vorgängertiteln nachempfunden worden und kann mit unterhaltsamen, gut synchronisierten und optisch gelungenen Filmsequenzen punkten - aber sie ist leider weder logisch noch sehr überzeugend. Was die Vielfalt bei den Aufgaben im Story-Modus betrifft, so gibt es hier kaum was zu bemängeln. Auch die Rennpisten bieten genügend Abwechslung, wobei das Streckendesign vielfach wegen mangelnder Übersichtlichkeit negativ zu bewerten ist. Darüber hinaus lassen auch die Steuerung und die KI sehr zu Wünschen übrig. Viel zu schnell ausbrechende Autos, Unebenheiten, die zum Kontrollverlust über das Fahrzeug führen, das Wiedererscheinen an den unmöglichsten Stellen und Mitstreiter, die immer an einem dran bleiben, egal wie gut oder schlecht man fährt, verärgern den Spieler und machen das Spiel zuweilen unfair. Dank dieser misslungenen Ausführungen sorgen einige der zu absolvierenden Ereignisse, wie die Streckenrennen, mehr für Frust- als Spaßmomente. Andere Spielvarianten, wie "Todesrennen" und "Rushhour" können aber auf ganzer Linie überzeugen. Mit ca. 15 Stunden Spielzeit für den Geschichtsmodus und mindestens fünf Stunden mehr für die Komplettierung bietet "Jak X" zudem einen ordentlichen Umfang. Den Wiederspielwert des Titels erhöht aber vor allem der sehr gelungene Mehrspieler-Modus: Man hat hier nicht nur die Möglichkeit, die verschiedenen und zahlreichen Spielmodi zu zweit offline zu spielen, sondern auch online. Rennspielfans, die mehr Wert auf Abwechslung und Mehrspielervergnügen legen als auf eine optimale Steuerung und realistisches Fahrgefühl, die sind mit "Jak X" sehr gut bedient.